NACHRICHTENBLOG

zum Thema

Bild oben: „Blitze über dem Feld“ (B. L. – 9.8.18, 21.48 Uhr)


TEXTE * KOMMENTARE * TERMINE * PRESSE *AUFRUFE * KONTAKT * IMPRESSUM


13. November 2020
Denkmalgeschützter Bergmannfriedhof – Keine Bebauung für Niemand

Marheinekeplatz – 8.11.20: Eine Bebauungsgegnerin besucht den Info-Stand der Initiative und übergibt das Banner „DENKMALGESCHÜTZER BERGMANNFRIEDHOF – KEINE BEBAUUNG FÜR NIEMAND“.


10. November 2020
Polizei beginnt Räumung im Dannenröder Forst

Aus aktuellem Anlass: Zum Eilappell gegen Rodung des Dannenröder Forstes in Hessen für neue Autobahn!

Alle Bilder: 17.10.20 (Dannenröder Forst)


09. November 2020
Was geboren ward, muss sterben

Was geboren ward, muß sterben;
Was da stirbt, wird neu geboren.
Mensch, du weißt nicht, was du warest;
Was du jetzt bist, lerne kennen,
Und erwarte, was du sein wirst.
(von Johann Gottfried Herder, 1744 – 1803)


25. September 2020
Rätselbild (Wo steht das Denkmal und was ist zu sehen?)

Die Aufnahme entstand während eines Ausflugs der Redaktion ins Land Brandenburg (Bild: 22.09.2020, 17.24 Uhr)


24. September 2020
Friedhofskultur in Deutschland jetzt Immaterielles Kulturerbe

Eintrag in die Weltkulturerbeliste der Unesco (Aufnahmejahr: 2020 / Verbreitung: in ganz Deutschland / Zentraler Termin: ganzjährig / Bereich: mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksweisen; gesellschaftliche Bräuche, Feste und Rituale; Wissen und Bräuche in Bezug auf die Natur und das Universum; traditionelle Handwerkstechniken)

Plakat an Zaun von Alter Luisenstadt Kirchhof in der Bergmannstraße (Bild: 22.9.2020)


1. September 2020
Manchmal sagt ein Bild mehr als Tausend Worte

Blick auf den Friedrichswerderschen Friedhof, wo ein Flüchtlingsheim gebaut werden soll/te. Im August wurde zur Freude nicht nur der Grabbesitzer und Besucher, sondern auch der Natur- und Denkmalschützer damit begonnen, die zuletzt als sog. Wirtschaftshof genutzte Stelle zu renaturieren. Gerade noch ein Schandfleck, sieht der Ort bereits wieder besser aus (vorne: Kriegsgräber, Mitte: abgestorbene Eibe, hinten: Wirtschaftshof / Bild: 31.8.20, 15.05 Uhr).


23. August 2020
Die Bedeutung der innerstädtischen Friedhofsflächen nicht nur für das Klima (eine Leseempfehlung)

Die Friedhöfe im Berliner Stadtgebiet (haben) für das Klima der Stadt eine vergleich­bare Funktion wie die Grünanlagen, d.h. sie tragen zur Verbesserung der Luftqualität an­grenzender Wohngebiete bei. (…) Die Luft in der Innenstadt ist bei Hitze oft trocken und staubig. Auf Friedhöfen und in Grünanlagen (…) kann der Boden mehr Wasser aufnehmen. Da die Bäume und Pflanzen das aufgenommene Wasser wieder an die Luft abgeben, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit. (…) Ein einziger gro­ßer Laubbaum reinigt in einer Stunde bis zu 4000 m³ Luft. Dabei werden 2 kg Kohlendioxid gebunden und fast 2 kg Sauerstoff abgege­ben. Ein großer Baum bindet im Jahr außer­dem rund 100 kg Staub.
Zitiert aus Lebensraum Friedhof – Naturschutz auf Friedhöfen, Stiftung Naturschutz Berlin (Hrsg), Manfred Schubert, Horst Walligora (red. Bearbeitung), 1. Aufl. 2004, 31 s. In der Broschüre werden weitere Themen behandelt, die zur außergewöhnlichen Bedeutung der Berliner Friedhöfe beitragen (Den Artikel im Original lesen: https://www.berlin.de/senuvk/natur_gruen/lb_naturschutz/download/publikationen/lebensraum_friedhof.pdf).


19. August 2020
Die Zählung ergab die Zahl „690“!

Zur Zählung der zuletzt von der Initiative Bergmannfriedhöfe gesammelten Unterschriften traf man sich am Wochenende im Leleland. Erfreut nahmen die Anwesenden zur Kenntnis, dass weitere 690 Unterschriften gegen das Bauvorhaben auf dem Friedrichswerderschen Bergmannfriedhof hinzu gekommen sind. Addiert man diese zu jenen, die Staatssekretär Woop (Die Linke) Ende 2019 in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa übergeben worden sind (siehe Blogeintrag vom 20.12.19), so erhöht sich der namentliche Protest nunmehr auf 4.492! Im Leleland in der Gneisenaustraße 52A kann übrigens weiter gegen das Projekt unterschrieben werden.


14. August 2020
Zweite Unterschriftenaktion bestätigt Ergebnis der ersten

Bekanntlich wurde am 30.12.2019 ein Bauantrag des Friedhofsverbandes für ein großes Gebäude entlang der Jüterboger Straße auf dem Friedrichswerderschen Friedhof in einer Hauruck-Aktion vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg genehmigt. Der Antrag wurde von der Evangelischen Kirche erst kurz zuvor im Bezirk gestellt und anschließend vom rot-rot-grünen Senat Berlins trotz erheblichen Protestes aus den Reihen der Bevölkerung und auch schwerwiegender Einwände der Fachleute durchgewinkt. Anders kann man es nicht sagen!
Laut den Informationen, die wir haben – und das sind wenige -, da der Friedhofsverband den Anwohnern keine Auskunft erteilen mag, soll dort demnächst eine bewachte Flüchtlingsunterkunft entstehen. Doch muss die Bauherrin allerhand Auflagen erfüllen, um den Unmut der Fachleute halbwegs zu besänftigen. Ab dem 01.01.2020 wäre dieser Bauantrag nicht mehr genehmigungsfähig gewesen, da Sonder-Paragraph 246 Baugesetz seither ausgelaufen ist.
Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Nutzer der Friedhöfe an der Bergmannstraße, natürlich auch die Mitglieder der nahegelegenen Gemeinde Heilig Kreuz – Passion und die Bevölkerung insgesamt lehnen eine Bebauung auf diesem denkmalgeschützen Friedhofsgelände, das übrigens im Außenbereich liegt, in ihrer ganz großen Mehrheit nach wie vor entschieden ab. Dies haben sie erst kürzlich durch eine zweite Unterschriftenaktion bestätigt, deren Ergebnis wir in den nächsten Tagen in unserem Blog bekanntgeben werden.


29. Juli 2020
Rechtspopulismus schadet der Seele

  • "Rechtspopulismus . . ." (Bild: 30.8.2019)


Hinweis: Seit geraumer Zeit prangt an der Heilig Kreuz-Kirche in großen Lettern „Rechtspopulismus schadet der Seele.“ Dagegen wurde das Plakat „Menschenfeindlichkeit schadet der Seele.“, welches an der Passionskirche angebracht war, vor einiger Zeit wieder entfernt. Beide Aussagen werden durch einen bis auf die Überschrift identischen Text, der in der Kirche verteilt wird, ergänzt. Titel: „Menschenfeindlichkeit schadet unserer und Ihrer Seele.“ bzw. „Rechtspopulismus schadet unserer und Ihrer Seele.“ (Den Wortlaut des Textes lesen: siehe Blogeintrag vom 20.12.2017)


26. Juli 2020
Die Passionskirche vor Einbruch der Nacht

Die ev. Passionskirche unweit der ev. Friedhöfe a. d. Bergmannstraße (Bild: 6.6.20, 22.24 Uhr)


1. Juli 2020
Die Vogelwelt der Friedhöfe an der Bergmannstraße 2013 – 2015 (Eine Leseempfehlung)

Von der NABU-Bezirksgruppe Friedrichshain-Kreuzberg wurden vor wenigen Jahren auf den vier Bergmannfriedhöfen besonders gut dokumentierte Brutvogelkartierungen und Wintervogelzählungen durchgeführt, deren Ergebnisse in dem Bericht „Die Vogelwelt der Friedhöfe an der Bergmannstraße 2013 – 2015“ mündeten. (…) Der Bericht baut auf einer hervorragend dokumentierten Vorläuferstudie auf, die zudem durch außergewöhnliches Bildmaterial besticht. (mehr . . .)

Titel: Die Vogelwelt der Friedhöfe an der Bergmannstraße 2013 – 2015 / A. Poloczek, K. Hühn u. J. Bauer, aus: Berliner ornithologischer Bericht, Band 25 / 2015, S. 36-46, Hrsg: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (BOA) – ISSN 0941-1828 (Link zum Bericht)


29. Juni 2020
Deutschland einig Vaterland

Und jetzt . . . „Deutschland einig Vaterland.“ (Johannes R. Becher)

Kirchenasyl für die Menschen aus den Landkreisen Gütersloh und Warendorf.


9. Juni 2020
Eine quanitative Erhebung zu Berlins Friedhöfen

Maren Mischo und Konstantin Petrick, Studierende der Stadt- und Regionalplanung, führen zur Zeit eine quantitative Erhebung zu Berlins urbanen Friedhöfen und deren Bedeutung durch. Die Ergebnisse werden in ihre Bachelor-Arbeit am Institut für Ökologie der Technischen Universität Berlin einfließen. Den Fragebogen haben beide am 1./2. Juni 2020 unter bergmannfriedhoefe/kommentare verlinkt. Die Beantwortung nimmt 10-15 Minuten in Anspruch.


8. Juni 2020
Zum Tod des Gründers von Rettet den Regenwald e.V.

Vor drei Tagen verstarb Reinhard Behrend, Gründer von Rettet den Regenwald e.V. Die neuen Vereinsvorsitzenden schreiben: „Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt, die ihn mit ihrer Schönheit und Vielfalt faszinierte, hat Reinhard Behrend Menschen aus der ganzen Welt vernetzt. Mit den Aktionen von Rettet den Regenwald e.V. hat er die Öffentlichkeit wachgerüttelt und Proteste gegen Verbrechen und Missstände organisiert. Auch wenn ihm bewusst war, dass sich die Zerstörung des Regenwalds nicht aufhalten lässt, änderte dies nichts an seiner Entschlossenheit, weiter für die Rechte der Regenwald-Bewohner und für die Artenvielfalt einzutreten.“ Wegen seiner Erkrankung übergab er im Mai 2020 den Vorsitz des Vereins an Dr. Bettina Behrend und Marianne Klute (zit. aus Schreiben der neuen Vereinsvorsitzenden vom 8.6.2020). Die von uns unterstützten Aufrufe von Rettet den Regenwald e. V. (siehe hier).


18. Mai 2020
Eine Nachtigall auf Dreifaltigkeit II

Am 3. Mai schrieb eine aufmerksame Beobachterin, sie habe Ende April auf einem der Bergmannfriedhöfe zwei Nächte hintereinander laut und deutlich eine Nachtigall gehört (den Kommentar anzeigen). Inzwischen haben wir erfahren, dass dieser Singvogel auf den Bergmannfriedhöfen seit ungefähr sieben Jahren nicht mehr beobachtet wurde.

Den Gesang einer Nachtigall hören:

1) 00.02 Uhr, 2 Min. 50 Sek. (am 19.6.2018) https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/XN_Luscinia_megarhynchos_017.ogg
2) 11.25 Uhr, 2 Min. 53 Sek. (am 8.5.2009) https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/archive/f/f5/20180618220248%21XN_Luscinia_megarhynchos_017.ogg


20. April 2020
Seit heute gelten wieder die regulären Öffnungszeiten!


18. April 2020
Nachbarschaftshilfe

Sie leben im Umkreis der Bergmannfriedhöfe und benötigen Hilfe (Einkauf, Arzneimittel). Dann rufen Sie uns an. Wir sind täglich von 15-18 Uhr unter 0157 348 76 193 zu erreichen.


14. April 2020
Evil is alive and well

Titel: Evil is alive and well / H. P. (öffnen)


30. März 2020
Der Bergmannfuchs III

Der Bergmannfuchs so wie ihn der Künstler HAM sieht. Sollte er eines Tages umziehen müssen, wird er uns so in Erinnerung bleiben. (Bild: 29.3.20)


27. März 2020
Gebet zur Heiligen Corona

Sankt Co-ro-na heil-ge Frau, huldvoll auf uns Menschen schau!
Sankt Co-ro-na heil-ge Frau, gnädig auf uns Menschen schau!
Sankt Co-ro-na heil-ge Frau, flehend ich auf dich ver-trau:

Stand-haft warst du, Trö-ste-rin und ge-krön-te Mär-ty-rin.
Pal-men brach-ten dir den Tod, ret-te mich aus mei-ner Not!
Vor der Seuche schüt-ze mich! Gro-ßer Gott, ich glaub‘ an dich!

Musik/Text: Norbert Müller, Kirchenmusiker in Münster (25. März 2020); Sologesang: Susanne Müller

Das Lied anhören:  https://www.youtube.com/watch?v=y2nJrQEgNrc&feature=youtu.be


27. März 2020
Der Bergmannfuchs II

  • “Home is where the heart is“ hatten sie unserem Heimkehrer westlich der Appalachen, oder war es schon westlich von Santa Fe, gesagt. Hmmh, hatte er da oft gedacht, wo das nur sein mochte. Ja, wo auch immer . . . Nun ist er jedenfalls wieder da. (Bild: 22.3.20)


26. März 2020
Rückname der Schließung, aber eingeschränkte Öffnungszeiten

Ob es die vielen Beschwerden aus der Bevölkerung waren, die zu einer Rücknahme der Schließung führten? Jedenfalls sind die Friedhöfe ab heute, Donnerstag, den 26. März – wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten – wieder geöffnet!
Wie sich Besucherinnen und Besucher auf den evangelischen Friedhöfen an der Bergmannstraße generell verhalten sollten, steht hier.

Aushang an den Eingängen zu den Friedhöfen an der Bergmannstraße, der deren Wiedereröffnung ankündigt. (Bild: 25.03.2020, ‏‎15.42 Uhr)


25. März 2020
Friedhofsbegehung gegen Schließungsverfügung

Schnell verbreitete sich die Nachricht von der Schließung der Bergmannfriedhöfe ab Montag, den 23. März. Wohl um die letzte Möglichkeit zu nutzen, machten sich am Sonntag noch einmal so viele Leute wie selten auf den Weg dorthin, um eine Grabstelle aufzusuchen, auf einer Bank zu ruhen oder bei einem Spaziergang einfach mal die Frühlingsatmosphäre zu genießen. Wie wir erfuhren, stieß die Schließungsverfügung bei fast allen auf Unverständnis.
Da auch wir uns mit der unerwarteten Schließung nicht so einfach abfinden wollten, luden wir kurzerhand einige Leute zu einer kleinen Friedhofsbegehung am 22. März ein. Dass uns deshalb jemand anonym bei der Polizei anschwärzen würde, damit hatten wir nicht gerechnet. Selbst dem Polizisten, der sich in der Angelegenheit an uns wendete, schien es unangenehm zu sein: „Wenn ein solcher Anruf eingehe, müsse sich die Polizei halt darum kümmern.“ Wir schlugen vor, jemand von uns könne sogleich zur Wache kommen, um die Sache zu besprechen. Schön, dass der Polizist im Verlauf des Gesprächs aus seinem Herzen keine Mördergrube machte: „Wird wohl wie so oft in letzter Zeit mal wieder jemand aus der Immobilienbranche gewesen sein!“ Als sich dann um 16 Uhr unser kleines Grüppchen in Bewegung setzte, geschah es tatsächlich unter den Augen der Berliner Polizei.


25. März 2020
Schließungsverfügung des Friedhofsverbandes

Aushang an den Eingängen zu den Friedhöfen an der Bergmannstraße, der deren Schließung ankündigt. (Bild: 21.03.2020, ‏‎11.08 Uhr)


9. März 2020
Es kursieren Gerüchte

Nichts Genaues weiß man nicht! Zwar gibt es nun eine Baugenehmigung (allerdings mit vielen Auflagen), doch Gerüchte, die auch zu uns vorgedrungen sind, besagen, die Bebauung an der Jüterboger Straße würde möglicherweise doch nicht mehr weiterverfolgt. Warum, weshalb, wieso? Dazu hat sich der Friedhofsverband bisher noch nicht geäußert, und wann dies der Fall sein wird, ist überhaupt nicht absehbar. Dennoch ist es vorerst nur noch im Leleland (Gneisenaustraße 52A) möglich, gegen Bebauung zu unterschreiben.


27. Februar 2020
Ein Haus auf dem Friedhof

Titel: Ein Haus auf dem Friedhof. Eine Bürgerinitiative sammelte 3800 Unterschriften gegen die Bebauung der Friedfhöfe. Auch der Denkmalschutz protestierte. Doch Kirche und Politik blieben unbeeindruckt. Eine Chronologie der Ereignisse / Hans W. Korfmann, In: Kreuzberger Chronik, Februar 2020 / Nr. 216, S. 8-11 (als PDF öffnen)


26. Februar 2020
Wo bleibt die demokratische Kontrolle?!

Wegen des (am 30.12.19 bewilligten) Bauantrags werden seit kurzem wieder Unterschriften gegen Bebauung auf dem Berliner Flächendenkmal gesammelt (siehe Nachricht vom 3.1.20). Inzwischen sollen bereits einige zusammen gekommen sein. Zu Protesten oder Wortgefechten mit Baubefürwortern kommt es dabei nicht. Fazit: Es gibt allenfalls Leute, die sich für das Thema nicht sonderlich interessieren. Die gesamte Öffentlichkeit – außer den Entscheidern – lehnt das Bauvorhaben des Evangelischen Friedhofsverbandes weiter entschieden ab. Wir hoffen, dass diese Botschaft auch die involvierten Pfarrer und Politiker errreicht und sie das unsägliche Projekt absagen, bevor der erste Baum gefällt ist. Mögen sie die geplante Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft an dieser Stelle bitte zurücknehmen! Bis heute konnte die Öffentlichkeit noch keinen Blick in den Bauantrag werfen. Daher fragen wir: Wo bleibt die demokratische Kontrolle?


25. Februar 2020
Kein Wohnungsbau auf den Bergmannfriedhöfen!

Wohnungsbau auf den Bergmannfriedhöfen – das wünscht sich hier fast niemand! Und so appellierten in Kreuzberg innerhalb weniger Wochen fast 4000 Personen an Politik und Kirche . . . Kaum jemand versteht, wie es zur Bewilligung des Bauvorhabens an der Jüterboger Straße kommen konnte. Niemand gibt dezidiert Auskunft und so tappt die Öffentlichkeit weiter im Dunkeln. Wie lange noch?

Titel: Kein Wohnungsbau auf den Bergmannfriedhöfen / Eine Information d. Initiative Bergmannfriedhöfe, 25.02.20 (öffnen)


29. Januar 2020
Mitteilung des Staatssekretärs für Europa

Hinweis (Bergmannfriedhoefe.de): Als Anfragende wurde uns die Mitteilung des Staatssekretärs für Euiropa am 29. Januar freundlicherweise vom Landesdenkmalamt (Leiter: Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut) zur Verfügung gestellt. In ihr wird erläutert, wie es am 30.12.2019 zur Baugenehmigung durch das Bau- und Wohnungsaufsichtsamt des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg gekommen ist.
Bau- und Wohnungsaufsichtsamt (Leiter: Herr Schildknecht) wie auch Unterer Denkmalschutz (Leiter: Herr Vogt) sind Fachbereiche des Stadtentwicklungsamtes des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg (Leiterin: Frau Wolter). Auf der politischen Ebene fällt dieses Resort in den Bereich von Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Bündnis90/Die Grünen).

Titel: Offizielle Mitteilung des Staatssekretärs für Europa, Herrn Gerry Woop, vom 20.1.20, freigegeben vom Leiter des Büros für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. (Die Mitteilung öffnen)


29. Januar 2020
Pressemitteilung des Evangelischen Friedhofsverbands zur Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft a. d. Jüterboger Straße

Hinweis (Bergmannfriedhoefe.de): In der Pressemitteilung begründet der Friedhofsverband, weshalb er die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft auf einer sog. Wirtschaftshoffläche der Friedhöfe Bergmannstraße beantragt hat und auf wessen Fürsprache er setzt. Interessant ist auch, dass immer wieder von einer Wirtschaftshoffläche gesprochen wird, obwohl es sich doch um eine reguläre Friedhofsfläche handelt. Wir fanden diese Mitteilung leider erst heute im Internet und konnten sie daher nicht früher publik machen.

Titel: Friedhofsverband will Flüchtlingsunterkunft auf Friedhof bauen. Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte plant die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft auf einer Wirtschaftshoffläche der Friedhöfe Bergmannstraße an der Jüterboger Straße in Berlin-Kreuzberg / Pressemitteilung d. Evangelischen Friedhofsverbands Berlin Stadtmitte, veröff. am 8.11.2019 auf der Website d. Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Pressemitteilung ansehen).


26. Januar 2020
Keine Bebauung – Kein Friedhofspark

Entwurf: Peter Unsicker (01/2020)


23. Januar 2020
Obwohl die Initiative zahlreich protestiert hatte, soll gebaut werden!

Titel: Friedhof Dreifaltigkeit in Kreuzberg soll bebaut werden. Obwohl die Bürgerinitiative gegen die Planungen eines neuen Wohnhauses auf dem Gelände des Kreuzberger Friedhofs zahlreich protestiert hatte, werden die anstehenden Baumaßnahmen wahr. / Hans Korfmann, In: Berliner Zeitung, 20.01.20 (öffnen)


3. Januar 2020, aktualisiert: 17.1.20
Wie ist die Entscheidung ausgefallen?

Am 3. Januar stellten wir uns an dieser Stelle bereits die Frage, wie es ausgegangen ist: „Hat Staatssekretär Gerry Woop (d.h. die Obere Denkmalschutzbehörde) den Dissens ausgeräumt und den Bauantrag befürwortet oder nicht? Leider haben sich bisher weder die Senatsverwaltung für Kultur und Europa noch die Kreuzberger Bauaufsicht, die Evangelische Kirche oder die Berliner Presse zur Sache geäußert. Wir hoffen weiter, dass all die kritischen Stimmen – seien sie fachlicher Natur oder aber von der Basis (so Kreuzbergs Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann) Gehör gefunden haben und eine Entscheidung auch nicht ohne vorhergehende sorgfältige Prüfung gefallen ist.


11. Januar 2020
Die abgestorbene Eibe

Bilder vom Absterben einer Eibe auf Friedhof Friedrichswerder an der Bergmannstraße (öffnen)


7. Januar 2020
Das erste Plakat

Das Plakat entstand am 10.9.2016 auf dem Marheinekeplatz am Stand der Grünen während des Wahlkampfs zum Berliner Abgeordnetenhaus. (Bild: 7.1.2020)


27. Dezember 2019, aktualisiert: 3.1.20
Neue Unterschriftenkampagne gestartet

Da der Evangelische Friedhofsverband von dem Bauprojekt an der Jüterboger Straße nicht lassen will, kam inzwischen der Wunsch auf, eine neue Unterschriftensammlung zu starten: Ab sofort kann wer möchte samstags (u. sonntags) auf dem Marheinekeplatz an den Marktständen von Helga Leitlauf (Bergmann Ecke Schleiermacherstraße) und Jenny (beim Brunnen) gegen die Bebauung unterschreiben. Auch im Leleland (Gneisenaustraße 52A), dem Cafe Conni Island (Heimstraße 24), der Wall-StreetGallery (Zimmerstr.12), der Praxis für Allgemeinmedizin (Bergmannstraße 25) und im CavaClub (in der Markthalle) liegen die Unterschriftenlisten aus. Viele haben bereits namentlich unterschrieben. Neues dazu siehe Meldung vom 9.3. und 19.8.20


27. Dezember 2019
Wohnen, wo andere ruhen!

Titel: Friedhof an der Bergmannstraße: Wohnen, wo andere ruhen. Politik und Kirche stehen geschlossen hinter dem Bauprojekt. Sehr zum Unmut vieler Kreuzbergerinnen und Kreuzberger / Hans Korfmann, In: Berliner Zeitung, 23.12.19 (öffnen)


20. Dezember 2019
3802 Unterschriften für Staatssekretär Gerry Woop

Ende 2016 wurden 3802 Unterschriften gegen jede Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen gesammelt. Am 18.12.19 wurden sie dem Staatssekretär für Europa, Herrn Gerry Woop im Foyer der Senatsverwaltung überreicht. Warum nicht früher? Antwort: Erst im Oktober 2019 und damit kurz vor Ablauf des Sonder-Paragraphen 246 Baugesetz reichte der Eigentümer des Grundstücks, der Evangelische Friedhofsverband im Bezirksamt einen Bauantrag ein. Anwohner und Besucher der Friedhöfe an der Bergmannstraße sind fassungslos.


18. Dezember 2019
Presseinformation der Initiative Bergmannfriedhöfe zur Überreichung der Unterschriften

Die Presseinformation der Initiative zur Überreichung der gesammelten Unterschriften gegen Bebauung (öffnen)

  • berlin 18.12.19 - 10:31 / Staaatssekretär Woop mit dem Protest in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Bild: S. Tollkühn).


14. Dezember 2019
Postkarte gegen Bebauung

Endlich ist sie da, die Postkarte gegen Bebauung! / Entwurf: H. Truetsch (öffnen)


7. Dezember 2019
Evangelischer Friedhofsverband reicht wider Erwarten Bauantrag ein

Jetzt ist eingetreten, womit nicht mehr viele gerechnet haben: Kurz vor dem Jahreswechsel hat der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einen Bauantrag für ein Wohngebäude auf dem Friedrichswerderschen Friedhof an der Bergmannstraße eingereicht. Dabei soll es sich um ein 55 m langes unterkellertes 5-stöckiges Gebäude handeln, das an der Jüterboger Straße im Außenbereich errichtet werden soll, also dort, wo Bauen aus vielerlei Gründen strikt untersagt ist. Wie nur will die Evangelische Kirche diesen Bauantrag durchbringen? Will sie am Ende den Außenbereich zum Innenbereich deklarieren lassen? Kaum Vorstellbar! In der Berliner Morgenpost vom 8.11. war zu lesen, das Projekt befände sich bereits in der behördlichen Abstimmungsphase. Damit dürfte gemeint sein, dass der Bauantrag nun erst einmal von Behörden wie dem Landesdenkmalamt geprüft wird. Dort steht auch, der Bau soll als Flüchtlingswohnheim genutzt werden und gute Integrationsbedingungen aufweisen. Wie wir inzwischen erfahren haben, soll der Bau besondere Funktionsräume, beispielsweise eine Einlasskontrolle, erhalten. Die Anwohner und Nutzer der Friedhöfe, ob evangelisch, keiner oder einer anderen Glaubensrichtung angehörend, lehnen dieses Vorhaben des Friedhofsverbandes seit langem entschieden ab. Bereits 2016 wurden fast 4000 Unterschriften gegen jede Bebauung dieses Ortes gesammelt. Diese sollen sobald wie möglich der zuständigen politischen Stelle überreicht werden. Wahrscheinlich wird dies die Senatsverwaltung für Kultur und Europa sein, da die Friedhöfe in deren Zuständigkeit fallen.

Hinweis: Der zum Jahresende auslaufende Sonder-§ 246 Baugesetz lässt nur eine zeitlich befristete Errichtung von Mobilen Unterkünften für Flüchtlinge (MUFs) auf nicht denkmalgeschützten Flächen zu. Bei den Friedhöfen an der Bergmannstraße handelt es sich aber um Berliner Landesdenkmale.


6. Dezember 2019
Um Gottes Willen!

Um Gottes Willen:

Entwurf: Harald Truetsch (12/2019)


16. Oktober 2019, aktualisiert: 5.12.19
Der leidige Bauantrag wurde eingereicht

Gegen viele Widerstände wurde der Bauantrag vom Evangelischen Friedhofsverband eingereicht. Wird man dort ein Einsehen haben und doch noch auf die Fachleute hören?

Die Evangelische Kirche hat als Eigentümerin trotz Bedenken der Anwohner, Kreuzberger und Berliner/innen Anfang Oktober 2019 im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einen Bauantrag für ein 5-stöckiges Gebäude auf dem Gelände des Friedrichs-Werderschen Kirchhofs eingereicht. Das „Grundstück“ soll ca. 3000 m² groß sein. Es befindet sich an der Jüterboger / Ecke Golßener Straße. Dabei handelt sich um die Stelle, an der der Friedhofsverband seit längerem ein Stück des Friedhofs verschandelt und als Wirtschaftshof nutzt. „Das ist doch nur ein Komposthaufen!“ erfährt, wer beim Friedhofsverband nachfragt. Es ist alles getan worden, um hier einen Müllhaufen zu inszenieren. Dabei ist das „Grundstück“ nach wie vor als Friedhof ausgewiesen, nicht „entweiht“ und auch Gräber befinden sich dort, wenn auch nicht viele. Sonderparagraph 246 Baugesetz, der bis 31.12.2019 das Bauen im sog. Außenbereich ermöglichen soll, kann hier, da es sich um ein Berliner Flächen- bzw. Landesdenkmal handelt, nicht angewandt werden. Somit könnte auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße nur dann gebaut werden, wenn das Berliner Landesdenkmalamt (oberste Fachbehörde) doch noch zustimmen sollte oder aber die Senatsverwaltung für Kultur und Europa zu Gunsten der Evangelischen Kirche eingreifen würde. Am 10.10.2019 fand durch den Landesdenkmalrat eine Begehung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Folgetag, dem 11.10. gab dieser zur Bebauungsfrage eine Empfehlung, de facto eine Nicht-Empfehlung, ab, die am 30.10.2019 auf der Website der Senatsverwaltung für Kultur und Europa veröffentlicht wurde. Hier gekürzt:
„Bei dem zur Diskussion stehenden Neubauprojekt „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes handelt es sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von […] Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche. Das Baufeld resultiert nicht aus städtebaulichen Überlegungen. Es überlagert eine der als Alleen ausgebildeten Hauptachsen […]. Der Denkmalwert des Friedrichs-Werderschen Friedhofs und der angrenzenden Friedhöfe ist unstrittig. Ein Baukörper des geplanten Ausmaßes und der vorgesehenen Positionierung wird die Lesbarkeit und Substanz des Gartendenkmals beeinträchtigen. […] der geplante Neubau an dieser Stelle städtebaulich nicht hinreichend durchdacht ist und auf die Struktur des Friedhofs keine Rücksicht nimmt. Da es sich nicht um eine temporäre Maßnahme handelt, sondern letztendlich um eine generelle Umwidmung in Wohnbauflächen, sind keine Ausnahmetatbestände erkennbar. Der LDR […] regt in diesem konkreten Fall jedoch an, für den geplanten Neubau einen alternativen Standort zu finden.“

Zusammensetzung des Landesdenkmalrates (Mitglieder werden vom Senat auf Zeit berufen): Marcia Haldemann, Prof. Dr. Matthias Noell, Prof. Dr. Michael Krautzberger, Prof. Thomas Will, Dipl.-Ing. Jórunn Ragnarsdóttir, Prof. Volker Staab, Prof. Dr. rer.pol. Kristi, Dr.-Ing. Sylvia Butenschönn Wellner, Erik Roßnagel, Dipl.-Ing. Christine Edmaier, Prof. Dipl.-Ing. Frank Prietz, Prof. Dr. Elisabeth Merkatum

Appell (Bergmannfriedhoefe.de): Hiermit appellieren wir an jene, die demnächst über den Bauantrag befinden werden, die Argumente und Sorgen der vielen Fachleute und auch der Gegner jeder Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen zu berücksichtigen und das abwegige, von einigen Pfarrern der Evangelischen Kirche vorangetriebene („lukrative“) Projekt für gerade einmal 165 Menschen (andere Quelle spricht von nur 141 Personen) abzulehnen. Es wäre ein zu tiefer Eingriff in das Landesdenkmal. Wir erinnern auch daran, dass sich bereits Ende 2016 über 3500 Berliner/innen bei einer Straßenumfrage rund um diese Friedhöfe namentlich gegen das Projekt ausgesprochen haben. Auch Naturschützer sind alarmiert. Auch deshalb haben wir die markierten Bäume, die für einen Neubau weichen sollen, fotografiert und vermessen. Einer von ihnen – eine Eiche – hat dem Friedhofsverband bereits „die Stirn geboten“ (Strafandrohung bei Fällung: 50.000 €). Weitere Bäume, die keine Nummer erhalten haben, sollen sich auf dem Baugrundstück befinden.


24. November 2019
Vom Ende der Bürgerbeteiligung

Titel: Vom Ende der Bürgerbeteiligung. Die Kreuzberger hätten mitreden sollen: Bei der Umgestaltung der Bergmannstraße, bei der Umwandlung der Bergmannfriedhöfe, sowie beim Ausbau der historischen Bockbrauerei. Reden durften sie, nur gehört wurden sie nicht. Ein Kiezgespräch / Horst Unsold, In: Kreuzberger Chronik, November 2019 / Nr. 214, S. 8-13 (als PDF öffnen)


14. November 2019
Die Zählung ergab die Zahl „3802“!

Von September bis Dezember 2016 wurden in Kreuzberg in der Nähe der denkmalgeschützten Friedhöfe an der Bergmannstraße 3802 Unterschriften gegen Wohnungsbau – vorgesehen auf einem der vier Friedhöfe – gesammelt. Die Evangelische Kirche hat das Votum überhaupt nicht interessiert. Im Oktober 2019 hat der Evangelische Friedhofsverband beim Bezirksamt einen Bauantrag für ein unterkellertes 5-stöckiges Gebäude in der Größe des gegenüberliegenden Gebäudes (Polizeigelände) eingereicht.


13. November 2019
Was heißt „er plane“ – was heißt „sie soll“?

Die Berliner Morgenpost berichtete vor fünf Tagen, der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte plane an der Jüterboger Straße auf einer Friedhofsfläche des Kreuzberger Friedhofs Friedrichswerder eine neue Flüchtlingsunterkunft. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann soll die Planung unterstützen.


13. November 2019
Brief an Berlins Obere Denkmalschutzbehörde

Sehr geehrte Frau Burtin,

Sie haben gestern einige Mitglieder der Bürgerinitiative gegen eine Bebauung des Friedhofs an der Jüterboger Straße aufgefordert, Ihnen zu schreiben. Ich hoffe, diese Aufforderung war kein Akt bloßer Höflichkeit, sondern ernst gemeint. Deshalb schreibe ich Ihnen.

Ich wohne seit vielen Jahren am Friedhof, meine Mutter und viele meiner Freunde sind dort begraben. Ich bin Journalist und lange für die ZEIT und Frankfurter Rundschau aktiv gewesen. Darüber hinaus gebe ich seit 20 Jahren die Kreuzberger Chronik heraus und habe für eine Reportage über die Veränderungen auf den Friedhöfen neben der Süddeutschen Zeitung und dem Sender 3sat einen Preis erhalten. Ich erwähne das, um deutlich zu machen, dass ich mit dem Thema vertraut bin.

Ich möchte mit diesem Brief darauf hinweisen, dass der ev. Kirchenverband es – entgegen seiner Versprechungen  – versäumt hat, die Bevölkerung über das Bauvorhaben ausreichend zu informieren. Er hat – vollkommen zu recht – befürchtet, dass er auf erheblichen Widerstand in breiten Teilen der Bevölkerung stoßen würde, wenn bekannt würde, was dort geplant ist. Das ist respektlos und unmoralisch.

Der Friedhof mit seinen historischen Gräbern und seiner Tier- und Pflanzenwelt ist eine selten gewordene Oase in der Stadt, die . . .
(weiterlesen)

Hinweis (Bergmannfriedhoefe.de): Hans W. Korfmann schickte diesen Brief zum Thema „Bebaung der Friedhöfe an der Bergmannstraße“ am 11.10.2019 an den Senat für Kultur und Europa, d. h. die Obere Denkmalschutzbehörde Berlins, zu Hd. von Frau Burtin, ohne freilich bisher eine Antwort zu erhalten.


4. November 2019
Oh my Gosh, all those sad and bitter days in Germany . . .

  • Banner am Friedhofszaun (Bild: 2.11.19)


1. November 2019, aktualisiert: 3.11.19
Landesdenkmalrat (Empfehlung)

(Nicht-)„Empfehlung des Landesdenkmalrats zur Bebauung des Friedrichs-Werderschen Kirchhofs an der Jüterboger Straße“, TOP 4 vom 11.10.2019 (veröff. am 30.10.2019)

„Bei dem zur Diskussion stehenden Neubauprojekt „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes handelt es sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von ca. 55 Metern, das ca. 38 WE für 165 Personen aufnehmen soll. Es ist am südlichen Ende des Friedhofes entlang der Jüterboger Straße vorgesehen und soll sich mit zwei kurzen Seitenflügeln 17 Meter in die Tiefe des Friedhofes erstrecken. Die zugehörigen Freiflächen reichen bis zu 45 Meter in den Friedhof hinein. Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche.
Das Baufeld resultiert nicht aus städtebaulichen Überlegungen. Es überlagert eine der als Alleen ausgebildeten Hauptachsen des Friedhofs und ist aus der Ermittlung von Flächen bestimmt, auf denen keine „Pietätsfristen“ im Wege stehen. Der Denkmalwert des Friedrichs-Werderschen Friedhofs und der angrenzenden Friedhöfe ist unstrittig. Ein Baukörper des geplanten Ausmaßes und der vorgesehenen Positionierung wird die Lesbarkeit und Substanz des Gartendenkmals beeinträchtigen. Der Landesdenkmalrat macht darauf aufmerksam, dass der geplante Neubau an dieser Stelle städtebaulich nicht hinreichend durchdacht ist und auf die Struktur des Friedhofs keine Rücksicht nimmt. Da es sich nicht um eine temporäre Maßnahme handelt, sondern letztendlich um eine generelle Umwidmung in Wohnbauflächen, sind keine Ausnahmetatbestände erkennbar.
Der LDR anerkennt grundsätzlich das Engagement des Friedhofsverbandes, bei der Schaffung von Wohnraum für Geflüchtete mitzuwirken. Er räumt auch ein, dass die Bebauung nicht mehr benötigter, auch denkmalgeschützter Friedhofsflächen in Einzelfällen berechtigt sein kann. Er regt in diesem konkreten Fall jedoch an, für den geplanten Neubau einen alternativen Standort zu finden.“

Hinweis (Bergmannfriedhoefe.de): Der Landesdenkmalrat (LDR) entwickelt Positionen zu denkmalgeschützen Objekten und veröffentlicht diese als „Empfehlungen“. Die Empfehlung zum Umgang mit dem Bauantrag der Evangelischen Kirche ist seit dem 30.10.2019 auf der Website der „Senatsverwaltung für Kultur und Europa“ einsehbar unter: https://www.berlin.de/sen/kulteu/denkmal/organisation-des-denkmalschutzes/landesdenkmalrat/positionen-und-empfehlungen/.

Seit mehr als drei Jahren wenden wir uns mit unseren beschränkten Mitteln gegen jede Bebauung auf den denkmalgeschützten Bergmannfriedhöfen. Wir freuen uns über die Expertise des Landesdenkmalrats und sehen uns durch seine Empfehlung in unserem Vorgehen bestärkt.

Auf der senatseigenen Website ist über den LDR zu lesen: „Dem für Denkmalschutz zuständigen Senatsmitglied steht mit dem Landesdenkmalrat ein interdisziplinär besetztes Beratungsgremium zur Seite. Es wird vom Senat berufen und besteht aus 12 Mitgliedern. Nach dem Denkmalschutzgesetz Berlin setzt sich der Landesdenkmalrat interdisziplinär aus Vertretern der Fachgebiete der Denkmalpflege, der Geschichte und der Architektur sowie paritätisch aus sachberührten Bürgerinnen und Bürgern sowie Institutionen Berlins zusammen. Der Landesdenkmalrat wird auf Vorschlag des zuständigen Senators (der Senatorin) vom Senat für die Dauer von vier Jahren berufen.“ Die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder des Landesdenkmalrats beraten den zuständigen Senator bei Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Mehr unter: https://www.berlin.de/sen/kulteu/denkmal/organisation-des-denkmalschutzes/landesdenkmalrat/


29. Oktober 2019
Naturschutz in Deutschland (Buchempfehlung)

Titel: Naturschutz in Deutschland: Rückblicke – Einblicke – Ausblicke / Michael Succow, Lebrecht Jeschke, Hans Dieter Knapp, Klaus Töpfer (Geleitwort), Fritz Brickwedde (Geleitwort). Das Buch wurde ausgezeichnet als Umweltbuch des Jahres 2013! Verlag: Ch. Links Verlag, 336 Seiten, Preis: EUR 30,00


25. Oktober 2019
Entwertung des Friedhofs zum Müllplatz

Titel: Entwertung des Friedhofes zum Müllplatz – um Denkmalschutz loszuwerden – danach Bauland – noch 2019 vorgesehen (3 Bilder) / Frau Bosse, In: Berliner Woche, 21.10.2019 (öffnen)


22. Oktober 2019
Angaben zum Vogelbestand

Eine Kennerin der Friedhöfe hat uns diese Zeilen geschickt:

* auf den Friedhöfen wurden 62-64 Vogelarten festgestellt, ca. 90 % sind fotodokumentiert / * weiterhin 13 Schmetterlingsarten, von denen 12 fotodokumentiert sind / * durch einen rücksichtslosen Umgang mit der Natur und gegen die Natur, haben sich die Vogelpopulationen teils dramatisch reduziert, einige Arten sind sogar nahezu „ausgelöscht“ / * leider sind die vorgefundenen Arten nur „sogenannte“ Allerweltsvögel, auch wenn diese inzwischen bekannterweise ebenfalls der Bedrohung unterliegen / * darunter sind aber auch Mittelspechte, Waldohreulen, Waldschnepfen und Pirole. Zu Gast waren ein Kuckuck und ein Schwarzspecht. / * durch teils häufiges und rücksichtsloses Mähen ist auch der Insektenbestand radikal zurückgegangen, was sich ebenfalls bestandsreduzierend auf die Vögel auswirkt.

Hinweis: Die Hinweisgeberin ist der Red. bekannt.


21. Oktober 2019
Die Eiche wird geschont. Andere Bäume könnten gefällt werden.

Nr. 1 (FW180) U=160 cm / Nr. 2 (FW 181) U=145 cm

  • Nr.1/FW180 - Linde mit Nüsschen (Bild: 8.8.2019)


Nr. 3 (FW182) U=370 cm (Strafandrohung bei Fällung)

  • Nr.3 - Eiche (U=3,8 m) mit Efeu bewachsen (Bild: 6.8.2019)


Nr. 4 (FW201) U=160 cm / Nr. 5 (FW 202) U=205 cm / Nr. 6 (FW 203) U=285 cm

  • Nr.6/FW203 - Esche (zur Fällung vorgemerkt) U=285 cm, hi. abgestorbene Eibe (Bild: 8.8.2019)


Nr. 7 (FW 224) U=110 cm

  • Nr.7/FW224, Birke (Bild: 6.8.2019)


Nr. 8 (FW223) U=130 cm

  • Nr.8/FW223 - Blau-Fichte (Bild: 21.7.2019)


Nr. 9 (FW207) U=200 cm / Nr. 10, U=145 cm

  • Nr. 9 (FW207), markierter Ahorn mit Früchten (Bild: 6.8.2019)


Nr. 11 / Nr. 12

  • Nr.12 - Pappel (Bild: 8.8.2019)


Verwahrlosung

  • Nr.3 - Eiche / Vermüllung neben Gräbern?! (Bild: 08/2019)


Hinweis: Weitere Bäume und Grabsteine sollen sich im hinteren Bereich des ca. 3000 m² großen Grundstücks befinden, auf welchem der Evangelische Friedhofsverband ein 5-stöckiges Gebäude errichten will. Anwohner und Nutzer der Friedhöfe sowie die Fachleute lehnen die geplante Bebauung ab.


20. Oktober 2019
Janosch geht!

  • Nach 10 Jahren verlässt Janosch die Bergmannfriedhöfe. Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute! (Bild: 26.9.2019)


20. Oktober 2019
Sachverständigenbeirat für Naturschutz und Landschaftsplege zur Umnutzung von Friedhofsflächen stützt in seinem Gutachten die Position der Bebauungsgegner

Wie wir erst jetzt erfuhren, veröffentlichte der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftsplflege, Prof. Dr. Ingo Kowarik, angesiedelt im Haus der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, am 14.3.18 einen Beschluss des Sachverständigenbeirats für Naturschutz und Landschaftsplege „zur Umnutzung von Friedhofsflächen in Berlin“. Sowohl die Mitglieder des Beirates als auch der Vorsitzende sind ehrenamtlich tätig. Alle, die sich gegen Bebauung auf den denkmalgeschützten Bergmannfriedhöfen wehren, danken den Sachverständigen für die Expertise und sehen sich dadurch in ihrem Anliegen bestärkt.

Titel: Beschluss des Sachverständigenbeirats für Naturschutz und Landschaftspflege zur „Umnutzung von Friedhofsflächen in Berlin“, Beiratsbeschluss –NL-14-03-18 (als PDF öffnen oder auf der senatseigenen Website einsehen: https://www.berlin.de/senuvk/natur_gruen/naturschutz/beirat/de/beschluesse.shtml)


6. Oktober 2019
Das Bergmannhörnchen

Auf den Bergmannfriedhöfen heimisches eurasisches Eichhörnchen


27. September 2019
Es tut sich was

Titel: Es tut sich was / Weltenende (Jakob van Hoddis), Editorial 5 (öffnen)


27. September 2019
Archäologische Grabung in Herrmannstadt

„Miteinander konnten sie nicht – ohne einander offenbar aber auch nicht!“ Archäologische Grabung / Hermannstadt. (Bild: K. Lückert – 15.7.2005)


7. September 2019
Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, den 8.9.19, dem „Tag des offenen Denkmals“ finden auf den denkmalgeschützten historischen Friedhöfen an der Bergmannstraße mehrere Veranstaltungen statt (siehe hier).


18. August 2019
Friedhofssäuberung im November

Titel: Friedhofssäuberung im November / K. Lückert (öffnen)


10. August 2019
Der Park des Herrn

In Der Park des Herrn setzt sich Michael Unfried kritisch mit den Absichten des Friedhofsverbandes auseinander. Er resumiert: „Immer wieder kommt es zu Unruhe auf den letzten Ruhestätten. Mal sind Wohnhäuser, mal ein Park zwischen den Grabstätten geplant.“ Selbst die Grünen bekommen inzwischen ihr Fett ab: „Die Zahlen machen deutlich: Grün ist in Berlin auf dem Rückzug. Die großen Wiesen stillgelegter Flughäfen, die Berliner Schrebergärten, die Grünstreifen entlang der Bahnstrecken, die letzten von der Natur zurückeroberten Nachkriegsbrachen, und nun sogar die Friedhöfe: Sie alle sind zu potentiellem Bauland verkommen und ins Visier einer Politik geraten, die auf Investoren baut. Die Grünen sind grau geworden. Betongrau.“ Und so stimmt uns sein Resumee traurig: „Die Stadtplaner des 21. Jahrhunderts machen vor dem Friedhof nicht halt. Ein Spaziergang im Grünen.“ Dies und anderes nachzulesen im Juli-Heft der Kreuzberger Chronik.

Titel: Der Park des Herrn. Immer wieder kommt es zu Unruhe auf den letzten Ruhestätten. Mal sind Wohnhäuser, mal ein Park zwischen den Grabstätten geplant. Die Stadtplaner des 21. Jahrhunderts machen vor dem Friedhof nicht halt. Ein Spaziergang im Grünen / Michael Unfried, In: Kreuzberger Chronik, Juli 2019 / Nr. 211, S. 20-25 (als PDF öffnen)


31. Juli 2019
Der Bergmannfuchs

Irgendwo auf den Friedhöfen. Ein Geflüchteter, dem es gut zu gehen scheint, obwohl sein Bau beschädigt wurde. (Bild: K. Lückert – 21.07.19)


6. Juli 2019
„Langer Tag der StadtNatur“

Am Samstag, den 25. Mai, führte Manfred Schubert (Geschäftsführer der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz e.V.) im Rahmen des Langen Tages der StadtNatur über den denkmalgeschützten Alten Luisenstädtischen Friedhof an der Bergmannstraße (Nähe Südstern). Thema: Natur- und Artenschutz.
K.-Ekkehard Gahlbeck (Pfarrer und Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbandes) gab währenddessen Auskunft zu anstehenden Baumaßnahmen (z. B. neue Wege), die bis Juli auf einer 2,6 ha großen Teilfläche dieses Friedhofs, dem angedachten sog. Friedhofspark, umgesetzt werden sollen. (öffnen)

  • Naturkundliche Führung über den Alten Luisenstädtischen Friedhof (Bild: 25.5.2019)

Bergmannfriedhoefe.de – 3. Mai 2019 (Ankündigung), aktualisiert: 6.7.19


2. Juli 2019 und später
Irgendwo auf den Bergmannfriedhöfen

  • Irgendwo - 19.6.19, 13:11


25. Mai 2019
400.000 Euro für den Dreifaltigkeitsfriedhof

Die Berliner Woche berichtete vor einer Woche, einige Kreuzberger Objekte würden vom aktuellen Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes profitieren. Darunter ist auch der Dreifaltigkeitsfriedhof II an der Bergmannstraße, der 400.000 Euro erhält. Bei dem Geld handelt es sich eigentlich um Eu-Fördermittel.

Titel: Geld für Denkmal-Sanierungen / tf, In: Berliner Woche, 18.5.19 (öffnen)


23. Mai 2019
Fünf Jahre Volksentscheid – feld for future!

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image.png

Pressemitteilung von 100% Tempelhofer Feld e.V., 19.5.2019
Samstag 25. Mai – 5 Jahre Volksentscheid – feld for future!

Am 25. Mai jährt sich der Volksentscheid zum Erhalt des Tempelhofer Feldes. Dieses Jubiläum wird von vielen verschiedenen Initiativen auf dem Feld gefeiert: Kundgebung, Picknick, Kinderprogramm, Ausstellungen, Radtour, Musik, Kino, … Der Verein 100% Tempelhofer Feld, Trägerin des Volksbegehrens, lädt zur Kundgebung „Feld for future“ ein. Mit Livebands und Redebeiträgen wird für das freie Feld demonstriert und das Jubiläum an vielen Orten auf dem Feld gefeiert.  wo? auf dem Tempelhofer Feld, Eingang Oderstraße, 13:00 – 21:00 Uhr. 2014 hatten 739.124 Berliner für den Erhalt gestimmt. Seitdem ist das Feld immer beliebter geworden, an schönen Tagen kommen bis zu 70.000 Menschen hierher. Trotzdem wurden schon kurz nach dem Volksentscheid Bebauungsideen immer wieder ins Spiel gebracht.
Nora Illanes von 100% Tempelhofer Feld ist überzeugt: „Wie schon 2014 versuchen Baulobby und SPD zu suggerieren, Neubau auf dem Feld würde steigende Mieten in Berlin verhindern. So ein Quatsch. Neubau alleine hat noch nie zu sinkenden Mieten geführt. Das ist ein Märchen. Die Mietenprobleme werden nicht auf dem Tempelhofer Feld gelöst, sondern müssen in Parlamenten und Verwaltung angegangen werden. Das Feld ist weltweit einmalig und darf nicht zum Vertuschen der eigentlichen Probleme benutzt werden. Für den Erhalt des Feldes haben die Berliner vor fünf Jahren nach zweijähriger Debatte gestimmt. Am 25. Mai sind alle eingeladen, dass freie Feld zu feiern!“ Für Gespräche im Vorfeld oder am Tag selbst stehen Vertreter der Initiative zur Verfügung. (Für den Verein Demokratische Initiative 100% Tempelhofes Feld e.V.: Diego Cardenas, Nora Illanes, Tom Küstner, Michael Schneidewind, Mareike Witt / Kontakt 0178 923 88 04, 01578 46 77 619)

Aktuelle Informationen und Termine zu 100 % Tempelhofer Feld e.V.:
Homepage: http://www.thf100.de/, Facebook: www.facebook.com/thf100, Twitter: www.twitter.com/thf100

Hinweis (Bergmannfriedhoefe.de): Vor fünf Jahren hatten 739.124 Berliner für den Erhalt des Feldes gestimmt! Die Redaktion von Bergmannfriedhoefe.de gratuliert zu diesem Erfolg.


23. Mai 2019
Das Tempelhofer Feld

„Blitze über dem Feld“ (Bild: B. L. – 9.8.18, 21.54 Uhr, unweit der Bergmannfriedhöfe in Blickrichtung Süden)

An die Friedhöfe an der Bergmannstraße grenzen in südlicher und südöstlicher Richtung weitere Grünanlagen an: der „Volkspark Hasenheide“, die „Gartenkolonie am Flughafen“, der „Sportplatz Züllichauerstraße“, die „Turngemeinde in Berlin 1848 e. V.“, der „Friedhof Lilienthalstraße“, der Friedhof Columbiadamm, das „Sommerbad Neukölln“ sowie als größte Fläche das „Tempelhofer Feld“. In nordwestlicher Richtung befindet sich der im Bergmannkiez gelegene Marheinekeplatz.

Die beiden Bilder vom Tempelhofer Feld hat uns ein Schüler des Leibniz-Gymnasiums überlassen.

„Blitze über dem Feld“ (Bild: B. L. – 9.8.18, 21.48 Uhr, unweit der Bergmannfriedhöfe in Blickrichtung Süden)


26. April 2019
Verhaltenskodex auf den Bergmannfriedhöfen

Welche Regeln und Vorschriften gelten eigentlich auf den evangelischen Friedhöfen an der Bergmannstraße? Was ist nicht erlaubt? Dazu gibt die Friedhofsverwaltung im Eingangsbereich jedes Friedhofs dezidiert Auskunft. (mehr . . .)


17. April 2019
Gerüchte

Alter Luisenstädtischer Friedhof: Nach Fällung jetzt Neupflanzung von Linden / Gerüchte um die Errichtung neuer Wege. 22 alte und wohl nicht mehr ganz (weiterlesen . . .)


3. April 2019
Erfreuliches

. . . zu der im März erfolgten Fällung von zwei Bäumen auf Dreifaltigkeit II: Zwischen dem 1. März und dem 30. September sind Fällungen nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Berlin eigentlich strikt verboten. Daher hatten Besucher besorgt reagiert. (mehr . . .)


8. März 2019
Rückblick auf den 8. März 2018

Liebe Freunde, ich möchte an den 8. März vergangenen Jahres erinnern. Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte hatte zu einer Begehung des Alten Luisenstädtischen Friedhofs am Südstern eingeladen. (weiterlesen . . .)

Titel: Rückblick auf den 8. März 2018 / K. Lückert


16. September 2018
Oh Lord, please don’t let me be misunderstood

Titel: „Oh Lord, please don’t let me be misunderstood“, Editorial 4 (öffnen)


19. August 2018
Auftaktveranstaltung „Friedhofspark“ am 8. März 2018

Der Treffpunkt: „Alter Luisenstädtischer Kirchhof“ (Bild: 8.3.18)

Titel: Die Auftaktveranstaltung „Friedhofspark“ am 8. März 2018 auf dem Alten Luisenstädtischen Friedhof an der Bergmannstraße (Beobachtungen und Anmerkungen) / K. Lückert (öffnen)


7. Juli 2018
Kirche und Partei

Viele haben vor bald zwei Jahren den Appell gegen jede Bebauung auf den Evangelischen Bergmannfriedhöfen unterschrieben! Bis heute hat das Bauprojekt kaum Befürworter. Dennoch will der Evangelische Friedhofsverband dort noch immer bauen – Denkmalschutz hin oder her! Unterstützung erfährt das sinistre Projekt bezeichnender Weise durch die Kreuzberger SPD. (mehr . . . )


6. Juli 2018
Was wird aus den Friedhöfen?

Im Sommerheft des Berliner Mietervereins (Mietermagazin 7+8 / 2018) stellt sich Birgit Leiß die Frage: „Was wird aus den Friedhöfen? Auszug: „[…] Die Flüchtlinge seien nur ein Vorwand, um einen Fuß in die lukrative Vermarktung als Bauland zu bekommen. Das sieht Heinz Kleemann ähnlich. Er sagt, der Friedhofsverband versuche, eine 2015 eingeführte Sonderregelung für seine Zwecke auszunutzen. […]“

Hinweis: Alle, die die Bebauung auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße ablehnen, können sich hier informieren. Auch Gegenargumente kommen nicht zu kurz.

Titel: Was wird aus den Friedhöfen? Über die Nachnutzung überzähliger Bestattungsflächen streiten Kirchen, Anwohner und Planer / Birgit Leiß, In: Mietermagazin, Sommerheft 1.7.18 (öffnen)


1. Juli 2018
Weitere Texte zum Thema

– Die Kirchhöfe an der Bergmannstraße oder kurz: die Bergmannfriedhöfe (öffnen)
– Die Bebauungsgegner und ihr Anliegen (öffnen)
– Eine Chronologie der Ereignisse (3/2016 bis 2/2018) (öffnen)
– Wie zu einer Veranstaltung in der Passionskirche eingeladen wurde (öffnen)
– Eine irritierende Umfrage aus dem Januar 2018 des Meinungsforschungsinstitiuts N.N. (öffnen)

Bergmannfriedhoefe.de – 1. März 2018, aktualisiert: 1.7.18


22. Juni 2018
Das Wortprotokoll zum Dringlichkeitsantrag der CDU

Das Wortprotokoll zum Dringlichkeitsantrag vom 30.5.2018 des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Timur Husein (Drucksache: DS/0764/V) in der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg (BVV FH-KB), Betreff: „Kein MUF auf einer Teilfläche des Friedhofs Jüterboger Straße“ [http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=8571] (öffnen)


4. Juni 2018
Der Dringlichkeitsantrag der CDU

Dringlichkeitsantrag des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Timur Husein, in der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg (Drucksache: DS/0764/V):

„Das Bezirksamt wird beauftragt, die Prüfung zur Einrichtung einer modularen Unterkunft für Flüchtlinge auf einer Teilfläche des Friedhofs Jüterboger Straße unverzüglich zu beenden.“

Der Antrag wurde in öffentlicher Sitzung am 25.04. vorbehandelt und am 30.05.2018 nochmals behandelt und abgelehnt.


1. Juni 2018
SPD

Alles wird immer besser – das Wetter und auch das politische Klima im Kiez . . .

Titel: Presseerklärung „180530.PM  Jüterboger-Straße“ / SPD Friedrichshain-Kreuzberg, 30.05.2018 (als PDF öffnen)


31. Mai 2018
Park oder Friedhof?

Hier setzt sich der Autor mit dem neuesten Einfall des Friedhofsverbandes, der sog. Friedhofspark-Idee, auseinander. Sein wenig überraschendes Resumee: „Das Misstrauen gegen die Friedhofsverwaltung ist gewachsen.“

Titel: Park oder Friedhof? Die alten Friedhofsmauern bröckeln, die Grabsteine kippen. Um sie vor dem Verfall zu retten, hat sich der Friedhofsverband jetzt einen Plan ausgedacht: Der Friedhof soll ein Park werden / Michael Unfried, In: Kreuzberger Chronik, Mai 2018 / Nr. 199, S. 22-27 (als PDF öffnen)


10. Mai 2018
Immerhin. Aber: „Was soll man . . .?“

Titel: Immerhin. Aber: „Was soll man?“, Editorial 3 (öffnen)


04. Mai 2018
Zur Standortdiskussion für Flüchtlingsunterkünfte

In der Berliner Woche befasst sich Thomas Frey am 3. Mai mit dem Dringlichkeitsantrag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Timur Husein, der in der BVV bekanntlich vergeblich darauf drängte, die Prüfung einer Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen „unverzüglich zu beenden“. Husein führt in seinem Antrag verschiedene Argumente gegen eine Bebauung ins Feld: Totenruhe, Natur- und Denkmalschutz und Einwände von Anwohnern.

Titel: Suche nach Alternativen. Diskussion um Standorte für Flüchtlingsunterkünfte / Thomas Frey, In: Berliner Woche, 3.5.18 (öffnen)


04. Mai 2018
Starke Einwände gegen Flüchtlingsunterkünfte

Vor einigen Wochen berichtete die Berliner Woche von „massiven Einwänden des Landesdenkmalamtes“ und „Protesten von Anwohnern“, die dazu geführt hätten, dass wohl keine Flüchtlingsunterkünfte auf den Bergmannfriedhöfen errichtet werden.

Titel: Massive Einwände gegen Flüchtlingsunterkünfte / tf, In: Berliner Woche, 20.3.18 (öffnen)


18. März 2018
Ein Park zwischen den Gräbern

Detailreich beschreibt der Autor den Verlauf der Veranstaltung, in der die sog. Friedhofspark-Idee präsentiert wurde und gibt zusätzlich einen erfreulichen Hinweis zum Stand des Baus von Flüchtlingsunterkünften an der Jüterboger Straße. Ausschnitt:

„[…] Von besser gestalteten Wegen in diesem Bereich war die Rede, einer Art Naturerfahrungsraum, Patenschaften für die dort befindlichen Mausoleen, mehr Informationen zur Geschichte und Bestattungskultur, ebenso wie von einem Hörweg, Kunstinstallationen sowie einem weiteren Zugang von der Züllichauer Straße. Nichts wäre aber bisher entschieden. Deshalb war der Dialog mit der Bevölkerung wichtig, dessen Auftakt am 8. März stattfand. […] Der Friedhof ist außerdem ein großes Biotop für seltene Tiere und Pflanzen. […] Am südlichen Rand der Friedhöfe an der Bergmannstraße, an der Jüterboger Straße, war im vergangenen Jahr eigentlich der Bau von Flüchtlingsunterkünften vorgesehen, was nun aber vom Tisch zu sein scheint. Das Parkvorhaben ist in diesem Zusammenhang nur eine weitere, wenn auch im Vergleich eher niederschwellige Variante. Es wird auch deshalb forciert, weil dafür öffentliche Mittel akquiriert werden konnten […]“

Titel: Ein Park zwischen Gräbern: Pläne auf dem Luisenstädtischen Friedhof stoßen auf Argwohn / Thomas Frey, In: Berliner Woche, 16.3.18 (öffnen)


20. Dezember 2017
Storck essen Seele auf

Titel: Storck essen Seele auf, Editorial 2 (öffnen)


20.12.17 (mit Nachtrag vom 3.10.18)
Erklärung des Gemeindekirchenrats von Heilig Kreuz – Passion

  • Passionskirche mit Plakat (Bild: 13.12.2017)

Bild: 13.12.2017

Hinweis (Bergmannfriedhoefe.de – 20. Dezember 2017): Das an der Passionskirche angebrachte Plakat „Menschenfeindlichkeit schadet der Seele.“ wird durch die dazugehörige Erklärung „Menschenfeindlichkeit schadet unserer und Ihrer Seele.“ des Gemeindekirchenrats von Heilig Kreuz – Passion ergänzt.
Nachtrag (Bergmannfriedhoefe.de – 3. Oktober 2018): Plakat und zugehörige Erklärung wurden inzwischen entfernt.


12. Dezember 2017
SPD-Flyer

Ist es nur Gehässigkeit, die uns zur Dokumentation des Folgenden veranlasst? Nicht nur. Aber ein wenig schon . . .

Titel: Bauvorhaben Jüterboger Straße / SPD Kreuzberg 61, 14.01.2017 (Flyer als PDF öffnen)


21. Juni 2017
Postchristliche Immobilienvermarktung

Titel: Postchristliche Immobilienvermarktung / Mustafa Klein-Machnow (öffnen)


21. Juni 2017
Jesus loves you more than you will know

Titel: Jesus loves you more than you will know, Editorial 1 (öffnen)


21. Juni 2017
Das Land am Friedhofsrand

Sichtlich aufgewühlt nimmt der Autor in Das Land am Friedhofsrand die missglückte Anwohner-Informationsveranstaltung des Evangelischen Friedhofsverbands vom 24.1.17, als der Verband seine Baupläne vorstellte, aufs Korn und gelangt zu einem erstaunlichen Resumee:

„[…] Die vom Friedhofsverband und der Politik angesetzte Informationsveranstaltung am 24. Januar hätte Klarheit bringen können. Doch die Bürgerinitiative sorgte schon im Vorfeld für Turbulenzen: Pfarrer Storck nutzte die Redefreiheit vor dem Altar nicht allein dazu, das Evangelium, sondern auch die angebliche Nähe der Bürgerinitiative zur AFD zu verkünden. Die SPD verteilte Flugblätter und bezeichnete die Baugegner als Rechtspopulisten. Sogar vermeintlich linke Antirassisten erklärten sich mit der Kirchengemeinde solidarisch und behaupteten, es ginge der Neukreuzberger Müslifraktion lediglich darum, ihren Kiez von Flüchtlingen ’sauber‘ zu halten. Es wurden schwere, gefährliche verletzende Geschütze aufgefahren. […] Jeder Einwand, jeder Alternativvorschlag seitens der Skeptiker gegen das Bauprojekt wurde von einer erstaunlich stark vertretenen SPD-Fraktion und treu versammelten Gemeindemitgliedern in den hölzernen Rängen schon im Ansatz erstickt. […] Es war eine traurige Veranstaltung. Die Kritiker wurden immer stiller. Vergeblich versuchte eine Frau in der letzten Reihe zu Wort zu kommen. Als sie endlich das Mikrophon erhielt, wurde es ihr wieder abgenommen. […].“

Titel: Stadtoasen. Das Land am Friedhofsrand / Hans W. Korfmann, In: Kreuzberger Chronik, Februar 2017 (als PDF öffnen)


21. Juni 2017
Die Tänzerin

Plakat „Die Tänzerin vom Baugrund“ (Bild: 02.04.2017)
Das zur Bebauung vorgesehene Gelände (Bild: 02/2017)

Titel: Die Tänzerin vom Baugrund (Plakat) / K. Lückert, Februar 2017 (als PDF öffnen). Das Plakat hing vom 2. bis 7. April auf dem vom 21. Januar bis 7. April 2017 markierten und zur Bebauung vorgesehenen Gelände des Friedrichswerderschen Friedhofs. Plakat und rot-weiße Absperrbänder verschwanden am 7. April.


21. Juni 2017
Die „Anwohner-Informationsveranstaltung“ in der Passionskirche am 24.1.17

Der Evangelische Friedhofsverband richtete am 24.1.17 in der Passionskirche am Marheinekeplatz ab 17 Uhr eine „Anwohner-Informationsveranstaltung“ aus, in der Pläne zur Bebauung eines Teils der Bergmannfriedhöfe vorgestellt wurden.

Hinweis: Schon bevor die Veranstaltung begann, zeigten einige Leute Präsenz vor der Passionskirche (Bilder davon siehe vorherige Nachricht). In der Kirche selbst wurden die Bebauungspläne zunächst vom Podium aus vorgestellt. Anschließend sollte eigentlich auch das Publikum gebührend zu Wort kommen. Doch sobald jemand gegen das Projekt zu argumentieren versuchte, wurde sie/er von fanatisierten Baubefürworterinnen und – befürwortern aus Kirchen- und SPD-nahen Kreisen niedergeschrien. Ein halbwegs fairer Austausch von Argumenten kam daher nicht zustande (vgl. auch Das Land am Friedhofsrand, Februar 2017 (als PDF öffnen) oder Postchristliche Immobilienvermarktung, Juni 2017 (öffnen).

  • Die "Anwohner-Informationsveranstaltung" (Bild: 24.1.17)


21. Juni 2017
Die Protestaktion auf dem Marheinekeplatz am 24.1.17

Unmittelbar vor Beginn der vom Evangelischen Friedhofsverband in der Passionskirche ab 17 Uhr ausgerichteten „Anwohner-Informationsveranstaltung“ kam es am Dienstag, den 24.1.17, auf dem Marheinekeplatz vor dem Haupteingang der Kirche zu einer Protestaktion gegen Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen. Zum Erstaunen fast aller Besucher der anschließenden Veranstaltung hatten die Protestierenden ungefragt Polizeischutz erhalten, da Antifa-Kreise im Vorfeld ernstzunehmende Drohungen gegen die Protestaktion in Umlauf gebracht hatten.

  • Protestaktion vor der Passionskirche (Bild: 24.1.17)

Das zur Bebauung vorgesehene Gelände (Bild: 02/2017)


21. Juni 2017
Das Baugelände 2017

Das zur Bebauung vorgesehene und mit Flatterband markierte Areal auf dem Kirchhof Friedrichswerder im Februar 2017:

  • Bild: 12/2016

  • Avisiertes Baugelände (Februar 2017)

Schweres Gerät zwischen den Gräbern auf dem sog. Wirtschaftshof des denkmalgeschützten Kirchhofs Friedrichswerder (Bild: 12/2016)


21. Juni 2017
Kirchhof Friedrichswerder II (Eingangsbereich)

  • Eingangsbereich Kirchhof (Juni 2017)

Hinweis zur Bebauungsabsicht: Siehe vorherigen Blogeintrag


21. Juni 2017
Kirchhof Dreifaltigkeit II (Eingangsbereich)

  • Eingangsbereich Kirchhof (Juni 2017)

Hinweis zur Bebauungsabsicht: Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte möchte einen an der Jüterboger Straße gelegenen Teil des Friedrichswerderschen Friedhofs an der Bergmannstraße bebauen. Dies wird von der Bevölkerung entschieden abgelehnt. Fast niemand befürwortet eine solche Entwicklung. Ein Bauantrag wurde allerdings noch nicht eingereicht. Ob später auch ein Teil des Dreifaltigkeitskirchhofs bebaut werden soll, wurde auf Nachfrage verneint. Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Nutzer der Friedhöfe an der Bergmannstraße, natürlich auch die Kirchenmitglieder – und nicht nur sie – bleiben skeptisch, zumal sie von der Bauabsicht auf dem Friedrichswerderschen Friedhof erst durch die Presse erfuhren. Hintergrund: Ende 2016 haben sich einige Tausend Menschen rund um diese Friedhöfe mit ihrer Unterschrift gegen jede Bebauung auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße ausgesprochen.

Hinweis zu neu angebrachten Verbotssymbolen: Wegen unschöner Vorkommnisse hält die Friedhofsverwaltung auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße neuerdings Verbotssymbole für erforderlich. Auch Aushänge wie jenen, der vor Taschen- und Fahrraddieben warnt, kommen zum Einsatz (Bild: 12.09.2016 / siehe hier)


21. Juni 2017
Kurze Einführung in das Thema

Durch die seit dem Jahr 2009 erfolgte Zusammenlegung vieler Friedhöfe unter die Aufsicht des Evangelischen Friedhofsverbands Berlin Stadtmitte schien sich zunächst nur wenig zu ändern. Lange war ja alles gut gegangen und so registrierten die Leute nicht, wie sich schleichend Veränderungen abzuzeichnen begannen. Auch uns ging es nicht anders. Doch einige sahen bereits damals genauer hin. Darunter war auch die im Kiez ansässige Kreuzberger Chronik, die anfing den Finger in die Wunde zu legen:

– 2009: Wohnen auf dem Friedhof. Die Mieten in der Bergmannstrasse werden immer teurer. Doch am Ende der Strasse liegen die Friedhöfe (öffnen)
– 2012: Aufstand auf dem Friedhof. Der Pfarrer und die Bestattungsunternehmer wollen bauen. Doch unter den Schäfchen regt sich Widerstand (öffnen)
– 2013: Bratwurst auf dem Friedhof (öffnen)
– 2015: Zwischenstation Friedhof (öffnen)

Im Frühjahr d. J. 2016 hatte dann jemand auf dem Friedhofsgelände eine Protestnote an der Tür des verwaisten Blumenladens hinterlassen, in der äußerst kritisch auf die zunehmende Vermarktung der Friedhöfe geschaut wurde. Dann kursierten auf einmal Gerüchte, es sei beabsichtigt auf den Bergmannfriedhöfen zu bauen; und in der Chronik erschien der Artikel Kein Frieden auf dem Friedhof.

Besonders missfiel den Leuten jedoch, dass sie dazu weder vom Friedhofsverband selbst noch von ihren Gemeinden irgendeine Information – und sei sie auch noch so klein – erhalten hatten. Nun erkundigten auch wir uns bei der evangelischen Friedhofsverwaltung und erhielten die lapidare Auskunft, der Verband sei zu arm, um die Anwohner zu informieren. Daraufhin bildete sich ein Diskussionskreis, der die Entwicklung zum Anlass nahm, die in der Bezirksverordnetenversammlung vertretenen Parteien und auch die Kirche selbst zu diesem Projekt zu befragen. Die Antworten fielen zwar nicht zufriedenstellend aber auch nicht beunruhigend aus. Dennoch oder gerade deshalb wurde noch im Herbst d. J. eine Unterschriftenkampagne gegen jede Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen durchgeführt. Resultat: Fast 4000 Unterschriften gegen das Projekt! Das waren erheblich mehr als erwartet.

Eine so große Gegnerschaft hätte eigentlich das Ende für das Projekt bedeuten müssen. Doch es kam anders: Als der Erfolg publik wurde, traten die ersten Neider und Widersacher auf den Plan. Was nun folgte, waren unschöne auf die Gegner des Projekts gemünzte Anschuldigungen.


21. Juni 2017
Dokumente zum Thema

Unterschriftenliste gegen Wohnungsbau auf den Bergmannfriedhöfen 08.09. bis 23.12.2016  (als PDF öffnen)
Flyer vom 08.09.2016, dem Beginn der Unterschriftenaktion  (als PDF öffnen)
Flyer vom 28.12.2016, nach Ende der Unterschriftenaktion  (als PDF öffnen)
Schreiben vom 17.07.2016 an die Kirche und deren Antworten  (als PDF öffnen)
Schreiben vom 17.07.2016 an die Parteien und deren Antworten  (als PDF öffnen)

Hinweis: Mit den unter „Dokumente“ aufgelisteten Schriften wendeten sich Bebauungsgegner im Jahr 2016 an die Öffentlichkeit. Die Unterschriften wurden in Kreuzberg auf der Straße und in weit über 30 Läden rund um die Friedhöfe an der Bergmannstraße gesammelt. Die Schreiben gingen per Post an Kirche und Parteien. Die Flyer wurden per Hand verteilt.


21. Juni 2017
Kein Frieden auf dem Friedhof

Vorausschauend resümiert der Autor: „Vielleicht hilft es dem Frieden auf der Welt, wenn die Kirche Nächstenliebe beweist und Flüchtlinge aufnimmt. Dem Frieden auf dem Friedhof dient diese Maßnahme nicht.“ Nicht umsonst gab es dafür den Aeternitas Medienpreis „Friedhof heute 2016“

Auszug aus der Preisverleihung: Der 2. Preis wird wie schon in den beiden letzten Jahren doppelt vergeben: Zum einen zeichnet die Jury den Beitrag „Kein Frieden auf dem Friedhof“ von Hans W. Korfmann aus. Dieser wurde am 1. März 2016 im Stadtteilmagazin „Kreuzberger Chronik“ veröffentlicht und schildert am Beispiel eines Berliner Friedhofs exemplarisch den derzeitigen Wandel in der städtischen Friedhofskultur. Dabei gelingt es dem Autor – auch sprachlich – hervorragend, das Kleine mit dem Großen, das Detail mit dem übergeordneten Ganzen zu verknüpfen. Der andere 2. Preis geht an Gero Günther für seine Reportage „Tag der Befreiung“, der am 21. Oktober 2016 im SZ-Magazin abgedruckt wurde. Günther hat Menschen begleitet, die mehr als 70 Jahre nach Kriegsende Gräber deutscher Soldaten in Osteuropa besuchen – häufig die ihrer eigenen Vorfahren. Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt er die Gefühle und Beweggründe der Reisenden und verdeutlicht dabei eindrücklich die „klassische“ Funktion des Friedhofs als wichtige Stätte der Erinnerung.

Titel: Kein Frieden auf dem Friedhof. Vom Sterben allein kann kein Friedhof mehr leben. Man sucht nach neuen Einnahmequellen. Und man ist fündig geworden / Hans W. Korfmann, In: Kreuzberger Chronik, März 2016, (als PDF öffnen)


21. Juni 2017
Protest am Blumenladen

Dreifaltigkeitsfriedhof a. d. Bergmannstraße: Jemand Unbekanntes brachte nach Schließung von Frau Rothes Blumengeschäft Anfang 2016 ein Protestschreiben an der Tür des verwaisten Ladens an, das sich gegen eine weitere Kommerzialisierung und touristische Vermarktung der Bergmannfriedhöfe richtet und auch die Wiederansiedlung eines Blumenladens fordert (siehe untenstehenden Text). Hintergrund: Zu der Zeit kursierte das Gerücht, es sei beabsichtigt, an Stelle eines Blumenladens ein weiteres Cafe anzusiedeln (Dazu ist es nicht gekommen / siehe Fotos unten). Das Protestschreiben:

Protest am Blumenladen (Bild: 19.6.2016)

  • Verwaister Blumenladen auf Dreifaltigkeit (19.06.2016)


Titel: Protest am Blumenladen / o.V. und o.T., erstveröff. Frühjahr 16 (öffnen)


21. Juni 2017
Start Webauftritt Bergmannfriedhoefe.de

Am 21.6.17 geht der Webauftritt mit folgenden Seiten an den Start:

Postchristliche Immobilienvermarktung /// Editorial 1 /// Das Land am Friedhofsrand /// Die Tänzerin . . . /// Die Anwohner-Informationsveranstaltung (24.1.2017) /// Die Protestaktion (24.1.2017) /// Das Baugelände 2017 /// Kirchhof Friedrichswerder II (Eingangsbereich) /// Kirchhof Dreifaltigkeit II (Eingangsbereich) /// Kurze Einführung in das Thema /// Dokumente /// Kein Frieden auf dem Friedhof /// Protestschreiben Blumenladen /// * KOMMENTARE * /// Kontakt /// Impressum

KEINE BEBAUUNG AUF DEN BERGMANNFRIEDHÖFEN

Hinweis: Dieser Blog existiert seit dem 1.6.18. Meldungen, die vorher (seit dem 21.6.17) auf Bergmannfriedhoefe.de an anderer Stelle veröffentlicht worden sind, wurden später in den Blog eingefügt. Die Sortierung der Meldungen richtet sich nach dem Datum der Veröffentlichung auf Bergmannfriedhoefe.de.

Bergmannfriedhoefe.de – 01. Juni 2018, letzte Aktualisierung: 9.11.20

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