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Bergmannfriedhoefe.de – 21. Juni 2017

Bergmannfriedhoefe.de besteht seit Juni 2017.

84 Gedanken zu „* KOMMENTARE *

  1. Der geplante Friedhofspark ist keine Verbesserung für den Friedhof an der Bergmannstraße. Vorgesehene Klanginstallationen brauchen wir nicht und Konzerte stören die Ruhe. Eine Öffnung des Friedhofes an der Züllichauer Straße kann zudem leicht dazu führen, daß das Areal nicht mehr nur im eigentlichen Sinne genutzt wird. Die typische Stimmung dürfte immer mehr verloren gehen. Wer beschützt den Ort ausreichend vor eventuellen Schäden? Die eigentliche Begründung des Pfarrers für den Bau des Friedhofsparks ist, daß die Evangelische Kirche angeblich kein Geld für die Friedhofspflege hat, weil zuwenig Bestattungen stattfinden und weil es immer mehr Urnenbeisetzungen gibt. Wenn wir aber einen Bevöllkerungszuwachs in Berlin haben, brauchen wir die Flächen sicher und außerdem soll unser Friedhof so wie er ist, für die erhalten bleiben. Wie es scheint, wollen ihn die meisten Menschen so bewahren. Mit einer Finanzierung durch das Land Berlin und die EU bekäme die Kirche 90000 Euro an Baukosten und 15000 Euro für die Planung. Da kann man sich vorstellen, daß einiges geändert werden soll.

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  2. Der geplante Friedhofspark dient als weiterer Touristenkulturrummel. Wenn der neue Flughafen läuft, werden lt. Visit Berlin Massen an internationalen Touristen, vor allem aus China, die Innenstadt und die Friedhöfe an der Bergmannstraße mit allem was dazugehört fluten: Lärm, Dreck, Massengetrampel in der Natur. Es wird forciert, jede letzte Nische in der Stadt zu bewerben und den Touristenströmen zugänglich zu machen. Damit ist die dringend benötigte Ruhe, die es schon jetzt nur noch rudimentär auf Friedhöfen gibt, auf denen bis jetzt Totenruhe verordnet war, vorbei. An der TU Berlin laufen Forschungen in der Hinsicht, daß die Stadt – insbesondere Kreuzberg – mit dem Massentourismus und am meisten Verdichtung, dringend Ruheorte braucht, weil nur dies noch eine Erholung für massiv und massenhaft Lärmgeschädigte ist. Und mit Ruhe ist Ruhe gemeint: keine Konzerte, keine Klangschalen, keine Gruppenevents. Selbst ein Atheist bekommt ein Trauma, wenn ein Friedhof zum Eventort werden soll, was natürlich wie auf der Veranstaltung am 8.3. auf dem Luisenstädtischen Friedhof (Stichwort: „Friedhofspark“) so von den Vortragenden nicht gesagt wird. Sonst wäre ja gleich jeder dagegen. Es wurde so getan, als würde man das alles für die Anwohner machen. Und natürlich fallen manche auch darauf herein. Es muß klar sein, es wird nur was getan, wenn die Kohle wieder irgendwie reinkommt oder das Touriprestige (Ballermannhauptstadt) bedient wird. Wir sind nur Statisten, damit es Eingeborenenglotzen geben kann für Touristen. Ich empfehle dazu das Buch „Die elfte Plage“. Dies läuft dann unter dem neuen Visit Berlin Motto „Go lokal“. Dass Tourismus in Massen die Wohnungsnot noch verstärkt, dürfte wohl auch jedem klar sein. Dass deshalb dringend benötigtes Grün geopfert wird, welches unter anderem zur Abkühlung einer heißer werdenden Stadt benötigt wird, ist auch klar. Besonders für diejenigen, die schwächer sind, z.B. Alte und Kranke, die nur noch aus der Öffentlichkeit wegtabuisiert werden. Wen interessiert es schon noch, was sie wollen, brauchen, denken. Lt. Bürgermeister Müller sind wir doch eine junge Stadt! Wahrscheinlich denkt man sich: sollen sie doch schneller verrecken, ist gut für die Demografie, spart Rentengelder. Über was man nicht spricht, existiert auch nicht. So leiden sie still vor sich hin, oder brechen weinend auf dem Friedhof zusammen.
    Nun wurde auf der Auftaktveranstaltung am 8.3. (Motto: „Friedhofspark“) auf dem Luisenstädtischen Friedhof zur Rechtfertigung der Zerstörung von Natur und Ruhe auf dem Friedhof eine alte Untersuchung von 2006 herangezogen. Gesagt wurde dies aber erst nach Nachfrage. Jeder weiß, wie schnell sich die Stadt in den letzten 12 Jahren verändert und an Einwohnerzahl, besonders in Kreuzberg, zugenommen hat. Deshalb werden in Zukunft nicht wie gewollt, um Reibach zu machen die Begräbnisse zurückgehen, sondern wieder zunehmen. Die Menschen wollen nämlich wieder ein richtiges Grab, das sie bepflanzen können. Es sollen nun auch ungeborene tote Säuglinge begraben werden, was neu ist! Diese Tatsache sollte unter Vortäuschung nicht repräsentativer uralter Untersuchungen unterschlagen werden. Das Bekenntnis von Frau Buschke von Stattbau, daß Tiere und Pflanzen nicht so wichtig seien wie Kultur, war ein Schlag ins Gesicht vieler anwesender Naturschützer, die sich seit Jahren ehrenamtlich um die einzigartige Natur – gerade auf den Friedhöfen – bemühen, denn sonst ist sie praktisch kaum mehr vorhanden. In den angelegten Parks jedenfalls nicht! Erst alle freundlich einladen, sie sprechen lassen und dann draufhauen. Auch lachend den Teilnehmern, die keinen Zugang zur Züllicherstraße wollen, weil klar ist, auf was das hinausläuft, die Machtmuskeln zeigen, indem gesagt wird, daß das nicht verhindert werden kann. So wurde ausgelotet, wo Widerstand ist, um ihn argumentativ zu brechen mit Argumenten und Ignoranz, indem man nicht auf Einwände antwortet, sondern immer wieder freundlich nach Ideen der Umgestaltung fragt. So sollen wir das Gefühl bekommen, wir dürften bei etwas mitmachen, es aber eben nicht verhindern. Den Touristen wird dann erzählt, daß die netten Einwohner dies alles für umsonst für sie gemacht hätten. Das ist kein Witz, so werden wir mißbraucht. Und die Stadt Berlin ist auch sehr gerne bereit, dann den ganzen entstandenen Müll auch wieder mit Donnergetöse zu entsorgen. Die Pflanzen werden dann wie überall zu Tode bepißt, bekackt und bekotzt. Die Vorstellung ist furchtbar.

  3. Wir stellen fest, daß auch in der Vegetationszeit ab dem 1. März weiterhin Schnittmaßnahmen durchgeführt werden, was eigentlich nicht erlaubt ist. Kleinere Pflegemaßnahmen schon, aber was wir dokumentiert haben, sind auch starke Rückschnitte bei bald blühenden Sträuchern, wie den gelben Forsythien. Die typischen Frühlingsblüher wurden auf ca. 25 cm herunter geschnitten. Das bedeutet bei diesem Strauch, daß die Knospen für dieses Jahr nicht mehr nachwachsen und deshalb deren Blüte ausfällt. Was uns sehr besorgt, ist, daß die immergrünen Eiben u.ä. immer mehr ausgelichtet werden. Auch andere Blühsträucher wurden jetzt, zur falschen Zeit, beschnitten. Die Friedhofsverwaltung gab den Auftrag dazu. Unser Hinweis auf die Vegetationszeit nach dem Bundesnaturschutzgesetz nach § 44 zeigt dort keine Wirkung. Deshalb haben wir nun den BUND angeschrieben und auch einige Fotos geschickt. Bitte haltet Eure Augen auf und dokumentiert hier weitere erhebliche oder widersinnige Rückschnitte und teilt sie uns bitte hier sofort mit! Danke und viele Grüße

  4. Die Ev. Kirche Berlin Mitte Süd, vertreten durch Hr. Quandt Pfr. im Unruhestand, will seit über 10 Jahren den denkmalgeschützten Friedhof, d. h. ein Teilstück an der Jüterboger Straße, zu Bauland machen (Siehe Kommentar von Peter vom 24.06.17). Herr Quandt dachte, es könne so gehen wie an der Barfussstraße in Wedding, wo 2017 ein ganzer Friedhof als Bauland verkauft worden ist und dem Friedhofsverband Mitte Süd einen warmen Geldregen bzw. Geldsegen eingefahren hat. Auf dem ehemaligen Friedhof entsteht ein neues Stadtquartier (Das finden Sie bei Google unter Berliner Woche Wedding oder Mitte). Vom Gesetz her geht das an der Jüterboger Straße nicht, weil die „Bergmann-Friedhöfe“ unter Denkmalschutz stehen.
    Zufällig kamen die Geflüchteten zu Hilfe und die Möglichkeit über § 246 „normale“ Friedhöfe (ohne Denkmalstatus) temporär für mobile Unterkünfte zu nutzen. Dabei werden gängige Planungsinstrumente wie Flächennutzungsplan und Bebauungsplan ausgehebelt, weil beschleunigtes Verfahren wegen der Geflüchteten. Herr Quandt ahnte seine Chance. Seitdem bietet er für lau das Gelände an der Jüterboger Straße für Flüchtlingswohnheim an. Der Denkmalschutz steht dem entgegen. Herr Quandt lässt nicht locker. Er bietet „sein“ Grundstück weiter an. Der Senator für Finanzen und Senatorinnen für Soziales und Stadtentwicklung sind für die Bebauung des denkmalgeschützten Friedhofes an der Jüterboger Straße. Der Denkmalschutz ist dagegen. Ob Herr Lederer sich dem Denkmalschutz und der Kultur verantwortlich zeigt oder seine Parteigenossinnen stärkt, kann man sich denken. Das Abgeordnetenhaus wird darüber entscheiden und Bürgermeister Müller – aber auch nur, weil Pf. Quandt das Grundstück mit hohem Druck anbietet. Sonst wäre das überhaupt nicht so weit gekommen. Der Senat hat kürzlich allen Bezirken weitere Flüchtlingsstandorte zugewiesen, auch zwei für Friedrichshain-Kreuzberg. Das sind Flächen in Landes- oder Bundeseigentum. Es gibt sie also noch, die Flächen. Man muss dafür keinen denkmalgeschützten Friedhof nehmen und schon gar nicht das moralische Getöse der Herren Pfarrer Quandt, Gahlbeck und Storck glauben. Sie sind nur am Verkauf der wertvollen Grundstücke interessiert. „Die armen Flüchtlinge“ im wahrsten Sinne des Wortes dafür „zu benutzen“ ist ihre einzige Chance.

  5. Ein Friedhof soll ein Ort der Ruhe, der Trauer und der Besinnung bleiben. Also kein Friedhofspark. Bei der Umwandlung von Friedhöfen in angrenzende Parks hat es sich gezeigt, daß es anschließend alles andere als ruhig war auf dem angrenzenden Friedhof. Auch keine Events, denn davon gibt es schon genug und sie sind immer laut und es finden Happenings in Gruppen statt. Es scheint auch hier darum zu gehen, daß eine Stattbau möglichst viel macht und eben damit möglichst viel verdient. Ein Friedhof ist kein Animationsort wie im Pauschalhotel. Die Übersättigung mit „Kultur“, „Events“ in dieser Stadt ist unerträglich geworden. Sie ist nötigend, übergriffig und extrem belästigend und soll die Menschen wohl vom eigenen Denken, Fühlen, Erleben abhalten. Leider fallen viele auf diesen öffentlichen Event-Hype herein, der vor allem irgendwelchen Geschäftemachern dient und als Ablenkungsmanöver nach dem Motto: gib den Leuten ihren Spaß und man kann mit ihnen machen, was man will. Die Natur soll sich entfalten, wie sie es vor einiger Zeit noch konnte. Viele einzelne Spaziergänger dort wollten genau das und sie haben die relativ unberührte Flora und Fauna genossen. Dazu braucht es dann nichts extra Angelegtes, also keine Benutzung irgendeiner Art, die nicht dem eigentlichen Interesse eines Friedhofs dient. Es wurden schon genug innerstädtische Parks auch zutode angelegt, womit man mich daraus vertrieben hat.

  6. Bebauung auf den Friedhöfen steht dem Denkmalschutz- und dem Naturschutzgedanken entgegen. Jeder, der die Friedhöfe an der Bergmannstraße kennt und mag, sollte daher gegen Bebauung auf solchen denkmalgeschützten Flächen sein! Ich denke, Denkmalschutz und Schutz für Pflanzen und Tiere lassen sich in Einklang bringen. Schulkinder werden dann auch künftig seltene Vogelarten beobachten können. Solche Positionen scheinen es aber nicht bei allen leicht zu haben. Glücklicherweise sind die meisten inzwischen jedoch sensibilisiert. Und: Bitte keine Umbenennung von Friedhofsteilen in Konstrukte, in denen der Begriff „Park“ auftaucht! So gut es gemeint ist, wir wissen wie es um unsere Parks steht. Und dann: „Geflüchtete“ dürfen nicht als Argument für Bebauung herhalten!

  7. Wir müssen die letzten Grünflächen – und dazu gehören auch die Friedhöfe – schützen. Die Lebensqualität geht immer weiter runter. Für die Schwächsten ist es schon viel zu unerträglich und schwerst krank machend. Es ist deprimierend, daß dieses Vorgehen selbst von Umweltverbänden unterstützt wird, die sich kaufen lassen und alles verraten, wofür sie einst angetreten sind. Wie grausam und lebensfeindlich soll es noch werden? Wieviel Leid müssen wir noch hinnehmen?

  8. So ist doch Ballermann ein probates Mittel der Verdrängung in dieser Stadt, was der Politik durchaus bekannt ist. So kann sie anschließend sagen, es gibt ja keine Angehörigen mehr, die ihre Gräber besuchen und keine Ruhe suchenden Spaziergänger mehr, die auf der Flucht vor Lärm in ihrem Wohngebiet sind. Ein Mittel den Friedhof dadurch zu räumen und eine weitere Legitimation ihn bebauen zu können. Damit die Politik ihr vielleicht rudimetär vorhandenes Gewissen endgültig los wird. Dies hat schon mit der Randbestückung vom Cafe begonnen, wo sich selbst Tote im Grab umdrehen, wenn sie sich das gellende und kreischende Gelächter anhören müssen. Religiöse Old-School-Menschen fallen vom Glauben ab, was ganz im Sinne der politischen Strategie ist. Sie sind ein lästiges Überbleibsel und störend für die Wirtschaft und die neue Kultur dieser Stadt, die daran arbeitet, alles zur Kultur zu erheben, wenn es ihren kommerziellen und Vertreiberinteressen dient. So läßt sich das Niveau an Kultur in unfassbare Niederungen immer weiter unterbieten und ausschlachten.

  9. Das würde euch wohl so passen, ihr islamophobe Ratten! Jetzt versteckt ihr euch hinter der Maske von biederen Kreuzbergern. Ihr glaubt wohl, ihr könnt mit euerm unverständlichen Gefasel, das auch noch einer mit muslimischen Namen geschrieben haben soll, euch vor dem retten, was euch sowieso blüht.
    WIR KRIEGEN EUCH ALLE; IHR OPFER !!!
    NIE wieder FASCISMUS
    x-berg-burning

  10. Jetzt also auch auf dem Kirchhof Friedrichswerder und später dann wohl noch auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof. Hab’s erst gar nicht glauben können, sind die Bergmannfriedhöfe doch auch ausgewiesene Berliner Gartendenkmäler. Wirklich gut, dass ihr das angepackt habt und jetzt auch mit eurer Website für Aufklärung sorgt. Lasst euch bloß nicht unterkriegen von den – ja genau: „Dumpfbacken“! Muss doch möglich sein, dass nicht Teile eines Friedhofs des Profits wegen rausgeschnitten werden. Und außerdem: Die Bergmannfriedhöfe brauchen wir doch noch – ob klein oder groß – zum Atmen und Abschalten! Ist doch schon so viel kaputt saniert worden. Wünsche weiter viel Erfolg. Meine Unterstützung habt ihr jedenfalls. Venceremos – hoffentlich.

  11. Ballermann raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Touristen raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Lärm raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Vermüller raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Bebauer raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Politiker raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Tourismusindustrie raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Geldgeier raus aus der Stadt.

  12. Mittlerweile gibt es eine Bauweise der Reichen im Favelaschick. Das ist angesagt. Es würde mich nicht wundern, wenn nach dem Bau auf dem Friedhof ebensolche im Friedhofsschick einziehen würden, da bis dahin keine Notwendigkeit mehr für Geflüchtete besteht und der Bezirk wie immer „dringend Geld braucht“.

    1. _genau so_
      Schade, dass das Probleme der Flüchtlingsunterkünfte eigentlich schon vorbei ist.
      Da wird es noch ein bisschen künstlich angeheizt und verläääääääääääääängert.
      _DAS WAR EINE GENEHME ZEIT_

  13. Die Kirche beteiligt sich schamlos an der Vertreibung und Traumatisierung ihrer Mieter. Sie beteiligt sich an spekulativem Wohnungsleerstand und handelt damit nicht anders als andere Spekulanten. Viele sind daran zerbrochen und eines frühen Todes gestorben, was natürlich nicht öffentlich gesagt wird. Es wird gehofft, daß die meisten es nicht bemerken, wie die Kirche selbst zur Flucht beiträgt. Mit „angeblich sozialen Projekten“ will sie sich von ihren Sünden reinwaschen, was in der „christlichen Tradition“ durchaus legitim ist. Vor allem ältere Menschen, die ihre Angehörigen auf dem Friedhof besuchen wollen, zerbrechen angesichts der (wie es die Politik so gerne unschuldsvoll ausdrückt) „Öffnung der Friedhöfe für die Allgemeinheit“. Die Allgemeinheit besteht dann aus der eigens von ihnen beworbenen und geförderten jungen Sauf-, Gröl- und Müllkultur, die dann als Vorhut für die Eleminierung anderer auf dem Friedhof sorgt, damit man dann ungestört seinen zerstörerischen Geschäften nachgehen kann. So hat diese Methode System. So werden am Ende die darwinistisch Stärksten, die Korruptesten, die Verlogensten, die Kriminellsten überleben, damit sie dann ungehindert diese Welt noch schneller zugrunde richten können.

  14. Was noch nicht erwähnt wurde: Teile der Friedhöfe an der Bergmannstraße sollten, wenn es nach der Friedhofsverwaltung gegangen wäre, schon seit ca. 10 Jahren bebaut werden. Damals wollten Baugruppen dort bauen. Anwohner und Ströbele haben sich dagegen eingesetzt. Dies zeigt, daß es rein wirtschaftliche Gründe sind, die nun hinter einem grenzenlos geheuchelten Mitleid für Geflüchtete versteckt werden müssen, um Zustimmung zu erhalten. Die Politik schämt sich nicht, mit den Geflüchteten noch hausieren zu gehen. Alles verlogene Argumente … Hätte diese Politik wirklich Mitleid mit Geflüchteten, wären sie schon längst in Wohnungen. Aber da gibt man doch den Touristen den Vorzug, die ja das Geld in die Stadt bringen, und es ist ja auch nicht so, daß man Touristen zumuten könnte, im Hangar untergebracht zu werden! Obwohl man meinen könnte, es ihnen durchaus für ein paar Tage zumuten zu können. Da sie ja das Geld bringen, brauchen sie unbedingt unzählige Hotels, Hostels und Ferienwohnungen. Jemand aus der Friedhofsverwaltung hat mir gegenüber zugegeben, daß es um rein wirtschaftliche Gründe geht. Ich würde mich weniger ärgern, wenn die Politik dann wenigstens so ehrlich wäre, das zuzugeben und den anderen Schmuh einfach mal weglassen würde. Dann könnte man sich das ganze Nazi- nicht Nazi, links-rechts und sonstige populistischen Zuschreibungen und Verbrämungen der eigentlichen Beweggründe sparen.

  15. Der Friedhof Bergmannstraße ist für mich sehr wichtig. Es ist der letzte Ort der Ruhe, da die Stadt extrem laut wurde und ich viel Ballermann 24 Stunden lang ertragen muß. Nun werden die letzten Ruheorte der Stadt auch noch kaputt gemacht, bebaut und zum Happening für Touristen. Es ist schrecklich. Es gibt etliche Menschen für die der Friedhof eine Zuflucht ist, um mal Ruhe zu genießen. Abgesehen davon hat Kreuzberg am wenigsten Grünflächen. Die Hitze im Sommer wird immer unerträglicher, was durch ständige Nachverdichtung und Vernichtung von Grün in hohem Maße noch befeuert wird. Frauen, ältere Menschen und Kranke leiden natürlich am meisten darunter. Diese Katergorie, die am wenigsten beachtet wird. Die Zerstörung der Biotope, die immer erhalten werden sollten, scheinen nun auch nicht mehr wichtig zu sein, da nur noch wirtschaftliche Interessen zählen. Selbst die Toten dürfen nicht mehr ruhen.

    1. sehr gut, dass der Umwelt-Faktor LÄRM zur Sprache kommt.

      Es wird generell Zeit, LÄRM genauso einzudämmen und zu verbieten wie andere schädliche Emissionen.
      im Gesetz steht es ja schon drinnen, aber es kümmert niemanden, denn es geht erst mit der Bewusstwerdung los!

  16. Ich finde Ihr bräuchtet gar nicht so viel Pathos in Euren Editorialtext zu packen. Anfang des Jahres ist bei der Veranstaltung in der Passionskirche doch sehr schön deutlich geworden, dass die Friedhofseigner mittelfristig die weitere lukrative Bebauung entlang der gesamten Jüterboger Straße anstreben und das isolierte Diakonie Heim nur ein Anfang ist. Auch das von der Bezirksbürgermeisterin eingestandene eigene Versagen bei der Beschaffung von Wohnungen für Flüchtlinge innerhalb bestehender Nachbarschaften war klar ersichtlich. Ich denke also dass ihr genug Sachargumente gegen die Errichtung eines von der Restbevölkerung isolierten Flüchtlingsheims auf der Friedhofsgrünfläche auf Eurer Seite habt. Danke für Euer Engagement!

    1. Die Kirche als orientalische Sekte hatte noch nie ein positives Verhältnis zur Natur, war immer feindlich zur Natur und zum Leben. Was erwartest du?

  17. Endlich mal wieder Mut und ein bisschen Witz im Kiez. Auch wenn ich den Text von diesem Mustafa manchmal etwas langatmig fand, muss ich doch insgesamt sagen: Der traut sich was. Respekt! Hoffentlich macht ihr weiter so und lasst euch bitte nicht von den Dumpfbacken einschüchtern. Bitte . . .

    1. Den Kommentar finde ich einigermaßen treffend, aber „Dumpfbacken“ ist nun wirklich zu vulgär. Schade, ich weiß auch nicht, was besser wäre! „Bekennende Gutmenschen“ gefällt mir. Also, viel Erfolg und Unterstützung beim Protest.

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