KEINE UNTERZEICHNUNG DES MERCOSUR HANDELSABKOMMENS

KEINE Unterzeichnung des MERCOSUR-Handelsabkommens – Indigene Völker Brasiliens besonders betroffen!

Das Mercosur-Freihandelsabkommen darf nicht still und leise von der deutschen Regierung unterzeichnet werden, sobald ein paar Absichtserklärungen unter Dach und Fach sind. Die Forderung an Heiko Maas (oder wer es in der deutschen Regierung verantwortet) lautet: Unterzeichnen Sie das Abkommen nicht! Obwohl der Vertrag für Brasilien eine Verpflichtung zur Bekämpfung der Entwaldung enthält, lässt sich bereits jetzt ein vermehrter – auch illegaler – Holzeinschlag beobachten – und das auch in indigenen Gebieten. Abgesehen von den Auswirkungen auf das weltweite Klimageschehen, wird das Mercosur-Abkommen zum einen den indigenen Völkern Brasiliens und Südamerikas großen Schaden zufügen. Und die europäischen Bauern – egal ob herkömmlich wirtschaftend oder als Biobauern tätig – werden mit den Preisen, die auf gerodetem Land erzielt werden, nicht konkurrieren können. Nutzen wird das Abkommen allerdings u. a. der deutschen / europäischen Auto-, Maschinenbau- sowie Chemieindustrie und den brasilianischen und südamerikanischen Großbauern (Viehhaltern).

K. Lückert (Mitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.)


Lieber Herr Lückert, vielen Dank für Ihr Feedback und Ihre Anregungen, wir haben jetzt intern darüber diskutiert. Wir engagieren uns weiter in der Mercosur-Freihandelsabkommen-Debatte und haben zu dem Thema auch Aktionen, die ein klares „Nein“ zu dem Abkommen fordern. Wir unterstützen bereits den europäischen Aufruf: Sign the Call for German EU Council presidency to stop the EU-Mercosur Agreement. Wir sind für Ihre Anregungen und Kritik dankbar. Gerne können Sie auch die Postkarte umschreiben.  Juliana Miyazaki, Referentin indigene Völker der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. am 22.6.2020.

Bergmannfriedhoefe.de – 28. Juli 2020

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