LANGER TAG DER STADTNATUR 2019

Eine Veranstaltung im Rahmen des „Langen Tages der StadtNatur“ auf dem Alten Luisenstädtischen Bergmannfriedhof (ALF)

  • Naturkundliche Führung über den Alten Luisenstädtischen Friedhof (Bild: 25.5.2019)

Am Samstag, den 25. Mai, führte Manfred Schubert (Geschäftsführer der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz e.V.) im Rahmen des Langen Tages der StadtNatur über den denkmalgeschützten Alten Luisenstädtischen Friedhof an der Bergmannstraße (Nähe Südstern). Dabei erfuhren die Teilnehmer viel über die Bedeutung der Friedhöfe in Berlin und auch insbesondere dieses Friedhofs für den Natur- und Artenschutz. Herr Schubert wartete mit vielen Details auf. So führte er die Gruppe unter anderem zu einem kleinen Areal, auf dem eine äußerst seltene – in Berlin nur hier nachgewiesene – Pflanze in zahlreichen Exemplaren bestaunt werden konnte. Dasselbe gilt für einen bald hundert Jahre alten Buchsbaum, der demnächst in die Liste der Berliner Naturdenkmäler aufgenommen werden soll. Die Zeit war knapp bemessen für die Schönheiten der Natur. Vieles, so auch das Thema „Honig- versus Wildbiene“, konnte daher von Herrn Schubert nur gestreift werden.

K.-Ekkehard Gahlbeck (Pfarrer und Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbandes) gab währenddessen Auskunft zu anstehenden Baumaßnahmen (z. B. neue Wege), die bis Juli auf einer 2,6 ha großen Teilfläche dieses Friedhofs, dem angedachten sog. Friedhofspark, umgesetzt werden sollen. Er wurde von Katarina Henkys vom „Aktionsprogramm Grün“ des Friedhofsverbandes begleitet. Ein Teilnehmer wies darauf hin, dass der Begriff „Park“ bzw. „Friedhofspark“ für diesen Friedhofsteil irreführend sei, da es sich zwar um eine parkähnliche Fläche handele, diese aber weiter als Friedhof genutzt würde. Daher solle doch bitte künftig hier auf die Bezeichnung „Park“ verzichtet werden! So beurteile es auch das Berliner Landesdenkmalamt. Die quer zu den im Schachbrettmuster angelegten neuen Wege mögen zwar unterschiedlich bewertet werden, ändern aber am Status des Geländes selbst nichts. Erfreulicherweise ist die von vielen Anwohnern und Nutzern des Friedhofs befürchtete Öffnung zur Golßener Straße vom Tisch – zumindest was die nächsten fünf Jahre angeht, so Gahlbeck.

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Bergmannfriedhoefe.de – 3.5.2019, aktualisiert: 6.7.19

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