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Bergmannfriedhoefe.de – 21. Juni 2017

Bergmannfriedhoefe.de besteht seit Juni 2017.

84 Gedanken zu „* KOMMENTARE *

  1. Oh je, ich könnte heulen. Ich war am Wochenende mal wieder auf den Friedhöfen in der Bergmannstraße. Was passiert denn da auf dem Alten Luisenstädtischen Friedhof??? Der ist ja nicht wiederzuerkennen. Breite Schneisen wurden hineingehauen, wohl zukünftige Wege. Wozu? Der Wildwuchs ist kahlen Flächen gewichen. Was soll das? Der ehemals wunderschöne Platz mit den Bienenstöcken ist komplett zerstört. Kein Grün mehr, nur noch grauer Schotter. Mir gruselt vor dem, was im Zuge der „Parkgestaltung“ da noch kommen wird. Dieser Ort war unvergleichlich und jetzt wird er kaputtgemacht. Ich bin zutiefst traurig!

  2. In der Markthalle der Bergmannstraße habe ich Klaus kennengelernt. Wir haben uns unterhalten und er hat den Umbauprojekt erwähnt.
    Bevor ich nach Hause in Paris zurückfliege, wollte ich die Friedhöfe besichtigen. Eine sehr schöne Grünfläche mitten in der Stadt mit Bäumen und Eichhörnchen ! Wie sollte man so einen dummen Bauprojekt durchführen? Jeder Großstadt mangelt es an Grünflächen und Friedhöfe gehören dazu. Zwar ist manche Grabstätte ungepflegt aber nicht alle, dh dieses Bauprojekt könnte als eine Schändung angesehen werden.
    Die Bewohner dieses Berliner Gebiet müssen widerstehen. Ich komme oft zu Besuch in Berlin und glaube, dass die Berliner Bürger ihre Stadt bewahren müssen und ungehorsame Aktionen vollziehen ! So tun wir auch in Paris !

  3. Es wurden 22 Bäume auf dem Luisenstädtischen Friedhof gefällt, 18 werden ersetzt. So manche Bäume hätten gar nicht gefällt werden müssen, sondern aus Habitatsgründen durch Kronenschnitte erhalten werden können. Es gibt Fotos dazu.

    1. Es ist schlicht unmoralisch, wenn auf den Friedhöfen Berlins jetzt reihenweise Bäume gefällt und Büsche entfernt werden. Ebenso wie die Politik, die ihre massiven Baumfällungen in der Stadt mit der mangelnden Standsicherheit alter Bäume rechtfertigt, im Grunde jedoch nur Geld für Baumschnitt und Pflege einsparen möchte, argumentieren auch die Friedhofsverwaltungen ständig mit der „Verkehrssichheit“. Doch ginge es ihnen tatsächlich um das Wohl der Friedhofsbesucher, würden sie zunächst einmal die Löcher in den Wegen stopfen, denen jedes Jahr aufs Neue ältere Menschen zum Opfer fallen. Der Friedhofsverwaltung aber geht es ebenso wie der Politik nicht um die Sicherheit der Wege, sondern um eine Ausgabenreduzierung und Gewinnoptimierung. Auf Kosten einer Vegetation, die nicht nur für das Stadtklima, sondern für die Lebensqualität ganz allgemein von Bedeutung ist. Deshalb sind Berlins alte Friedhöfe überaus schützenswert, und zwar jeder einzelne Baum von ihnen.

  4. Betreff: Zerstörung von Friedhöfen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    – es gibt ein gutes Beispiel zur Behandlung von Friedhöfen: Bei den Menschen jüdischen Glaubens ist die letzte Heimat für einen gestorbenen Menschen sein Grab – und das für die Ewigkeit.
    Da die Christen immer wieder die jüdisch-christlichen Werte zitieren, warum verhalten sie sich nicht in der Erhaltung der Friedhöfe in diesem Sinn?

    Mögen wir inneren und äußeren Frieden nah und fern finden!
    anabarbaravonkeitz

  5. Großartig, dass wir noch in einem Kiez wohnen, in dem Initiativen wie diese entstehen. Danke für das Engagement und die Beharrlichkeit !!! Bitte nicht aufgeben !!! ( felix, seit 25 Jahren -immer sehr gern- in Kreuzberg)

  6. Zu den Unterstellungen und Angriffen von Seiten der Ev. Kirche möchte ich nur auf Psalm 139.23 verweisen: Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine.

  7. Die Absicht einer Bebauung der Bergmann-Friedhöfe scheint vom Tisch? Gut so! Schlimm genug, dass dieses Unterfangen ernsthaft geplant werden durfte und höchste Zeit für eine öffentliche Verzichtserklärung seitens der Kirche.
    Dass besonders die Lutherisch-Protestantischen längst keine Antworten auf die dringenden Fragen menschlichen Daseins mehr haben, empfind ich schon lange als höchst erbärmlich; um so mehr aber auch den Versuch, diesem Defizit durch den Verkauf ihrer Latifundien zu entgehen.

    Bis auf Weiteres
    Peter Unsicker

  8. Berlin hat eine hohe Lebensqualität. Das liegt unter anderem an den vielen Grünanlagen, wozu ich auch die Friedhöfe zähle. Grünanlagen sind Erholungs- und Ruhepunkte. Sie sind markante Punkte im Stadtbild und das oft seit vielen Jahrhunderten. Die Friedhöfe sind ein Teil unserer Geschichte und unserer Kultur. Damit gehören sie zu uns. Natürlich ist die Verlockung (auch politischer Art), Grünanlagen auf Grund aktueller Notwendigkeiten umzunutzen, groß und diese gab es immer wieder. Glücklicherweise hat eine gewisse Hartnäckigkeit in der Bevölkerung (denn sie liebt ihre innerstädtischen Ruhepunkte) in der Vergangenheit verhindert, daß noch mehr dieser kostbaren Klimaverbesserer bebaut wurden. Deshalb mein Appell an die Verantwortlichen. Laßt uns unsere innerstädtischen Oasen. Mögen sie noch so klein sein, scheinbar unbedeutend. Für die Bevölkerung sind sie wertvoll.
    Vielen Dank
    Hans, ein seit 40 Jahren hier lebender Zugezogener

  9. Ich dachte ja schon, die Bebauungspläne wären ad acta gelegt. Nun soll’s einen Friedhofspark geben. Wer braucht denn so was??? Ich bin weiterhin gegen Bebauung und gegen so einen Event- Friedhofspark. Lasst den Friedhof Friedhof bleiben!

  10. An der Stadtgrenze bzw. Landesgrenze ist auch noch Platz (kurz vor dem Speckgürtel).
    Da müssen die Geflüchteten nicht gemeinsam mit christlichen Toten wohnen.
    Ich selbst bin von der Argumentation der SPD enttäuscht; sie hat auf der ganzen Linie versagt und ist bereis seit Jahren dabei, Ihren eigenen Untergang zu schaufeln.

  11. Nachricht aus Berliner Woche, Ausgabe Kreuzberg Kalenderwoche 14 vom 04.04.2018:

    „Einwände gegen Unterkünfte.

    Kreuzberg. Das Vorhaben, auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße modulare Unterkünfte für Geflüchtete zu schaffen, scheint vom Tisch. Das Landesdenkmalamt habe gegen den Bau an dieser Stelle massive Einwände erhoben, wurde von mehreren Seiten bestätigt. Geplant waren Gemeinschaftsunterkünfte für etwa 160 Flüchtlinge.“

  12. ERHALTENSWERTES GRÜN AUF DEN FRIEDHÖFEN
    Die Friedhöfe im Berliner Stadtgebiet nehmen zusammen eine Fläche von rund 1.170 ha ein; das sind 1,41 % der Gesamtfläche Berlins. Für das Klima der Stadt haben sie eine vergleichbare Funktion wie die Grünanlagen, d.h. sie tragen zur Verbesserung der Luftqualität angrenzender Wohngebiete bei. Aufgrund der starken Versiegelung und Bebauung in der Innenstadt fließt ein Großteil des Regenwassers in die Kanalisation. Es kann vom Boden nicht aufgenommen werden und geht dem Grundwasser verloren. Verdunstung und Luftfeuchte sind über dem Stadtgebiet geringer als in unbebauten Flächen im Umland. Die Luft in der Innenstadt ist bei Hitze oft trocken und staubig. Auf Friedhöfen und in Grünanlagen, die größtenteils unversiegelt sind, kann der Boden mehr Wasser aufnehmen. Da die Bäume und Pflanzen das aufgenommene Wasser wieder an die Luft abgeben, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit. Sträucher und vor allem Bäume binden Kohlendioxid und Staubpartikel. Ein einziger großer Laubbaum reinigt in einer Stunde bis zu 4000 m³ Luft. Dabei werden 2 kg Kohlendioxid gebunden und fast 2 kg Sauerstoff abgegeben. Ein großer Baum bindet im Jahr außerdem rund 100 kg Staub.

  13. Ältere Menschen gehen bereits jetzt nur noch ungern zu ihren Gräbern, da sich der Friedhof zu einem Drogenumschlagplatz gewandelt hat. Im Zuge der Touristifizierung ist dies ganz klar so gewollt. Leider kommt es dem Friedhofsverband entgegen, denn dann kann man gleich noch mehr Gräber einebnen, um das Areal lukrativer zu nutzen. Da ältere Menschen in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden, interessiert es auch nicht weiter, Hauptsache man hat sie schnell beseitigt.
    Dass im Krematorium ein Cafe eingerichtet wurde mit dem Namen „Green Silent“ scheint ein sanfter Vorbote auf die engültige, vollkommene Verwertung des Menschen in Form von Kannibalismus, der auf der nichtkörperlichen Ebene in diesem ausufernden neoliberalen Raubtierkapitalismus bereits vorherrschend ist. Die Kirche hat sich schon immer dem jeweiligen System angeschlossen und gut davon profitiert. Sie ist ein Teil davon und macht bei anscheinend jedweder Zerstörung mit, wenn’s Kohle und Prestige einbringt und sie sich obendrein bei denen, die sich gerne an der Nase herumführen lassen, noch gutmenschlich darstellen kann.

  14. 90000 € soll die Zerstörung der Natur auf dem Friedhof zur Bespaßung von Touristen kosten. Die arme Stadt, die nie Geld hat. Dafür müssen dann andere zur Tafel gehen, weil die Bespaßung vorgeht. Selbst vor Friedehöfen gibt es keinen Respekt mehr. Die letzten Nischen werden vermarktet und den Massen, dem Lärm und dem Dreck ausgeliefert. Hauptsache die Natur wird dabei noch nachhaltig zerstört. Wie lange will man die Einwohner eigentlich noch quälen und zu rein wirtschaftlichen Zwecken mißbrauchen, sie regelrecht krank und kaputt machen. Es ist politisch vorgesehen, Friedhöfe zu einem Bespaßungs-, Drogen und Alkoholumschlagplatz zu machen, da dafür die Parks usw. nicht ausreichen. Es scheint für die Politik unerträglich zu sein, solche Nischen für Natur und Anwohner übrig zu lassen zu deren Erholung in einer immer unerträglicher werdenden Stadt. Die Gesundheit der Bewohner wird mit Füssen getreten, so wie es auch mit der Natur geschieht. Wir müssen unsere letzten Reservate retten. Natürlich werden die Stärksten am längsten in der Stadt überleben. Die anderen werden gemobbt und vorzeitig ins Jenseits befördert.

    1. Pflegeschnitte in der Vegetationszeit werden von starken Rückschnitten nicht angemessen unterschieden. Die Naturschutzverbände greifen erst dann ein, wenn in größerem Maß gerodet wird oder wenn Brutstätten beschädigt oder vernichtet werden. Dabei ist doch die gängige Salamischeiben-Taktik eine schleichende große Gefahr für den Friedhof.

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