Leserbriefe

TEXTE * TERMINE * BEITRÄGE 2017-19 * BEITRÄGE 2020-heute *AUFRUFE * PRESSE

IRGENDWO (Bild: 21.1.2020)

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Bergmannfriedhoefe.de – 21. Juni 2017

101 Gedanken zu „Leserbriefe

  1. Sehr geehrter Herr Lückert,
    seit einigen Jahren verfolge ich nun schon ihren bemerkenswerten Kampf gegen die Bebauung der Friedhöfe und gegen die heuchlerische Instrumentalisierung, die auch die Ev. Kirche mit dem Leid internationaler Migranten auf den Weltmeeren bertreibt. Manchmal allerdings, das will ich hier ganz offen sagen, möchte ich auch einem Widerständigen wie Ihnen ein wenig mehr Mut zur eigenen Courage wünschen.
    Lassen Sie mich bitte etwas deutlicher werden: Sie wissen doch offenbar ganz gut, dass es sich bei dem Islam um eine brutale Angelegenheit handelt, Sie wissen ebenso gut, dass wir Gott sei’s geklagt, in einer Welt leben, die von Brutalität fatalerweise nicht (nur) abgestoßen ist, sondern sich geradezu fasziniert davon zeigt. Wir müssen wohl davon ausgehen, dass auf zunächst nicht absehbare Zeit ein beträchtlicher Teil der Mitmenschen, insbesondere die Deutschen, ihre Faszination für die möglichst brutalen Versionen von Macht und Gewalt nicht ablegen werden. Dies und ihre spezifische Geschichte des massenmörderischen Antisemitismus sind m. E. die Hauptgründe dafür, dass in Deutschland so viele Mitmenschen der Brutalität des Islam so offen gegenüber stehen, dass manche von ihnen sogar bereit sind, ihre traditionellen Friedhöfe unaufgefordert den Beherbergungswünschen islamischer Einwanderer zu opfern.
    Ich habe den Eindruck, Herr Lückert, dass Sie all das wissen und ich hier geradezu Eulen nach Athen trage. Gleichwohl: Ein wenig mehr Deutlichkeit Ihrerseits würde ich mir schon wünschen.
    Das Gleiche, und ich glaube darin sind wir uns ebenfalls einig, trifft auch auf die Verwandlung des staatlichen Gebildes, in dem wir leben, in einer Maskenrepublik, zu. Auch da wieder recht Ähnliches wie in Bezug auf den Islam: Unterwerfung. Bekanntlich findet das Wort Islam in den europäischen Sprachen sein Synonym in Unterwerfung. Hierzulande scheint man jede Gelegenheit zur entwürdigenden Selbstunterwerfung begierig aufzunehmen. Schauen Sie doch mal in das aktuelle Kirchenblatt dieser famosen Gemeinde. Wer bislang sich fragte, welche Bedeutung das Wort „selbsternannt“ eigentlich habe, wird hier eines Konkreten belehrt. Dieses Druckerzeugnis ist ein Sammelsurium von und über selbsternannte Maskenbullen und Corona-Büttel.
    Hätten diese Figuren ihren sog. Glauben nicht schon längst hinter sich gelassen, würde ich mit einem „Pfui Teufel“ enden. So aber bleibt mir nur die traditionell Volkstümliche Feststellung: Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.
    Verbindliche Grüße
    Ihr Horst Pankow

  2. Tom Tiefenkamp, z. Zt. Dresden

    nachdem ich schon seit einiger Zeit immer wieder auf Ihre Website stoße, möchte ich Ihnen jetzt ein herzliches „Weiter so“ übermitteln. Anlass dafür ist natürlich Ihr aktueller Clinch mit diesem Schwarzrock, über den auch ich einiges beisteuern könnte. Aber das muss jetzt erst noch einmal warten. Heute möchte ich Ihnen empfehlen, sich einmal das Gemeindeblatt dieser famosen Christen zu Gemüte zu führen. Dann wissen Sie bald, dass diese Leute ihre autoritären Machtphantasien inzwischen auch mit den Mitteln der Impf-Nazis erfüllen. Das scheint noch besser zu laufen als aggressive islamische Machos zu hilflosen Opfern zu erklären. In der Denkweise setzt sich damit ein dunkler Zug aus unserer Vergangenheit fort. Können wir Deutsche denn nichts anderes als den Starken hinterherzulaufen und auf Schwache einzuprügeln?

  3. Lieber Herr Lückert, ich wollte Ihnen längst schon einmal meine persönliche Wertschätzung ausdrücken, wenn ich Sie auf dem Friedhof bei der Erklärung wichtiger orts- und kunstgeschichtlicher Dinge traf. Seitdem Sie vor einigen Jahren Ihren eigenwilligen Widerstand gegen die Bebauung unserer Friedhöfe begonnen haben, sind Sie – jedenfalls für meine Familie – ein Mensch, dem der Begriff Verantwortung nicht nur als rethorische Verpackung dient. Für uns war das Wissen stets ermutigend, in unserer Kreuzberger Nachbarschaft jemanden wie Sie zu wissen. Ich möchte Ihnen sagen, bleiben Sie wie Sie sind, machen Sie weiter wie bisher. Leider weiß ich aus eigener persönlicher Erfahrung, dass böse Menschen, und zu diesen zähle ich ausdrücklich jenen Herrn S. aus Ihren jüngsten Publikationen, sehr rachsüchtig sind. Deshalb mischt sich in diese meine Bewunderung auch ein Tröpfchen Beklommenheit. Bitte passen Sie auf sich auf und bleiben Sie, um Gottes willen, gesund.

  4. Ihr Beitrag „Mea Culpa…“ vom 17. Januar 2022

    Sie schreiben, „In diesem Gebäude sollten etwa 150 Migranten aus der islamischen Welt untergebracht werden.“ Es spricht manches für und manches gegen eine Sammelunterkunft für Geflüchtete an genau dieser Stelle. Mit Ihrer Behauptung, es handele sich um „Migranten“ und diese kämen „aus der islamischen Welt“, stellen Sie Ihr Anliegen allerdings in eine rechtspopulistische Ecke, weil sie den asylsuchenden Flüchtlingen das berechtigte Motiv absprechen, und sie zudem wegen ihrer (vermeintlichen) Religionszugehörigkeit diskriminieren.

  5. Die sogenannte Baumscheibe der angeblich besonders geschützten riesigen alten Eiche vor dem damals geplanten Baufeld ist mit vielen Tonnen Gewicht von alten Baumstämmen schwer belastet. Aus fachmännischer Sicht weiß ich, dass das Gewicht 1. auf die Wurzeln drückt und 2. bekommen diese keine Luft und kein Regenwasser. Das muss sofort geändert werden. Auch die anderen mit Steinen und Sand vollgeschütteten Bäume müssen entlastet werden. Ich schlage vor, die vielen alten Baumstämme bei Vattenfall für viel Geld zu verkaufen!

  6. Geht es hier wirklich um Denkmalschutz?
    Warum teilt der Herausgeber hier Aufrufe wie
    http://bergmannfriedhoefe.de/aufruf-zur-kundgebung-berlin-gegen-islamismus/
    und
    http://von-mensch-zu-mensch-aktionen.de ?

    Am 24.4. steht da: Ich begrüße die Demonstration der Notstandsgegner gegen die Corona-Diktatur am Samstag, den 24. April durch Kreuzberg (http://von-mensch-zu-mensch-aktionen.de). Ich bin erfreut, dass es auch in unserem Kiez aufrechte Menschen gibt, die sich nicht einer Gesinnungsdiktatur der Senats- und Bezirksparteien beugen. Für Freiheit und Selbstbestimmung.

    1. Warum sollte es allein um Denkmalschutz gehen (mehr dazu im „Impressum“)?

      Am 12.12.2017 wurde der Aufruf zur Kundgebung „Berlin gegen Islamismus“ geteilt, stand doch der Jahrestag des Anschlags vom 19.12.2016 (unweit der Bergmannfriedhöfe) unmittelbar bevor. Noch am 01.03.2018 setzte der Deutsche Bundestag dazu einen Untersuchungsausschuss ein, dessen Ergebnisse erst jetzt, d.h. am 09.08.2021, in einem über tausend Seiten umfassenden Abschlussbericht veröffentlicht wurden. Der Bericht offenbarte übrigens erhebliche Versäumnisse, Schuldige benannte er jedoch nicht!

      Gewiss – im Vorfeld der Demonstration vom 24.04.2021 zeigten wir uns erfreut, dass es auch hier Menschen gibt, die ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen, ist es doch ein verbrieftes Grundrecht. Als die Gruppe schließlich friedlich demonstrierend über den Mehringdamm zog, musste sie jedoch von Polizisten vor gewalttätigen Gegendemonstranten geschützt werden, die auch verhinderten, dass die Demonstration durch den Bergmannkiez ziehen konnte. Dass ich in dem Zusammenhang den Begriff „Diktatur“ verwendete, war ein Fehler, nicht jedoch, dass ich für ein Grundrecht eingetreten bin. (aktualisiert am 11.12.2021)

  7. Noch am 05. März 2021, also in der schon begonnenen Brut- und Schonzeit, wurden für die Vogelwelt und Insekten wichtige Gehölzgruppen auf dem Luisenstädtischen Friedhof gerodet. Mindestens eine Vogelfutterstelle wurde dabei zerstört. Auf dem frei gewordenen Platz sollen demnächst Urnenbestattungen stattfinden, obwohl es seitens der ev Kirche heißt, es gäbe eher zuviel Platz auf den Friedhöfen. Warum werden dann nicht andere geeignete Stellen dafür zur Verfügung gestellt? Aber dies ist nur ein Ausschnitt davon, daß stetig immer mehr Grün auf den Friedhöfen entfernt wird.
    Viele Menschen und Tiere kommen auf die Friedhöfe wegen der Herrlichkeit und des Friedens. Wie kann man überhaupt so etwas Schönes und Intaktes vernichten? Es ist nicht zu begreifen.

  8. Meine Mutter starb am 2. Dezember 2020 mit Corona in Karantäne. Ziemlich allein.
    Dabei hatte sie nicht mal Symptome gehabt. Einige Wochen vorher bekam sie einen
    Schlaganfall und war halbseitig gelähmt. In einem Krankenhaus durfte sie nur alle 5 Tage besucht werden. In der daruf folgenden Reha wollte man mit Hilfe einer Therapie gegen die Lähmung vorgehen, steckte sie dabei jedoch mit Corona an. Von da an mußte sie ihre letzten 10 Tage im Liegen und fast ohne Besuch einer Verwandten verbringen. Täglich fragten wir telefonisch nach ihrem Befinden. Es hieß stets, sie hätte keine Corona-Symptome. Mit ihr sprechen konnten wir nicht, denn sie konnte es durch ihre Lähmung nicht. Wir hofften darauf, daß sie wieder entlassen würde und ins Seniorenheim zurück kann. Doch leider kam es anders. Eine Ärztin untersuchte sie und stellte fest, daß ihr gelähmtes Bein schon dunkel angelaufen war. Wir fragen uns: Warum hat das niemand vorher mitbekommen? Kümmert man sich nicht ausreichend um („Mit“-)Corona-Patienten? Als meine Mutter nun ein hoffnungsloser Fall wurde, konnte meine Schwester in Vollschutzmontour zu ihr, um sie ein letztes Mal zu sehen. Wie muß sich Mama gefühlt haben in dem ganzen Grauen? Sie hatte in ihrem Seniorenheim, wo sie vor ihrem Schlaganfall gelebt hatte, immer gesagt: „Man will uns hier vor Corona schützen, deshalb können wir nur sehr selten Besuch bekommen!“ Ihr hat es nicht geholfen!

    1. Ich schreibe für mich und meine Schwester. Als unser Vater im Sterben lag, haben wir uns beide impfen lassen, weil wir unseren 86-jährigen Vater nur so in den Tod begleiten durften. Ohne Impfung – so sagte man uns – hätten wir ihn nicht mehr sehen dürfen, weil die Corona-Regeln ja ständig geändert wurden, also ohne Vorlauf oder Ankündigung (sog. Impfzwang). Wir wollten uns eigentlich nicht impfen lassen, doch hätten wir ihn dann nicht mehr sehen dürfen. Das kam für uns nicht infrage. Er lag ja im Sterben und wir wollten ihn dabei begleiten. Leider erhielten wir nur so uneingeschränkten Zugang zu ihm. Ich bin dann drei Wochen lang immer von Berlin zu ihm nach Hannover und zurück gefahren, was ja auch einiges gekostet hat, während meine Schwester es leichter hatte, weil sie ja vor Ort wohnt. Nun sind wir beide froh, dass wir uns so von unserem geliebten Vater verabschiedet haben. Wir sind mit uns im Reinen. Doch impfen lassen wollten wir uns nie.

      Wolfgang B. und Erika B.

  9. Es werden immer mehr Bebauungsgegner. Hatten doch viele Leute bisher noch gar nichts davon gewußt, daß auf dem Denkmal geschützten Friedrichswerderschen Friedhof entlang der Jüterboger Straße gebaut werden soll. Wer in der Bevölkerung ist eigentlich für eine Teil-Bebauung? 2 Frauen habe ich in Erinnerung, die sich zunächst dafür aussprachen. Eine von beiden änderte ihre Einstellung, als sie verstand, worum es genau geht. Die andere will sich nochmal genau informieren. Sie war sich plötzlich nicht mehr so sicher.

  10. Ich habe erst gestern, 27.09.2020 von diesem Projekt erfahren. Ich bin einfach nur wütend. Es ist ja nicht das erste mal, dass sich die grünen Diktator*innen, hier in der Person des Kreuzberger Baustadtrates über den Bürgerwillen hinwegsetzen. Begegnunszone Bergmannstrasse, um nur ein Beispiel zu nennen. Es ist auch nicht hinnehmbar, dass die EKBO, hier in Form der Friedhofseigentümer unter dem Deckmänntelchen der Flüchtlinge, dieses Vorhaben still und heimlich durchziehen möchte. Dass Flüchtlingen geholfen werden muss ist unstrittig! Aber ein solches Projekt an dieser Stelle ist zu verhindern.

  11. Ich höre seit Langem, daß wir in Berlin genügend Kapazitäten für Geflüchtete haben. Möchte aber an zwei Beispielen (A und B) aus unserem Bezirk Kreuzberg die Wirklichkeit beschreiben:

    A) Auf dem Denkmal geschützten Friedrichswerderschen Friedhof soll gegen die Ablehnung der Denkmalschutzbehörde und mittlerweile fast 5000 Unterschriften von Bürgern eine feste Gemeinschaftsunterkunft (nicht temporäre!) für Geflüchtete mit einem Wachschutz entlang der Jüterboger Straße entstehen. Auch ein sog. Dorfplatz mit Grillecke davor ragt dann ein Stück in den Friedhof hinein. Es wurde behauptet, daß der dafür vorgesehene Platz ein Wirtschaftsort sei, was aber gar nicht stimmt. Dieser ist ebenso denkmalgeschützt. Seit Jahren türmten sich dort Schnittgut zwischen einzelnen bis vor Kurzem noch z.T. bewirtschafteten Gräbern. Es gab sogar noch einige, deren Bestandsschutz noch eine Weile galt, aber im Einvernehmen mit den Angehörigen, wenn sie noch lebten, nun abgebaut wurden. Paletten, Sandberge usw. Ein Nadelbaum erstickte in dem riesigen Schnittguthaufen. Die Anwohner und die Friedhofsbesucher sind nicht mit einer Teilbebauung einverstanden, was sie nun sehr unglücklich macht. Aber die Bevölkerung wird nicht gefragt. Kultur- und Europasenator Lederer hat trotz der Übergabe von 4000 Unterschriften schnell noch Ende Dezember 2019 den Bauantrag nach dem Sonderbaurechtsparagrafen, der in diesem Fall sogar gegen übliche Baugesetze verstößt, z.B. Kein Bauen im Außenbereich!, genehmigt.

    B) Ein weiteres Beispiel für Zwangsmaßnahmen des Bezirksamtes bzw. Senates ist der Bau von MUFs in eine der schönsten, absolut seltenen Ecken von Kreuzberg und Berlin. Es handelt sich um eine mit Bäumen bestandene Grünfläche am Dreiländereck am Landwehrkanal / Ratiborstraße mit lieblichem Waldorf-Kindergartenspielplatz, der täglich gut in Ruhe und Besinnlichkeit besucht wird. Daran angrenzend befindet sich der Biergarten Bierjockel. Dieser soll auch für die Öffentlichkeit geschmälert werden. Statt des Waldorf-Kindergarten-Spielplatzes mit einer 140 Jahre alten Ulme und einem wundervollen Grünblick in die Bäume grenzen dann Betonwände das Gelände jäh ab. Viele Bäume sollen dort 2021 gefällt werden. Darunter auch 4 ganz dicke Straßenlinden, worunter eine besonders prächtig ist. Mit einem Satz: Das Herz wird hier herausgerissen. Es darf nicht wahr sein! Aber das und noch mehr läuft unter der Überschrift von Senatorin Breitenbach: Wir haben genügend Kapazitäten. Sie schrieb auf Twitter zur Ratiborstraße als Kommentar: „Not in my backyard! Fhain-Kreuzberg hat 14600 Einwohner pro km² bei einer dichten Bebauung und nur 10 Prozent Grünflächen. Dazu viele Touristen Tag für Tag, die den Bezirk nur zum Ausgehen benutzen und ihn sogar massivst für sich beanspruchen. Wir ersticken hier eigentlich am Übermaß und brauchen dringend Rückzugsorte und Freiflächen für die vielen Menschen. Aber auf keinen Fall noch weniger. Das Gleichgewicht ist schon längst gekippt.

  12. Höfe des Friedens

    Wenn das Lalü-Lala nur noch entfernt zu vernehmen ist, Großstadtlärm und Sirenengeheul von quirligem Vogelgezwitscher überlagert, ja fast übertönt wird und mir sogar ein Fuchs über den Weg läuft, begreife ich wie lebendig und schützenswert das „Biotop Bergmann-Friedhöfe“ ist.
    Höfe des Friedens! Und was macht die Kirche, die älteste und einzige mir bekannte Vermittlerin zwischen Leben und Tod?
    Anstatt sich um den Frieden ihrer Höfe zu bemühen, deren Biodiversität zu beschützen, um damit auch die Macht Göttlicher Gesetze besonders in Corona-Zeiten anzuerkennen?
    Sie plakatiert:
    „Rechts-Populismus schadet der Seele“ (Heilig Kreuz, Kottbusser Tor). Ja welcher Populismus schadet der Seele denn nicht?
    Aber schlimmer noch: Sie, die Kirche, widmet sich stattdessen kapitalistischen Geschäftsmodellen wie der Randbebauung, der Beschneidung und dem Verkleinern des ihr anvertrauten Bodens.

    Peter Unsicker

    1. Nach unserem Kennenlernen am Samstag UdL hier eine Nachricht an den Admin. Gruß und Dank für diesen Hinweis auf diesem Weg aus Frankreich, auch über Facebook unter diesem Namen… Gutes weiteres Gelingen wünscht Claus Josten

  13. Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit möchten wir Sie zu einer interessanten Umfrage über Friedhöfe in Berlin einladen, die an der TU Berlin durchgeführt wird. Dabei geht es um künftige Neugestaltungen von Friedhöfen und deren Merkmale. Weitere Informationen können Sie dem Anhang entnehmen.
    Über diesen Link gelangen Sie zu unserer Umfrage:
    https://lamapoll.de/Friedhoefe_in_Berlin_2020_b/

    Viel Spaß beim Mitmachen (es gibt auch etwas zu gewinnen) – und Sie können diese Einladung gerne weiter verbreiten! Das Beantworten der Umfrage dauert circa 10-15 Minuten.
    Herzlichen Dank im Voraus!

    Viele Grüße,
    Maren Mischo und Konstantin Petrick

  14. Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit möchten wir Sie zu einer interessanten Umfrage über Friedhöfe in Berlin einladen, die an der TU Berlin durchgeführt wird. Dabei geht es um künftige Neugestaltungen auf Friedhöfen und deren Merkmale. Weitere Informationen können Sie dem Anhang entnehmen.
    Über diesen Link gelangen Sie zu unserer Umfrage:
    https://lamapoll.de/Friedhoefe_in_Berlin_2020_a/

    Viel Spaß beim Mitmachen (es gibt auch etwas zu gewinnen) – und Sie können diese Einladung gerne weiter verbreiten! Das Beantworten der Umfrage dauert circa 10-15 Minuten.
    Herzlichen Dank im Voraus!

    Viele Grüße,
    Maren Mischo und Konstantin Petrick

  15. Es erfreut mich immer sehr, wenn mir der Fuchs unvermutet auf dem Friedhof begegnet. Aber noch ein anderes Tier hat mein Herz gerührt: Als ich vor ca. einer Woche gegen Mitternacht an mein Fenster trat, hörte ich auf dem Friedhof laut und deutlich eine Nachtigall singen – und in der nächsten Nacht wieder. Einfach wunderbar!

  16. Es ist in der Tat zu begrüßen, dass die Friedhöfe wieder geöffnet sind.
    Seit über zwanzig Jahren meine Lieblingsfriedhöfe!
    Inzwischen gehöre ich mit gerade 80 allerdings zur „Risikogruppe“ und Spaziergänge in der restlichen Umgebung hier sind leider (durch nicht wenige Kreuzberger) zu riskant geworden.
    Deshalb bedaure ich sehr, dass an den Wochentagen die Friedhöfe schon um 13 Uhr geschlossen werden.
    Warum nur an den Wochenenden bis 18 Uhr?
    Ich plädiere also sehr dafür, nun zu den normalen Öffnungszeiten zurück zu kehren.

  17. Das ist wirklich schön: Ab Donnerstag sind die Friedhöfe bis 13 Uhr wieder geöffnet. So ist ein guter Kompromiss gefunden. Ich freue mich darüber sehr.
    Wenn das stimmt, dass das Ordnungsamt Offizialdelikte auf dem Gebiet der Friedhöfe nicht ahnden sollte (dort sei „Privatgelände“, so, wurde berichtet, habe das Ordnungsamt sein Nichteingreifen begründet)… Das wäre unglaublich. Da werde ich bei Polizei/Ordnungsamt nachfragen. Kaum zu glauben.
    Es ist wichtig, dass Friedhofsregeln eingehalten werden. Wenn ich dort bin, würde ich in einer entsprechenden Situation auch die Polizei rufen, wenn Hinweise nicht fruchten.
    Eben deshalb, um die Würde eines Friedhofes zu wahren bzw. die der Toten, ist es auch nicht hinnehmbar und eigentlich undenkbar, dass z.B. die Bergmannfriedhöfe zu Parks werden sollen – so ist die widersinnige Nutzung ja schon eingeplant und die Würde der Totenruhe nicht mehr vermittelbar. Die Grenzen verwischen sich – und dazu noch entgegen den Hinweisen der Denkmalschutzbehörde mit einem Sozialprojekt bebaut werden sollen. Hier wird die Würde des Ortes von den Planern ebenfalls und wiederum kirchlicherseits verletzt.
    Ein Glück, dass es diese Webseite und Protest dagegen gibt!!
    Aber erst einmal ist es ein vernunftbasierter Kompromiss, die Friedhöfe in der ersten Tageshälfte und somit verkürzt wiederzueröffnen! Vielleicht sind die Störer ja Langschläfer.

  18. Sonne, durch die das Vitamin D gebildet wird, ist überlebensnotwendig gegen den Coronavirus!
    Wo können wir noch hingehen, um sie zu tanken?

  19. Ich verstehe das mit der Seuchengefahr nicht. Die angegebene Begründung, daß auf dem Friedhof Fußball gespielt wird und daß dieser in schändlicher Weise als wilde Toilette benutzt wird, hat nichts mit dem Coronavirus zu tun. Und überhaupt: dagegen gilt es anzugehen. Deshalb gab es ja auch zum Beispiel Vorbehalte gegen einen Friedhofspark.
    Die Friedhöfe sind so weitläufig, daß die Mitarbeiter eigentlich in guten Abständen arbeiten könnten. Ich glaube sogar, daß es zum Teil gefährlicher ist, sich außerhalb der Friedhofsflächen aufzuhalten. Denn dort stehn oder laufen die Menschen u. U. viel dichter beieinander – in Abständen bis zu 1 Meter z. B. im Bus oder an der Ladenkasse. Sehr schade, daß uns nun auch noch die letzten Auslaufs- und Zufluchtsorte genommen werden.

    1. Genau so ist es. Die Argumentation zur Schließung ist inkonsistent und nicht nachvollziehbar.
      Was also sind die wirklichen Gründe?
      Jesus sagt: „Kommt alle zu mir, die Ihr mühselig und beladen seid.“ – Die Kirche hier aber zu den bedrängten Menschen im Kiez: „Ihr müsst leider draußen bleiben.“
      Um Himmels Willen!!!
      Wie sagte einer der Kommentatoren? Der Herrgott hat hier schlechtes Bodenpersonal??
      Hoffentlich kommt noch ein Einsehen, dass die Kirche eine Pflicht gegenüber den Menschen im Kiez hat, worin läge sonst ihre Existenzberechtigung? Daraus würde eine Handlungsethik folgen, die hier nicht erkennbar ist.
      So traurig. So traurig.
      Christa Brenner-Nees
      Mitglied der Ev. Kirche, mit deren Handlungen derzeit hier sich zu identifizieren schon aus logischen, aber auch aus religionsethischen Gründen einfach unmöglich ist.
      Der Alte Matthäus-Friedhof und der Zwölf-Apostel-Friedhof in Schöneberg haben geöffnet für die Menschen, die trauernden, die Einsamen, für die, die an der frischen Luft Spannung loswerden wollen und spazierengehen möchten.
      Wenn Leute sich falsch verhalten, muss man sie zurechtweisen oder/und die Polizei holen. Das hat mit Corona aber gar nichts zu tun.

    2. Im Tagesspiegel heißt es heute, dass vielleicht ab Donnerstag die Friedhöfe wieder geöffnet sind?? Das wäre wunderbar!!!
      Anscheinend hat es doch viele sehr gravierende Verletzungen der Friedhofsregeln gegeben. Entscheidend dabei schien mir jetzt die Information zu sein, dass Ordnungsämter nicht eingeschritten wären, weil Friedhöfe „Privatgelände“ seien und selbstverständlich sind die Mitarbeiter dann überfordert, wenn sie die Regeln durchsetzen wollen.
      Insofern muss ich meinen ersten Kommetar relativieren. Ordnungsämter, die nicht auf Friedhöfe gehen, um Regeln durchzusetzen, wenn sie gerufen werden? Wenn dem so ist, besteht da ein Problem, mit dem die Friedhöfsverwaltungen nicht alleingelassen werden dürfen. Ich hoffe sehr, dass die Friedhöfe bald wieder geöffnet sind!! Sie werden zu ihren bestimmungsgemäßen Zwecken sehr dringend gebraucht!
      Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/schliessungen-nach-fehlverhalten-friedhoefe-als-spielplaetze-und-treffpunkte-missbraucht/25672318.html

  20. Bleibt zu Hause
    Corona ist tödlich
    Corona verklebt Eure Lungenbläschen
    Es gibt kein Medikament dagegen

    Die Viren werden als Schwebeteilchen in der Luft übertragen – das kann beim Sprechen und beim Husten sein oder einfach nur so wenn Personen zu nah stehen.
    Friedhofsbegehung ist nicht lebensnotwendig!
    Zu Hause bleiben ist lebensnotwendig.

  21. Heute rückt Frau Sozialsenatorin Breitenbach damit heraus, daß über 2000 freie Unterkünfte für Geflüchtete sofort bezugsfertig seien. Ich kann mich noch erinnern, als sie vehement argumentierte, es gäbe viel zu wenige davon. Deshalb müsse gebaut werden. Verzweifelte Anwohner, die letztes tröstendes Grün – woran ihr Herz hängt – behalten wollen, interessiert sie nicht.

  22. Der Staatssekretär von Kultursenator Lederer, Herr Woop (Linke) von der Senatsverwaltung stellt in der Begründung seiner Entscheidung für das Bauprojekt auf dem Denkmal geschützten Friedhof ein überwiegendes öffentliches Interesse fest. Da frag ich mich, welches öffentliche Interesse er meint?
    Die 4000 Gegner einer jeglichen Bebauung wurden sicher nicht mitgezählt.

    1. Hallo Iris,
      es waren deutlich mehr als 4 Personen bei Gerry Woop abgeben, es sind nur nicht alle auf dem Foto drauf. Das Foto hier hat den Fernsehturm mit drauf, darum wurde es ausgewählt.
      Warum warst Du nicht dabei?

  23. Die Menschen hier in Kreuzberg brauchen die Friedhöfe, besonders auch den Denkmal geschützten Bergmannstrassenfriedhof Friedrichswerderscher, um zur Besinnung zu kommen. Sie brauchen diesen Ort der Stille, Abgeschiedenheit und die Gegenwart der Endlichkeit des Lebens, damit sie sehen, worauf es wirklich ankommt. Damit sie an einem unantastbaren Ort sein dürfen und zur Vernunft kommen.
    Ich zB gehe ganz oft dort hin. Der Bezirk Kreuzberg hat 14500 Einwohner auf 1 Quadratkilometer und ist einer der am dichtesten bebauten Orte der Stadt. Wir haben viele Gäste. Nur 10Prozent Grünflächen stehen für die vielen Menschen zur Verfügung . Aus all diesen Gründen bin ich gegen eine Bebauung des Denkmal geschützten Friedhofes , so wie mindestens über 3800 weitere Menschen, die von der ev Kirche übergangen werden.

  24. Es ist unglaublich… ich finde es verstörend das man den Menschen ihr Trauer Kultur wegnehmen will und das unter dem Deckmantel der Humanität, so ein Nonsens, die SPD ist leider zu einem “Scheißverein” geworden…

  25. Guten Tag !
    Es ist UNGLAUBLICH ! Da werden auf dem Tempelhofer Feld Ende 2019 Container für Flüchtlinge, sage und schreibe 900 Stück, die vor 2 Jahren (!!) für 20 Millionen Euro (!!!) dort installiert worden sind für teures Geld WIEDER ABGEBAUT …
    … und auf dem Bergmannstraßenfriedhof ist ein Neubauprojekt geplant: „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes.
    „Es handelt sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von ca. 55 Metern, das ca. 38 WE für 165 Personen aufnehmen soll. Es ist am südlichen Ende des Friedhofes entlang der Jüterboger Straße vorgesehen und soll sich mit zwei kurzen Seitenflügeln 17 Meter in die Tiefe des Friedhofes erstrecken. Die zugehörigen Freiflächen reichen bis zu 45 Meter in den Friedhof hinein. Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche.“ Quelle:https://www.berlin.de/sen/kulteu/denkmal/organisation-des-denkmalschutzes/landesdenkmalrat/positionen-und-empfehlungen/
    So etwas gibt es doch gar nicht, das kann doch nicht sein, aber es ist die traurige Wahrheit, unter den „Deckmäntelchen der Nächstenliebe“ (Flüchtlingshilfe) wird unwideruflich ein Teil schützenswerter Friedhofsnatur platt gemacht, um nach gewisser Zeit, wenn „Gras über die Angelegenheit gewachsen ist“ und die Flüchtlinge als „Zwischennutzer“ ausgedient haben, die Wohnungen teuer an Besserverdienende zu vermieten oder in Eigentumswohnungen umzumodeln. „Exklusives Wohnen in ruhiger Lage, Bergmannstraße, ein Katzensprung entfernt“ … oder eher: „Wohnen Sie, wo andere Ruhen“
    Ich glaub‘ es hackt ! Das ist kein „Schildbürgerstreich“, das ist eine BODENLOSE FRECHHEIT !!! Gott hat schlechtes Bodenpersonal, dem das richtige Augenmaß abhanden gekommen ist.

    1. Bitte komme am 29.1.20 in die BVV Kreuzberg – Yorkstrasse 4-11. Am besten mit einem Plakat und Freunden um 18.30 Uhr. Herr Hussein macht einen Antrag gegen die Bebauung.
      Liebe ❤️ Grüße, Gabi

  26. Wo bzw. wie kann ich mich engagieren, wenn ich Sie unterstützen möchte? Ich kann hier nicht in Worte fassen, was es für mich bedeuten würde, wenn in dieser Oase tatsächlich Flüchtlingsunterkünfte entstünden: Ich wäre untröstlich!!!

  27. Friedhöfe sind ein schützenswertes Kulturgut. Sie dienen als grüne Lunge für Städte und als Rückzugsort für die Bewohner, dieser. Wer Friedhöfe bebaut, versündigt sich am Menschen und der Natur.

    1. Die evangelische Kirche am Südstern hat sich der Macht der weltlichen Politiker bedient, um sich über eine Beteiligung der eigentlichen Träger des Friedhofes, nämlich der Bevölkerung, hinweg zu setzen. Damit hat sie hauptsächlich aus Geldgründen Zuversicht genommen und kein Zeichen von Gottesfurcht und Gottesvertrauen gesetzt. Damit unterscheidet sie sich nicht mehr vom normalen Weltgetriebe. Jesus hat bestimmt nicht gesagt:“ Bebaut die Friedhöfe als letzte Zufluchtsstätte und er hat auch sicher nicht gesagt:“ Zerstört lebendige gesunde Bäume dafür“. Ich glaube an Gott, der überall ist – den man nicht anbeten muss. Aber man soll ihm gefallen. Dazu ist für mich die ev. Kirche nicht länger der maßgebende Platz.

  28. Bis zum 22.12.2019 fand sich im Impressum dieses Webautritts der Hinweis, diese Website würde Google Analytics und Google Adense verwenden. Richtig ist, diese Website hat zu keinem Zeitpunkt Google Analytics oder Google Adense benutzt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

  29. • Die Bebauung auf dem denkmalgeschützten Bergmannfriedhof soll unter unendlicher Verbiegung von §246 Baugesetzbuch „Sonderregelungen für Flüchtlingsunterkünfte“ geschehen.
    • Wegen §246 Abs. 9 muss die Zulassung bis zum 31.12.2019 erteilt sein, deshalb die Hektik und das Stillschweigen, obwohl die Kirche einst offene Kommunikation versprochen hatte – das war vorgeschoben, hinter den Kulissen wurde eifrig am Vorhaben „Bebauung“ weiter gefeilt.
    • Nach §246 Abs. 12 ist nur eine mobile Bebauung für längstens 3 Jahre erlaubt, also erst recht keine Bebauung nach Erbrecht – und wenn überhaupt „nur“ auf Friedhöfen ohne Denkmalschutz.
    • Die geplante Unterkunft knüpft an keine bestehende Bebauung an, was als „Außenbereich“ bezeichnet wird. Nach §35 Baurecht liegt der „Bauplatz“ auf dem Friedhof Bergmannstraße im Außenbereich.
    • In einem Außenbereich darf nach §35 Baurecht nicht gebaut werden. Die im Gesetz vorgesehen 8 Ausnahmen stehen in keinerlei Beziehung zum geplanten Vorhaben.
    • Im Außenbereich ist ein Vorhaben nur zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen und es sich z. B. um Gartenbau, Wasserwirtschaft, Kernkraftanlagen handelt.
    • Dazu gibt es noch außergewöhnliche Ausnahmen (die öffentliche Belange nicht beeinträchtigt dürfen), in denen jedoch ebenfalls nichts zu finden ist, was eine Bebauung rechtfertigen könnte.
    • Nach §35 Abs. 3 dürfen die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, des Bodenschutzes, des Denkmalschutzes oder die natürliche Eigenart der Landschaft und ihren Erholungswert nicht beeinträchtigt oder das Orts- und Landschaftsbild verunstaltet werden. Das soll aber tunlichst unter den Tisch gekehrt werden.
    • Es wird versucht, aus dem Außenbereich irgendwie mit aller politischen Macht einen Innenbereich zu konstruieren, um so die Bestimmungen umgehen zu können.
    • Nach §35 Abs. 5 Baurecht muss sichergestellt sein, dass das Gebäude nur in seiner vorgesehenen Art bestehen bleiben darf. Das heißt, dass aus der Flüchtlingsunterkunft kein Studentenheim werden darf und erst recht keine Luxuswohnungen werden dürfen.

  30. https://www.berlin.de/sen/kulteu/denkmal/organisation-des-denkmalschutzes/landesdenkmalrat/positionen-und-empfehlungen/
    TOP 4. Empfehlung des Landesdenkmalrats gegen Bebauung des Friedrichs-Werderschen Kirchhofs an der
    Jüterboger Straße
    Bei dem zur Diskussion stehenden Neubauprojekt „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes handelt es sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von ca. 55 Metern, das ca. 38 WE für 165 Personen aufnehmen soll. Es ist am südlichen Ende des Friedhofes entlang der Jüterboger Straße vorgesehen und soll sich mit zwei kurzen Seitenflügeln 17 Meter in die Tiefe des Friedhofes erstrecken. Die zugehörigen Freiflächen reichen bis zu 45
    Meter in den Friedhof hinein. Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche.
    Das Baufeld resultiert nicht aus städtebaulichen Überlegungen. Es überlagert eine der als Alleen ausgebildeten Hauptachsen des Friedhofs und ist aus der Ermittlung von Flächen bestimmt, auf denen keine „Pietätsfristen“ im Wege stehen. Der Denkmalwert des Friedrichs-Werderschen Friedhofs und der angrenzenden Friedhöfe ist unstrittig. Ein Baukörper des geplanten Ausmaßes und der vorgesehenen Positionierung wird die Lesbarkeit und Substanz des Gartendenkmals beeinträchtigen.
    Der Landesdenkmalrat macht darauf aufmerksam, dass der geplante Neubau an dieser Stelle städtebaulich nicht hinreichend durchdacht ist und auf die Struktur des Friedhofs keine Rücksicht nimmt. Da es sich nicht um eine temporäre Maßnahme handelt, sondern letztendlich um eine generelle Umwidmung in Wohnbauflächen, sind keine Ausnahmetatbestände erkennbar.
    Der LDR anerkennt grundsätzlich das Engagement des Friedhofsverbandes, bei der Schaffung von Wohnraum für Geflüchtete mitzuwirken. Er räumt auch ein, dass die Bebauung nicht mehr benötigter, auch denkmalgeschützter Friedhofsflächen in Einzelfällen berechtigt sein kann. Er regt in diesem konkreten Fall jedoch an, für den geplanten Neubau einen alternativen Standort zu finden.

  31. Die Friedhöfe an der Bergmannstraße sind sozusagen die Kronjuwelen von Berlin, „national bedeutendes Kulturerbe“, wie die Kirche selber stolz schreibt. Die Friedhöfe an der Bergmannstraße sind denkmalgeschützt, d. h. § 246 BauGB greift hier gar nicht, weil dieser besagt, dass auf „normalen“, also nicht denkmalgeschützten Friedhöfen, temporär für Geflüchtete gebaut werden darf, die modularen Bauten müssen nach kurzer Zeit wieder weg, so wie gerade die Flüchtlingsunterkünfte auf dem Tempelhofer Feld, deren Errichtung 17 Mill. Euro gekostet haben, abgebaut werden. Diese Bauten liegen zufällig „um die Ecke“ und könnten temporär verlängert werden. Aber nein, die ev. Kirche Stadtmitte hat 12 Potentialflächen angeboten, 3 kamen in die Wahl, bis heute sind alle nicht genehmigt worden. Nun muss es ums Verrecken der Friedhof an der Bergmannstaße werden. Der Denkmalschutz besteht weiterhin, auch wenn der Wirtschaftshof, der natürlich auch denkmalgschützt ist, absichtlich als Müllabladeplatz „hergerichtet“ worden ist, es wurden sogar Paletten extra angefahren, um sie hier abzukippen, um eine Legitimation zu liefern, dass das doch nur „ein Komposthaufen“ sei. (Geschäftsführer Gahlbeck).

    Der Bauantrag wurde von Florian Schmidt unterschrieben.

    Ganz einfach so, keine städtebauliche Planung, bestehender Denkmalschutz, Naturschutz entfällt, es entfällt einfach alles, damit die Ev. Kirche selbstfinanziert auf eigenem Friedhof ein unterkellertes 5-stöckiges Stahlbeton-Gebäude mit ca. 57 m Länge, 9 – 17 m Tiefe, 16 m Höhe auf 3,5 ha Verfügungsraum bauen kann. Die Außenwände sollen Holzverschalung bekommen, um Hüttencharakter zu simulieren. Es sollen 35 Wohnungen unterschiedlicher Größe für 141 Personen entstehen. Nach der kurzen Übergangszeit durch Belegung mit Geflüchteten kann so ein Gebäude rasch in ein Studentenwohnheim umgewandelt werden – Generierung von lukrativem Bauland inbegriffen.
    Bei Klaus Wowereit und Andre Schmitz wäre das nicht passiert.

    1. Am 29.1.20 gibt es bezüglich des genehmigten Bauantrages von der CDU einen Tagesordnungspunkt. Diese Partei war die Einzige, die gegen eine Bebauung ist. Sie können gern ab 18.30 Uhr zur BVV in Kreuzberg in die Yorckstrasse 4 kommen.

  32. Unsere Städte werden immer dichter. Grünflächen verschwinden, die Böden werden versiegelt. Die Innenstädte heizen sich in den Sommern immer mehr auf. Die Lebensqualität in der Stadt sinkt.
    Es ist ein Skandal, in Zeiten des Klimawandels und des anstehenden Klimanotstandes, Grünflächen und Schutzgebiete zu vernichten.
    Oder spielt der Klimawandel und die dadurch hervorgerufenen Fluchtursachen keine Rolle mehr, wenn es um lukrative Geschäfte geht.
    Es ist ein Augenöffner, das die Partei (Grüne), die vorgibt Natur und Umwelt schützen zu wollen, als erste dabei ist die Kettensäge an den Baumstamm zu setzen.

    Wie kann ich mich einbringen? Was kann ich tun, damit die Friedhöfe an der Bergmannstraße als ganzes erhalten bleiben?

    Viele Grüße, Sven Roewer

  33. Wer diesen Kirchenverein noch mit einem einzigen Steuer-Cent unterstützt, macht sich an der hemmungslosen Zerstörung der Natur mitschuldig.

  34. Heute war ich auf dem Luisenstädtischen Friedhof an der Bergmannstraße spazieren. Ich war beeindruckt, wie engagiert auf diesem Friedhof die Naturschutzarbeit und die naturkundlichen Erkenntnisse sind und wie gut das alles auf Schautafeln dokumentiert ist. Ich frage mich: Wer macht diese wichtige und der Natur zugewandte Arbeit auf dem Friedhof? Es wurde darauf hingewiesen, dass nur zweimal im jahr aus Naturschutzgründen gemäht würde und viele viele Ecken, Bäume und Hecken geben den Vögeln und anderen Tieren einen Lebensraum. Für mich ist das eine naturkundliche Oase und ich möchte öfter an diesem schönen Ort sein. Wer macht diese wichtige Arbeit? Das frage ich mich. Kann man mithelfen? Falls ja, bitte ich um Kontakt.
    Ich wohne am Südstern.
    Herzliche Grüße Christa Brenner-Nees

  35. 1) Der Aufruf zu Spenden: der Aufrufer spricht darin einmal von ICH und eine weiteres Mal von WIR. Wer bitte ist wir? und handelt es sich bei dem Konto um ein WIR- Konto?
    2) Das Bild vom 25.5.19: woher nimmt der Betreiber dieser Webseite die Assoziation einer Elefantenherde? und worin begründet er die Bezeichnung ‚zweibeinige Dickhäuter‘?
    Vielen Dank für die Beantwortung, I.G.

  36. Ich bin jetzt erstmal sprachlos. „Heimlich still und leise“ will die Kirche gegen den Willen der Bevölkerung eine Teilbebauung durchziehen. Nie im Leben dachte ich darüber nach, aus der ev. Kirche auszutreten, aber jetzt überlege ich es mir. Wer für Geld seine Seele verkauft, handelt nicht im Sinne Jesus. Der ist auch nicht mutig in schwereren Zeiten und vertraut dabei nicht auf Gott. Wozu ist die Kirche da, wenn nicht mal sie es schafft und keinen Weg mit der allmächtigen Kraft, die es wirklich gibt, geht? Es ist alles eine Herausforderung. Man kann daran wachsen oder untergehen. Gott hilft dem, der kämpft und vertraut.

  37. Oh je, ich könnte heulen. Ich war am Wochenende mal wieder auf den Friedhöfen in der Bergmannstraße. Was passiert denn da auf dem Alten Luisenstädtischen Friedhof??? Der ist ja nicht wiederzuerkennen. Breite Schneisen wurden hineingehauen, wohl zukünftige Wege. Wozu? Der Wildwuchs ist kahlen Flächen gewichen. Was soll das? Der ehemals wunderschöne Platz mit den Bienenstöcken ist komplett zerstört. Kein Grün mehr, nur noch grauer Schotter. Mir gruselt vor dem, was im Zuge der „Parkgestaltung“ da noch kommen wird. Dieser Ort war unvergleichlich und jetzt wird er kaputtgemacht. Ich bin zutiefst traurig!

  38. In der Markthalle der Bergmannstraße habe ich Klaus kennengelernt. Wir haben uns unterhalten und er hat den Umbauprojekt erwähnt.
    Bevor ich nach Hause in Paris zurückfliege, wollte ich die Friedhöfe besichtigen. Eine sehr schöne Grünfläche mitten in der Stadt mit Bäumen und Eichhörnchen ! Wie sollte man so einen dummen Bauprojekt durchführen? Jeder Großstadt mangelt es an Grünflächen und Friedhöfe gehören dazu. Zwar ist manche Grabstätte ungepflegt aber nicht alle, dh dieses Bauprojekt könnte als eine Schändung angesehen werden.
    Die Bewohner dieses Berliner Gebiet müssen widerstehen. Ich komme oft zu Besuch in Berlin und glaube, dass die Berliner Bürger ihre Stadt bewahren müssen und ungehorsame Aktionen vollziehen ! So tun wir auch in Paris !

  39. Es wurden 22 Bäume auf dem Luisenstädtischen Friedhof gefällt, 18 werden ersetzt. So manche Bäume hätten gar nicht gefällt werden müssen, sondern aus Habitatsgründen durch Kronenschnitte erhalten werden können. Es gibt Fotos dazu.

    1. Es ist schlicht unmoralisch, wenn auf den Friedhöfen Berlins jetzt reihenweise Bäume gefällt und Büsche entfernt werden. Ebenso wie die Politik, die ihre massiven Baumfällungen in der Stadt mit der mangelnden Standsicherheit alter Bäume rechtfertigt, im Grunde jedoch nur Geld für Baumschnitt und Pflege einsparen möchte, argumentieren auch die Friedhofsverwaltungen ständig mit der „Verkehrssichheit“. Doch ginge es ihnen tatsächlich um das Wohl der Friedhofsbesucher, würden sie zunächst einmal die Löcher in den Wegen stopfen, denen jedes Jahr aufs Neue ältere Menschen zum Opfer fallen. Der Friedhofsverwaltung aber geht es ebenso wie der Politik nicht um die Sicherheit der Wege, sondern um eine Ausgabenreduzierung und Gewinnoptimierung. Auf Kosten einer Vegetation, die nicht nur für das Stadtklima, sondern für die Lebensqualität ganz allgemein von Bedeutung ist. Deshalb sind Berlins alte Friedhöfe überaus schützenswert, und zwar jeder einzelne Baum von ihnen.

  40. Betreff: Zerstörung von Friedhöfen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    – es gibt ein gutes Beispiel zur Behandlung von Friedhöfen: Bei den Menschen jüdischen Glaubens ist die letzte Heimat für einen gestorbenen Menschen sein Grab – und das für die Ewigkeit.
    Da die Christen immer wieder die jüdisch-christlichen Werte zitieren, warum verhalten sie sich nicht in der Erhaltung der Friedhöfe in diesem Sinn?

    Mögen wir inneren und äußeren Frieden nah und fern finden!
    anabarbaravonkeitz

  41. Ich möchte auch in bestehende Gebäude auf dem Friedhof ziehen, aber nicht in die Jüterboger Straße. Auch nicht in die Nachbarschaft des Pfarrers. Pfui Deibel!

  42. Großartig, dass wir noch in einem Kiez wohnen, in dem Initiativen wie diese entstehen. Danke für das Engagement und die Beharrlichkeit !!! Bitte nicht aufgeben !!! ( felix, seit 25 Jahren -immer sehr gern- in Kreuzberg)

  43. Zu den Unterstellungen und Angriffen von Seiten der Ev. Kirche möchte ich nur auf Psalm 139.23 verweisen: Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine.

  44. Die Absicht einer Bebauung der Bergmann-Friedhöfe scheint vom Tisch? Gut so! Schlimm genug, dass dieses Unterfangen ernsthaft geplant werden durfte und höchste Zeit für eine öffentliche Verzichtserklärung seitens der Kirche.
    Dass besonders die Lutherisch-Protestantischen längst keine Antworten auf die dringenden Fragen menschlichen Daseins mehr haben, empfind ich schon lange als höchst erbärmlich; um so mehr aber auch den Versuch, diesem Defizit durch den Verkauf ihrer Latifundien zu entgehen.

    Bis auf Weiteres
    Peter Unsicker

  45. Berlin hat eine hohe Lebensqualität. Das liegt unter anderem an den vielen Grünanlagen, wozu ich auch die Friedhöfe zähle. Grünanlagen sind Erholungs- und Ruhepunkte. Sie sind markante Punkte im Stadtbild und das oft seit vielen Jahrhunderten. Die Friedhöfe sind ein Teil unserer Geschichte und unserer Kultur. Damit gehören sie zu uns. Natürlich ist die Verlockung (auch politischer Art), Grünanlagen auf Grund aktueller Notwendigkeiten umzunutzen, groß und diese gab es immer wieder. Glücklicherweise hat eine gewisse Hartnäckigkeit in der Bevölkerung (denn sie liebt ihre innerstädtischen Ruhepunkte) in der Vergangenheit verhindert, daß noch mehr dieser kostbaren Klimaverbesserer bebaut wurden. Deshalb mein Appell an die Verantwortlichen. Laßt uns unsere innerstädtischen Oasen. Mögen sie noch so klein sein, scheinbar unbedeutend. Für die Bevölkerung sind sie wertvoll.
    Vielen Dank
    Hans, ein seit 40 Jahren hier lebender Zugezogener

  46. Ich dachte ja schon, die Bebauungspläne wären ad acta gelegt. Nun soll’s einen Friedhofspark geben. Wer braucht denn so was??? Ich bin weiterhin gegen Bebauung und gegen so einen Event- Friedhofspark. Lasst den Friedhof Friedhof bleiben!

  47. An der Stadtgrenze bzw. Landesgrenze ist auch noch Platz (kurz vor dem Speckgürtel).
    Da müssen die Geflüchteten nicht gemeinsam mit christlichen Toten wohnen.
    Ich selbst bin von der Argumentation der SPD enttäuscht; sie hat auf der ganzen Linie versagt und ist bereis seit Jahren dabei, Ihren eigenen Untergang zu schaufeln.

  48. Nachricht aus Berliner Woche, Ausgabe Kreuzberg Kalenderwoche 14 vom 04.04.2018:

    „Einwände gegen Unterkünfte.

    Kreuzberg. Das Vorhaben, auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße modulare Unterkünfte für Geflüchtete zu schaffen, scheint vom Tisch. Das Landesdenkmalamt habe gegen den Bau an dieser Stelle massive Einwände erhoben, wurde von mehreren Seiten bestätigt. Geplant waren Gemeinschaftsunterkünfte für etwa 160 Flüchtlinge.“

  49. ERHALTENSWERTES GRÜN AUF DEN FRIEDHÖFEN
    Die Friedhöfe im Berliner Stadtgebiet nehmen zusammen eine Fläche von rund 1.170 ha ein; das sind 1,41 % der Gesamtfläche Berlins. Für das Klima der Stadt haben sie eine vergleichbare Funktion wie die Grünanlagen, d.h. sie tragen zur Verbesserung der Luftqualität angrenzender Wohngebiete bei. Aufgrund der starken Versiegelung und Bebauung in der Innenstadt fließt ein Großteil des Regenwassers in die Kanalisation. Es kann vom Boden nicht aufgenommen werden und geht dem Grundwasser verloren. Verdunstung und Luftfeuchte sind über dem Stadtgebiet geringer als in unbebauten Flächen im Umland. Die Luft in der Innenstadt ist bei Hitze oft trocken und staubig. Auf Friedhöfen und in Grünanlagen, die größtenteils unversiegelt sind, kann der Boden mehr Wasser aufnehmen. Da die Bäume und Pflanzen das aufgenommene Wasser wieder an die Luft abgeben, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit. Sträucher und vor allem Bäume binden Kohlendioxid und Staubpartikel. Ein einziger großer Laubbaum reinigt in einer Stunde bis zu 4000 m³ Luft. Dabei werden 2 kg Kohlendioxid gebunden und fast 2 kg Sauerstoff abgegeben. Ein großer Baum bindet im Jahr außerdem rund 100 kg Staub.

  50. Ältere Menschen gehen bereits jetzt nur noch ungern zu ihren Gräbern, da sich der Friedhof zu einem Drogenumschlagplatz gewandelt hat. Im Zuge der Touristifizierung ist dies ganz klar so gewollt. Leider kommt es dem Friedhofsverband entgegen, denn dann kann man gleich noch mehr Gräber einebnen, um das Areal lukrativer zu nutzen. Da ältere Menschen in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden, interessiert es auch nicht weiter, Hauptsache man hat sie schnell beseitigt.
    Dass im Krematorium ein Cafe eingerichtet wurde mit dem Namen „Green Silent“ scheint ein sanfter Vorbote auf die engültige, vollkommene Verwertung des Menschen in Form von Kannibalismus, der auf der nichtkörperlichen Ebene in diesem ausufernden neoliberalen Raubtierkapitalismus bereits vorherrschend ist. Die Kirche hat sich schon immer dem jeweiligen System angeschlossen und gut davon profitiert. Sie ist ein Teil davon und macht bei anscheinend jedweder Zerstörung mit, wenn’s Kohle und Prestige einbringt und sie sich obendrein bei denen, die sich gerne an der Nase herumführen lassen, noch gutmenschlich darstellen kann.

  51. 90000 € soll die Zerstörung der Natur auf dem Friedhof zur Bespaßung von Touristen kosten. Die arme Stadt, die nie Geld hat. Dafür müssen dann andere zur Tafel gehen, weil die Bespaßung vorgeht. Selbst vor Friedehöfen gibt es keinen Respekt mehr. Die letzten Nischen werden vermarktet und den Massen, dem Lärm und dem Dreck ausgeliefert. Hauptsache die Natur wird dabei noch nachhaltig zerstört. Wie lange will man die Einwohner eigentlich noch quälen und zu rein wirtschaftlichen Zwecken mißbrauchen, sie regelrecht krank und kaputt machen. Es ist politisch vorgesehen, Friedhöfe zu einem Bespaßungs-, Drogen und Alkoholumschlagplatz zu machen, da dafür die Parks usw. nicht ausreichen. Es scheint für die Politik unerträglich zu sein, solche Nischen für Natur und Anwohner übrig zu lassen zu deren Erholung in einer immer unerträglicher werdenden Stadt. Die Gesundheit der Bewohner wird mit Füssen getreten, so wie es auch mit der Natur geschieht. Wir müssen unsere letzten Reservate retten. Natürlich werden die Stärksten am längsten in der Stadt überleben. Die anderen werden gemobbt und vorzeitig ins Jenseits befördert.

    1. Pflegeschnitte in der Vegetationszeit werden von starken Rückschnitten nicht angemessen unterschieden. Die Naturschutzverbände greifen erst dann ein, wenn in größerem Maß gerodet wird oder wenn Brutstätten beschädigt oder vernichtet werden. Dabei ist doch die gängige Salamischeiben-Taktik eine schleichende große Gefahr für den Friedhof.

  52. Der geplante Friedhofspark ist keine Verbesserung für den Friedhof an der Bergmannstraße. Vorgesehene Klanginstallationen brauchen wir nicht und Konzerte stören die Ruhe. Eine Öffnung des Friedhofes an der Züllichauer Straße kann zudem leicht dazu führen, daß das Areal nicht mehr nur im eigentlichen Sinne genutzt wird. Die typische Stimmung dürfte immer mehr verloren gehen. Wer beschützt den Ort ausreichend vor eventuellen Schäden? Die eigentliche Begründung des Pfarrers für den Bau des Friedhofsparks ist, daß die Evangelische Kirche angeblich kein Geld für die Friedhofspflege hat, weil zuwenig Bestattungen stattfinden und weil es immer mehr Urnenbeisetzungen gibt. Wenn wir aber einen Bevöllkerungszuwachs in Berlin haben, brauchen wir die Flächen sicher und außerdem soll unser Friedhof so wie er ist, für die erhalten bleiben. Wie es scheint, wollen ihn die meisten Menschen so bewahren. Mit einer Finanzierung durch das Land Berlin und die EU bekäme die Kirche 90000 Euro an Baukosten und 15000 Euro für die Planung. Da kann man sich vorstellen, daß einiges geändert werden soll.

    .

  53. Der geplante Friedhofspark dient als weiterer Touristenkulturrummel. Wenn der neue Flughafen läuft, werden lt. Visit Berlin Massen an internationalen Touristen, vor allem aus China, die Innenstadt und die Friedhöfe an der Bergmannstraße mit allem was dazugehört fluten: Lärm, Dreck, Massengetrampel in der Natur. Es wird forciert, jede letzte Nische in der Stadt zu bewerben und den Touristenströmen zugänglich zu machen. Damit ist die dringend benötigte Ruhe, die es schon jetzt nur noch rudimentär auf Friedhöfen gibt, auf denen bis jetzt Totenruhe verordnet war, vorbei. An der TU Berlin laufen Forschungen in der Hinsicht, daß die Stadt – insbesondere Kreuzberg – mit dem Massentourismus und am meisten Verdichtung, dringend Ruheorte braucht, weil nur dies noch eine Erholung für massiv und massenhaft Lärmgeschädigte ist. Und mit Ruhe ist Ruhe gemeint: keine Konzerte, keine Klangschalen, keine Gruppenevents. Selbst ein Atheist bekommt ein Trauma, wenn ein Friedhof zum Eventort werden soll, was natürlich wie auf der Veranstaltung am 8.3. auf dem Luisenstädtischen Friedhof (Stichwort: „Friedhofspark“) so von den Vortragenden nicht gesagt wird. Sonst wäre ja gleich jeder dagegen. Es wurde so getan, als würde man das alles für die Anwohner machen. Und natürlich fallen manche auch darauf herein. Es muß klar sein, es wird nur was getan, wenn die Kohle wieder irgendwie reinkommt oder das Touriprestige (Ballermannhauptstadt) bedient wird. Wir sind nur Statisten, damit es Eingeborenenglotzen geben kann für Touristen. Ich empfehle dazu das Buch „Die elfte Plage“. Dies läuft dann unter dem neuen Visit Berlin Motto „Go lokal“. Dass Tourismus in Massen die Wohnungsnot noch verstärkt, dürfte wohl auch jedem klar sein. Dass deshalb dringend benötigtes Grün geopfert wird, welches unter anderem zur Abkühlung einer heißer werdenden Stadt benötigt wird, ist auch klar. Besonders für diejenigen, die schwächer sind, z.B. Alte und Kranke, die nur noch aus der Öffentlichkeit wegtabuisiert werden. Wen interessiert es schon noch, was sie wollen, brauchen, denken. Lt. Bürgermeister Müller sind wir doch eine junge Stadt! Wahrscheinlich denkt man sich: sollen sie doch schneller verrecken, ist gut für die Demografie, spart Rentengelder. Über was man nicht spricht, existiert auch nicht. So leiden sie still vor sich hin, oder brechen weinend auf dem Friedhof zusammen.
    Nun wurde auf der Auftaktveranstaltung am 8.3. (Motto: „Friedhofspark“) auf dem Luisenstädtischen Friedhof zur Rechtfertigung der Zerstörung von Natur und Ruhe auf dem Friedhof eine alte Untersuchung von 2006 herangezogen. Gesagt wurde dies aber erst nach Nachfrage. Jeder weiß, wie schnell sich die Stadt in den letzten 12 Jahren verändert und an Einwohnerzahl, besonders in Kreuzberg, zugenommen hat. Deshalb werden in Zukunft nicht wie gewollt, um Reibach zu machen die Begräbnisse zurückgehen, sondern wieder zunehmen. Die Menschen wollen nämlich wieder ein richtiges Grab, das sie bepflanzen können. Es sollen nun auch ungeborene tote Säuglinge begraben werden, was neu ist! Diese Tatsache sollte unter Vortäuschung nicht repräsentativer uralter Untersuchungen unterschlagen werden. Das Bekenntnis von Frau Buschke von Stattbau, daß Tiere und Pflanzen nicht so wichtig seien wie Kultur, war ein Schlag ins Gesicht vieler anwesender Naturschützer, die sich seit Jahren ehrenamtlich um die einzigartige Natur – gerade auf den Friedhöfen – bemühen, denn sonst ist sie praktisch kaum mehr vorhanden. In den angelegten Parks jedenfalls nicht! Erst alle freundlich einladen, sie sprechen lassen und dann draufhauen. Auch lachend den Teilnehmern, die keinen Zugang zur Züllicherstraße wollen, weil klar ist, auf was das hinausläuft, die Machtmuskeln zeigen, indem gesagt wird, daß das nicht verhindert werden kann. So wurde ausgelotet, wo Widerstand ist, um ihn argumentativ zu brechen mit Argumenten und Ignoranz, indem man nicht auf Einwände antwortet, sondern immer wieder freundlich nach Ideen der Umgestaltung fragt. So sollen wir das Gefühl bekommen, wir dürften bei etwas mitmachen, es aber eben nicht verhindern. Den Touristen wird dann erzählt, daß die netten Einwohner dies alles für umsonst für sie gemacht hätten. Das ist kein Witz, so werden wir mißbraucht. Und die Stadt Berlin ist auch sehr gerne bereit, dann den ganzen entstandenen Müll auch wieder mit Donnergetöse zu entsorgen. Die Pflanzen werden dann wie überall zu Tode bepißt, bekackt und bekotzt. Die Vorstellung ist furchtbar.

  54. Wir stellen fest, daß auch in der Vegetationszeit ab dem 1. März weiterhin Schnittmaßnahmen durchgeführt werden, was eigentlich nicht erlaubt ist. Kleinere Pflegemaßnahmen schon, aber was wir dokumentiert haben, sind auch starke Rückschnitte bei bald blühenden Sträuchern, wie den gelben Forsythien. Die typischen Frühlingsblüher wurden auf ca. 25 cm herunter geschnitten. Das bedeutet bei diesem Strauch, daß die Knospen für dieses Jahr nicht mehr nachwachsen und deshalb deren Blüte ausfällt. Was uns sehr besorgt, ist, daß die immergrünen Eiben u.ä. immer mehr ausgelichtet werden. Auch andere Blühsträucher wurden jetzt, zur falschen Zeit, beschnitten. Die Friedhofsverwaltung gab den Auftrag dazu. Unser Hinweis auf die Vegetationszeit nach dem Bundesnaturschutzgesetz nach § 44 zeigt dort keine Wirkung. Deshalb haben wir nun den BUND angeschrieben und auch einige Fotos geschickt. Bitte haltet Eure Augen auf und dokumentiert hier weitere erhebliche oder widersinnige Rückschnitte und teilt sie uns bitte hier sofort mit! Danke und viele Grüße

  55. Die Ev. Kirche Berlin Mitte Süd, vertreten durch Hr. Quandt Pfr. im Unruhestand, will seit über 10 Jahren den denkmalgeschützten Friedhof, d. h. ein Teilstück an der Jüterboger Straße, zu Bauland machen (Siehe Kommentar von Peter vom 24.06.17). Herr Quandt dachte, es könne so gehen wie an der Barfussstraße in Wedding, wo 2017 ein ganzer Friedhof als Bauland verkauft worden ist und dem Friedhofsverband Mitte Süd einen warmen Geldregen bzw. Geldsegen eingefahren hat. Auf dem ehemaligen Friedhof entsteht ein neues Stadtquartier (Das finden Sie bei Google unter Berliner Woche Wedding oder Mitte). Vom Gesetz her geht das an der Jüterboger Straße nicht, weil die „Bergmann-Friedhöfe“ unter Denkmalschutz stehen.
    Zufällig kamen die Geflüchteten zu Hilfe und die Möglichkeit über § 246 „normale“ Friedhöfe (ohne Denkmalstatus) temporär für mobile Unterkünfte zu nutzen. Dabei werden gängige Planungsinstrumente wie Flächennutzungsplan und Bebauungsplan ausgehebelt, weil beschleunigtes Verfahren wegen der Geflüchteten. Herr Quandt ahnte seine Chance. Seitdem bietet er für lau das Gelände an der Jüterboger Straße für Flüchtlingswohnheim an. Der Denkmalschutz steht dem entgegen. Herr Quandt lässt nicht locker. Er bietet „sein“ Grundstück weiter an. Der Senator für Finanzen und Senatorinnen für Soziales und Stadtentwicklung sind für die Bebauung des denkmalgeschützten Friedhofes an der Jüterboger Straße. Der Denkmalschutz ist dagegen. Ob Herr Lederer sich dem Denkmalschutz und der Kultur verantwortlich zeigt oder seine Parteigenossinnen stärkt, kann man sich denken. Das Abgeordnetenhaus wird darüber entscheiden und Bürgermeister Müller – aber auch nur, weil Pf. Quandt das Grundstück mit hohem Druck anbietet. Sonst wäre das überhaupt nicht so weit gekommen. Der Senat hat kürzlich allen Bezirken weitere Flüchtlingsstandorte zugewiesen, auch zwei für Friedrichshain-Kreuzberg. Das sind Flächen in Landes- oder Bundeseigentum. Es gibt sie also noch, die Flächen. Man muss dafür keinen denkmalgeschützten Friedhof nehmen und schon gar nicht das moralische Getöse der Herren Pfarrer Quandt, Gahlbeck und Storck glauben. Sie sind nur am Verkauf der wertvollen Grundstücke interessiert. „Die armen Flüchtlinge“ im wahrsten Sinne des Wortes dafür „zu benutzen“ ist ihre einzige Chance.

  56. Ein Friedhof soll ein Ort der Ruhe, der Trauer und der Besinnung bleiben. Also kein Friedhofspark. Bei der Umwandlung von Friedhöfen in angrenzende Parks hat es sich gezeigt, daß es anschließend alles andere als ruhig war auf dem angrenzenden Friedhof. Auch keine Events, denn davon gibt es schon genug und sie sind immer laut und es finden Happenings in Gruppen statt. Es scheint auch hier darum zu gehen, daß eine Stattbau möglichst viel macht und eben damit möglichst viel verdient. Ein Friedhof ist kein Animationsort wie im Pauschalhotel. Die Übersättigung mit „Kultur“, „Events“ in dieser Stadt ist unerträglich geworden. Sie ist nötigend, übergriffig und extrem belästigend und soll die Menschen wohl vom eigenen Denken, Fühlen, Erleben abhalten. Leider fallen viele auf diesen öffentlichen Event-Hype herein, der vor allem irgendwelchen Geschäftemachern dient und als Ablenkungsmanöver nach dem Motto: gib den Leuten ihren Spaß und man kann mit ihnen machen, was man will. Die Natur soll sich entfalten, wie sie es vor einiger Zeit noch konnte. Viele einzelne Spaziergänger dort wollten genau das und sie haben die relativ unberührte Flora und Fauna genossen. Dazu braucht es dann nichts extra Angelegtes, also keine Benutzung irgendeiner Art, die nicht dem eigentlichen Interesse eines Friedhofs dient. Es wurden schon genug innerstädtische Parks auch zutode angelegt, womit man mich daraus vertrieben hat.

  57. Bebauung auf den Friedhöfen steht dem Denkmalschutz- und dem Naturschutzgedanken entgegen. Jeder, der die Friedhöfe an der Bergmannstraße kennt und mag, sollte daher gegen Bebauung auf solchen denkmalgeschützten Flächen sein! Ich denke, Denkmalschutz und Schutz für Pflanzen und Tiere lassen sich in Einklang bringen. Schulkinder werden dann auch künftig seltene Vogelarten beobachten können. Solche Positionen scheinen es aber nicht bei allen leicht zu haben. Glücklicherweise sind die meisten inzwischen jedoch sensibilisiert. Und: Bitte keine Umbenennung von Friedhofsteilen in Konstrukte, in denen der Begriff „Park“ auftaucht! So gut es gemeint ist, wir wissen wie es um unsere Parks steht. Und dann: „Geflüchtete“ dürfen nicht als Argument für Bebauung herhalten!

  58. Wir müssen die letzten Grünflächen – und dazu gehören auch die Friedhöfe – schützen. Die Lebensqualität geht immer weiter runter. Für die Schwächsten ist es schon viel zu unerträglich und schwerst krank machend. Es ist deprimierend, daß dieses Vorgehen selbst von Umweltverbänden unterstützt wird, die sich kaufen lassen und alles verraten, wofür sie einst angetreten sind. Wie grausam und lebensfeindlich soll es noch werden? Wieviel Leid müssen wir noch hinnehmen?

  59. So ist doch Ballermann ein probates Mittel der Verdrängung in dieser Stadt, was der Politik durchaus bekannt ist. So kann sie anschließend sagen, es gibt ja keine Angehörigen mehr, die ihre Gräber besuchen und keine Ruhe suchenden Spaziergänger mehr, die auf der Flucht vor Lärm in ihrem Wohngebiet sind. Ein Mittel den Friedhof dadurch zu räumen und eine weitere Legitimation ihn bebauen zu können. Damit die Politik ihr vielleicht rudimetär vorhandenes Gewissen endgültig los wird. Dies hat schon mit der Randbestückung vom Cafe begonnen, wo sich selbst Tote im Grab umdrehen, wenn sie sich das gellende und kreischende Gelächter anhören müssen. Religiöse Old-School-Menschen fallen vom Glauben ab, was ganz im Sinne der politischen Strategie ist. Sie sind ein lästiges Überbleibsel und störend für die Wirtschaft und die neue Kultur dieser Stadt, die daran arbeitet, alles zur Kultur zu erheben, wenn es ihren kommerziellen und Vertreiberinteressen dient. So läßt sich das Niveau an Kultur in unfassbare Niederungen immer weiter unterbieten und ausschlachten.

  60. Das würde euch wohl so passen, ihr islamophobe Ratten! Jetzt versteckt ihr euch hinter der Maske von biederen Kreuzbergern. Ihr glaubt wohl, ihr könnt mit euerm unverständlichen Gefasel, das auch noch einer mit muslimischen Namen geschrieben haben soll, euch vor dem retten, was euch sowieso blüht.
    WIR KRIEGEN EUCH ALLE; IHR OPFER !!!
    NIE wieder FASCISMUS
    x-berg-burning

  61. Jetzt also auch auf dem Kirchhof Friedrichswerder und später dann wohl noch auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof. Hab’s erst gar nicht glauben können, sind die Bergmannfriedhöfe doch auch ausgewiesene Berliner Gartendenkmäler. Wirklich gut, dass ihr das angepackt habt und jetzt auch mit eurer Website für Aufklärung sorgt. Lasst euch bloß nicht unterkriegen von den – ja genau: „Dumpfbacken“! Muss doch möglich sein, dass nicht Teile eines Friedhofs des Profits wegen rausgeschnitten werden. Und außerdem: Die Bergmannfriedhöfe brauchen wir doch noch – ob klein oder groß – zum Atmen und Abschalten! Ist doch schon so viel kaputt saniert worden. Wünsche weiter viel Erfolg. Meine Unterstützung habt ihr jedenfalls. Venceremos – hoffentlich.

  62. Ballermann raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Touristen raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Lärm raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Vermüller raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Bebauer raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Politiker raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Tourismusindustrie raus aus Friedhöfen und Wohngebieten. Geldgeier raus aus der Stadt.

  63. Mittlerweile gibt es eine Bauweise der Reichen im Favelaschick. Das ist angesagt. Es würde mich nicht wundern, wenn nach dem Bau auf dem Friedhof ebensolche im Friedhofsschick einziehen würden, da bis dahin keine Notwendigkeit mehr für Geflüchtete besteht und der Bezirk wie immer „dringend Geld braucht“.

    1. _genau so_
      Schade, dass das Probleme der Flüchtlingsunterkünfte eigentlich schon vorbei ist.
      Da wird es noch ein bisschen künstlich angeheizt und verläääääääääääääängert.
      _DAS WAR EINE GENEHME ZEIT_

  64. Die Kirche beteiligt sich schamlos an der Vertreibung und Traumatisierung ihrer Mieter. Sie beteiligt sich an spekulativem Wohnungsleerstand und handelt damit nicht anders als andere Spekulanten. Viele sind daran zerbrochen und eines frühen Todes gestorben, was natürlich nicht öffentlich gesagt wird. Es wird gehofft, daß die meisten es nicht bemerken, wie die Kirche selbst zur Flucht beiträgt. Mit „angeblich sozialen Projekten“ will sie sich von ihren Sünden reinwaschen, was in der „christlichen Tradition“ durchaus legitim ist. Vor allem ältere Menschen, die ihre Angehörigen auf dem Friedhof besuchen wollen, zerbrechen angesichts der (wie es die Politik so gerne unschuldsvoll ausdrückt) „Öffnung der Friedhöfe für die Allgemeinheit“. Die Allgemeinheit besteht dann aus der eigens von ihnen beworbenen und geförderten jungen Sauf-, Gröl- und Müllkultur, die dann als Vorhut für die Eleminierung anderer auf dem Friedhof sorgt, damit man dann ungestört seinen zerstörerischen Geschäften nachgehen kann. So hat diese Methode System. So werden am Ende die darwinistisch Stärksten, die Korruptesten, die Verlogensten, die Kriminellsten überleben, damit sie dann ungehindert diese Welt noch schneller zugrunde richten können.

  65. Was noch nicht erwähnt wurde: Teile der Friedhöfe an der Bergmannstraße sollten, wenn es nach der Friedhofsverwaltung gegangen wäre, schon seit ca. 10 Jahren bebaut werden. Damals wollten Baugruppen dort bauen. Anwohner und Ströbele haben sich dagegen eingesetzt. Dies zeigt, daß es rein wirtschaftliche Gründe sind, die nun hinter einem grenzenlos geheuchelten Mitleid für Geflüchtete versteckt werden müssen, um Zustimmung zu erhalten. Die Politik schämt sich nicht, mit den Geflüchteten noch hausieren zu gehen. Alles verlogene Argumente … Hätte diese Politik wirklich Mitleid mit Geflüchteten, wären sie schon längst in Wohnungen. Aber da gibt man doch den Touristen den Vorzug, die ja das Geld in die Stadt bringen, und es ist ja auch nicht so, daß man Touristen zumuten könnte, im Hangar untergebracht zu werden! Obwohl man meinen könnte, es ihnen durchaus für ein paar Tage zumuten zu können. Da sie ja das Geld bringen, brauchen sie unbedingt unzählige Hotels, Hostels und Ferienwohnungen. Jemand aus der Friedhofsverwaltung hat mir gegenüber zugegeben, daß es um rein wirtschaftliche Gründe geht. Ich würde mich weniger ärgern, wenn die Politik dann wenigstens so ehrlich wäre, das zuzugeben und den anderen Schmuh einfach mal weglassen würde. Dann könnte man sich das ganze Nazi- nicht Nazi, links-rechts und sonstige populistischen Zuschreibungen und Verbrämungen der eigentlichen Beweggründe sparen.

  66. Der Friedhof Bergmannstraße ist für mich sehr wichtig. Es ist der letzte Ort der Ruhe, da die Stadt extrem laut wurde und ich viel Ballermann 24 Stunden lang ertragen muß. Nun werden die letzten Ruheorte der Stadt auch noch kaputt gemacht, bebaut und zum Happening für Touristen. Es ist schrecklich. Es gibt etliche Menschen für die der Friedhof eine Zuflucht ist, um mal Ruhe zu genießen. Abgesehen davon hat Kreuzberg am wenigsten Grünflächen. Die Hitze im Sommer wird immer unerträglicher, was durch ständige Nachverdichtung und Vernichtung von Grün in hohem Maße noch befeuert wird. Frauen, ältere Menschen und Kranke leiden natürlich am meisten darunter. Diese Katergorie, die am wenigsten beachtet wird. Die Zerstörung der Biotope, die immer erhalten werden sollten, scheinen nun auch nicht mehr wichtig zu sein, da nur noch wirtschaftliche Interessen zählen. Selbst die Toten dürfen nicht mehr ruhen.

    1. sehr gut, dass der Umwelt-Faktor LÄRM zur Sprache kommt.

      Es wird generell Zeit, LÄRM genauso einzudämmen und zu verbieten wie andere schädliche Emissionen.
      im Gesetz steht es ja schon drinnen, aber es kümmert niemanden, denn es geht erst mit der Bewusstwerdung los!

  67. Ich finde Ihr bräuchtet gar nicht so viel Pathos in Euren Editorialtext zu packen. Anfang des Jahres ist bei der Veranstaltung in der Passionskirche doch sehr schön deutlich geworden, dass die Friedhofseigner mittelfristig die weitere lukrative Bebauung entlang der gesamten Jüterboger Straße anstreben und das isolierte Diakonie Heim nur ein Anfang ist. Auch das von der Bezirksbürgermeisterin eingestandene eigene Versagen bei der Beschaffung von Wohnungen für Flüchtlinge innerhalb bestehender Nachbarschaften war klar ersichtlich. Ich denke also dass ihr genug Sachargumente gegen die Errichtung eines von der Restbevölkerung isolierten Flüchtlingsheims auf der Friedhofsgrünfläche auf Eurer Seite habt. Danke für Euer Engagement!

    1. Die Kirche als orientalische Sekte hatte noch nie ein positives Verhältnis zur Natur, war immer feindlich zur Natur und zum Leben. Was erwartest du?

  68. Endlich mal wieder Mut und ein bisschen Witz im Kiez. Auch wenn ich den Text von diesem Mustafa manchmal etwas langatmig fand, muss ich doch insgesamt sagen: Der traut sich was. Respekt! Hoffentlich macht ihr weiter so und lasst euch bitte nicht von den Dumpfbacken einschüchtern. Bitte . . .

    1. Den Kommentar finde ich einigermaßen treffend, aber „Dumpfbacken“ ist nun wirklich zu vulgär. Schade, ich weiß auch nicht, was besser wäre! „Bekennende Gutmenschen“ gefällt mir. Also, viel Erfolg und Unterstützung beim Protest.

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