BEITRÄGE 2017-2019

TEXTE * LESERBRIEFE * TERMINE * PRESSE *AUFRUFE

veröffentlicht am 27.12.19
Wohnen, wo andere ruhen!

Titel: Friedhof an der Bergmannstraße: Wohnen, wo andere ruhen. Politik und Kirche stehen geschlossen hinter dem Bauprojekt. Sehr zum Unmut vieler Kreuzbergerinnen und Kreuzberger / Hans Korfmann, In: Berliner Zeitung, 23.12.19 (öffnen)

veröffentlicht am 22.12.19
Presseinformation der Initiative Bergmannfriedhöfe zur Überreichung von Unterschriften
  • berlin 18.12.19 - 10:31 / Staaatssekretär Woop mit dem Protest in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Bild: S. Tollkühn).

Heute, am Mittwoch, dem 18. Dezember 2019 werden wir den Versuch unternehmen, insgesamt 3.802 von uns gesammelte Unterschriften gegen jede Bebauung der denkmalgeschützten Friedhöfe an der Bergmannstraße dem Staatssekretär für Europa, Herrn Gerry Woop zu überreichen. […] (Presseinformation öffnen)

Titel: Initiative gegen die Bebauung der Bergmannfriedhöfe (Presseinformation zur Überreichung von Unterschriften an Staatssekretär Gerry Woop) / Initiative Bergmannfriedhöfe – 18.12.19

veröffentlicht am 20.12.19
3802 Unterschriften für Staatssekretär Gerry Woop

Ende 2016 wurden 3802 Unterschriften gegen jede Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen gesammelt. Am 18.12.19 wurden sie dem Staatssekretär für Europa, Herrn Gerry Woop, im Foyer der Senatsverwaltung überreicht. Warum nicht früher? Antwort: Erst im November 2019 und damit kurz vor Ablauf des Sonder-Paragraphen 246 Baugesetzbuch reichte der Eigentümer des Grundstücks, der Evangelische Friedhofsverband im Bezirksamt einen Bauantrag ein. Anwohner und Besucher der Friedhöfe an der Bergmannstraße sind fassungslos.

veröffentlicht am 14.12.19
Postkarte gegen Bebauung

Endlich ist sie da, die Postkarte gegen Bebauung! / Entwurf: H. Truetsch (Die Postkarte ansehen)

veröffentlicht am 07.12.19
Evangelischer Friedhofsverband reicht wider Erwarten Bauantrag ein

Jetzt ist eingetreten, womit nicht mehr viele gerechnet haben: Kurz vor dem Jahreswechsel hat der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einen Bauantrag für ein Wohngebäude auf dem Friedrichswerderschen Friedhof an der Bergmannstraße eingereicht. Dabei soll es sich um ein 55 m langes unterkellertes 5-stöckiges Gebäude handeln, das an der Jüterboger Straße im Außenbereich errichtet werden soll, also dort, wo Bauen aus vielerlei Gründen strikt untersagt ist. Wie nur will die Evangelische Kirche diesen Bauantrag durchbringen? Will sie am Ende den Außenbereich zum Innenbereich deklarieren lassen? Kaum Vorstellbar! In der Berliner Morgenpost vom 8.11. war zu lesen, das Projekt befände sich bereits in der behördlichen Abstimmungsphase. Damit dürfte gemeint sein, dass der Bauantrag nun erst einmal von Behörden wie dem Landesdenkmalamt geprüft wird. Dort steht auch, der Bau soll als Flüchtlingswohnheim genutzt werden und gute Integrationsbedingungen aufweisen. Wie wir inzwischen erfahren haben, soll der Bau besondere Funktionsräume, beispielsweise eine Einlasskontrolle, erhalten. Die Anwohner und Nutzer der Friedhöfe, ob evangelisch, keiner oder einer anderen Glaubensrichtung angehörend, lehnen dieses Vorhaben des Friedhofsverbandes seit langem entschieden ab. Bereits 2016 wurden fast 4000 Unterschriften gegen jede Bebauung dieses Ortes gesammelt. Diese sollen sobald wie möglich der zuständigen politischen Stelle überreicht werden. Wahrscheinlich wird dies die Senatsverwaltung für Kultur und Europa sein, da die Friedhöfe in deren Zuständigkeit fallen. Wichtig auch: Der zum Jahresende auslaufende Sonder-Paragraph 246 Baugesetzbuch lässt übrigens nur eine zeitlich befristete Errichtung von Mobilen Unterkünften für Flüchtlinge (MUFs) auf nicht denkmalgeschützten Flächen zu. Bei den Friedhöfen an der Bergmannstraße handelt es sich aber um Berliner Landesdenkmale.

veröffentlicht am 06.12.19
Um Gottes Willen!

Um Gottes Willen:

Entwurf: Harald Truetsch (12/2019)

veröffentlicht am 16.10.19, aktualisiert: 5.12.19
Der leidige Bauantrag wurde eingereicht

Gegen viele Widerstände wurde der Bauantrag vom Evangelischen Friedhofsverband eingereicht. Wird man dort ein Einsehen haben und doch noch auf die Fachleute hören?

Die Evangelische Kirche hat als Eigentümerin trotz Bedenken der Anwohner, Kreuzberger und Berliner/innen Anfang Oktober 2019 im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einen Bauantrag für ein 5-stöckiges Gebäude auf dem Gelände des Friedrichs-Werderschen Kirchhofs eingereicht. Das „Grundstück“ soll ca. 3000 m² groß sein. Es befindet sich an der Jüterboger / Ecke Golßener Straße. Dabei handelt sich um die Stelle, an der der Friedhofsverband seit längerem ein Stück des Friedhofs verschandelt und als Wirtschaftshof nutzt. „Das ist doch nur ein Komposthaufen!“ erfährt, wer beim Friedhofsverband nachfragt. Es ist alles getan worden, um hier einen Müllhaufen zu inszenieren. Dabei ist das „Grundstück“ nach wie vor als Friedhof ausgewiesen, nicht „entweiht“ und auch Gräber befinden sich dort, wenn auch nicht viele. Sonder-Paragraph 246 Baugesetzbuch, der bis 31.12.2019 das Bauen im sog. Außenbereich ermöglichen soll, kann hier, da es sich um ein Berliner Flächen- bzw. Landesdenkmal handelt, nicht angewandt werden. Somit könnte auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße nur dann gebaut werden, wenn das Berliner Landesdenkmalamt (oberste Fachbehörde) doch noch zustimmen sollte oder aber die Senatsverwaltung für Kultur und Europa zu Gunsten der Evangelischen Kirche eingreifen würde. Am 10.10.2019 fand durch den Landesdenkmalrat eine Begehung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Folgetag, dem 11.10. gab dieser zur Bebauungsfrage eine Empfehlung, de facto eine Nicht-Empfehlung, ab, die am 30.10.2019 auf der Website der Senatsverwaltung für Kultur und Europa veröffentlicht wurde. Hier gekürzt:

Bei dem zur Diskussion stehenden Neubauprojekt „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes handelt es sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von […] Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche. Das Baufeld resultiert nicht aus städtebaulichen Überlegungen. Es überlagert eine der als Alleen ausgebildeten Hauptachsen […]. Der Denkmalwert des Friedrichs-Werderschen Friedhofs und der angrenzenden Friedhöfe ist unstrittig. Ein Baukörper des geplanten Ausmaßes und der vorgesehenen Positionierung wird die Lesbarkeit und Substanz des Gartendenkmals beeinträchtigen. […] der geplante Neubau an dieser Stelle städtebaulich nicht hinreichend durchdacht ist und auf die Struktur des Friedhofs keine Rücksicht nimmt. Da es sich nicht um eine temporäre Maßnahme handelt, sondern letztendlich um eine generelle Umwidmung in Wohnbauflächen, sind keine Ausnahmetatbestände erkennbar. Der LDR […] regt in diesem konkreten Fall jedoch an, für den geplanten Neubau einen alternativen Standort zu finden.

Zusammensetzung des Landesdenkmalrates (Mitglieder werden vom Senat auf Zeit berufen): Marcia Haldemann, Prof. Dr. Matthias Noell, Prof. Dr. Michael Krautzberger, Prof. Thomas Will, Dipl.-Ing. Jórunn Ragnarsdóttir, Prof. Volker Staab, Prof. Dr. rer.pol. Kristin Wellner, Dr.-Ing. Sylvia Butenschönn, Erik Roßnagel, Dipl.-Ing. Christine Edmaier, Prof. Dipl.-Ing. Frank Prietz, Prof. Dr. Elisabeth Merk

Die Gegner einer Bebauung auf diesen Flächendenkmalen appellieren an jene, die demnächst über den Bauantrag befinden werden, die Argumente und Sorgen der vielen Fachleute zu berücksichtigen und das abwegige, von einigen Pfarrern der Evangelischen Kirche vorangetriebene („lukrative“) Projekt für gerade einmal 165 Menschen (Eine andere Quelle spricht von nur 141 Personen!) abzulehnen. Es wäre ein zu tiefer Eingriff in das Landesdenkmal. Es wird auch daran erinnert, dass sich bereits Ende 2016 über 3500 Berliner/innen bei einer Straßenumfrage rund um diese Friedhöfe namentlich gegen das Projekt ausgesprochen haben. Auch Naturschützer sind alarmiert. Auch deshalb wurden die markierten Bäume, die einem Neubau weichen sollen, fotografiert und vermessen. Einer von ihnen – eine Eiche – hat dem Friedhofsverband bereits „die Stirn geboten“ (Strafandrohung bei Fällung: 50.000 €). Weitere Bäume, die keine Nummer erhalten haben, sollen sich auf dem Baugrundstück befinden.

veröffentlicht am 24.11.19
Vom Ende der Bürgerbeteiligung

Im November 2019 veröffentlichte Horst Unsold in der Kreuzberger Chronik ein Kiezgespräch (Titel: Vom Ende der Bürgerbeteiligung) an dem acht engagierte Kiezbewohnerinnen und Bewohner – darunter auch er selbst – teilnahmen. In dem Gespäch werden verschiedene „Baustellen“ angesprochen und diskutiert, z.B. Fraenkelufer, Bockbrauerei, Begegnungszone Bergmannstraße, aber auch das Bauprojekt auf den Bergmannfriedhöfen. In dem Gespräch wird u.a. auch ein Vergleich zu früherem Engagement, z. B. Startbahn-West oder Wackersdorf, gewagt. Alles in allem beklagen sich die Diskutanten bitterlich über die heutige politische Praxis, auch oder gerade auch in Kreuzberg: Politische Teilhabe sei nämlich nur vorgetäuscht. Stellvertretend sei Kleemann zitiert:

Ich habe wegen des Bauprojektes auf dem Friedhof an der Bergmannstraße einen zwanzig Seiten langen Brief geschrieben, habe in Sachen Naturschutz recherchiert, Baugesetze durchgesehen, die Sache von allen Seiten beleuchtet. Und dann habe ich das an alle Verantwortlichen geschickt, Bezirksamt, Senat, Denkmalschutz. Lederer, Schmidt, Hermann… Ich habe das nicht einmal, sondern mehrfach geschickt, weil ich nie eine Antwort bekam. Und ich warte immer noch!

Titel: Vom Ende der Bürgerbeteiligung. Die Kreuzberger hätten mitreden sollen: Bei der Umgestaltung der Bergmannstraße, bei der Umwandlung der Bergmannfriedhöfe, sowie beim Ausbau der historischen Bockbrauerei. Reden durften sie, nur gehört wurden sie nicht. Ein Kiezgespräch / Horst Unsold, In: Kreuzberger Chronik, November 2019 / Nr. 214, S. 8-13 (als PDF öffnen)

veröffentlicht am 14.11.19
Die Zählung ergab die Zahl „3802“!

Von September bis Dezember 2016 wurden in Kreuzberg in der Nähe der denkmalgeschützten Friedhöfe an der Bergmannstraße 3802 Unterschriften gegen Wohnungsbau – vorgesehen auf einem der vier Friedhöfe – gesammelt. Die Evangelische Kirche hat das Votum überhaupt nicht interessiert. Im Oktober 2019 hat der Evangelische Friedhofsverband beim Bezirksamt einen Bauantrag für ein unterkellertes 5-stöckiges Gebäude in der Größe des gegenüberliegenden Gebäudes (Polizeigelände) eingereicht.

veröffentlicht am 13.11.19
Was heißt „er plane“ – was heißt „sie soll“?

Die Berliner Morgenpost berichtete vor fünf Tagen, der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte plane an der Jüterboger Straße auf einer Friedhofsfläche des Kreuzberger Friedhofs Friedrichswerder eine neue Flüchtlingsunterkunft. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann soll die Planung unterstützen.

veröffentlicht am 13.11.19
Brief an Berlins Obere Denkmalschutzbehörde

Sehr geehrte Frau Burtin,

Sie haben gestern einige Mitglieder der Bürgerinitiative gegen eine Bebauung des Friedhofs an der Jüterboger Straße aufgefordert, Ihnen zu schreiben. Ich hoffe, diese Aufforderung war kein Akt bloßer Höflichkeit, sondern ernst gemeint. Deshalb schreibe ich Ihnen.

Ich wohne seit vielen Jahren am Friedhof, meine Mutter und viele meiner Freunde sind dort begraben. Ich bin Journalist und lange für die ZEIT und Frankfurter Rundschau aktiv gewesen. Darüber hinaus gebe ich seit 20 Jahren die Kreuzberger Chronik heraus und habe für eine Reportage über die Veränderungen auf den Friedhöfen neben der Süddeutschen Zeitung und dem Sender 3sat einen Preis erhalten. Ich erwähne das, um deutlich zu machen, dass ich mit dem Thema vertraut bin.

Ich möchte mit diesem Brief darauf hinweisen, dass der ev. Kirchenverband es – entgegen seiner Versprechungen  – versäumt hat, [. . .]

Hinweis: Hans W. Korfmann schickte diesen Brief zum Thema „Bebaung der Friedhöfe an der Bergmannstraße“ am 11.10.2019 an den Senat für Kultur und Europa, d. h. die Obere Denkmalschutzbehörde Berlins, zu Hd. von Frau Burtin, ohne freilich bisher eine Antwort zu erhalten. (Den Brief lesen)

veröffentlicht am 04.11.19
Oh my Gosh, all those sad and bitter days in Germany . . .
  • Banner am Friedhofszaun (Bild: 2.11.19)

veröffentlicht am 01.11.19, aktualisiert: 3.11.19
Landesdenkmalrat (Empfehlung)

Empfehlung des Landesdenkmalrats zur Bebauung des Friedrichs-Werderschen Kirchhofs an der Jüterboger Straße, TOP 4 vom 11.10.2019 (veröff. am 30.10.2019)

Bei dem zur Diskussion stehenden Neubauprojekt „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes handelt es sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von ca. 55 Metern, das ca. 38 WE für 165 Personen aufnehmen soll. Es ist am südlichen Ende des Friedhofes entlang der Jüterboger Straße vorgesehen und soll sich mit zwei kurzen Seitenflügeln 17 Meter in die Tiefe des Friedhofes erstrecken. Die zugehörigen Freiflächen reichen bis zu 45 Meter in den Friedhof hinein. Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche.

Das Baufeld resultiert nicht aus städtebaulichen Überlegungen. Es überlagert eine der als Alleen ausgebildeten Hauptachsen des Friedhofs und ist aus der Ermittlung von Flächen bestimmt, auf denen keine „Pietätsfristen“ im Wege stehen. Der Denkmalwert des Friedrichs-Werderschen Friedhofs und der angrenzenden Friedhöfe ist unstrittig. Ein Baukörper des geplanten Ausmaßes und der vorgesehenen Positionierung wird die Lesbarkeit und Substanz des Gartendenkmals beeinträchtigen. Der Landesdenkmalrat macht darauf aufmerksam, dass der geplante Neubau an dieser Stelle städtebaulich nicht hinreichend durchdacht ist und auf die Struktur des Friedhofs keine Rücksicht nimmt. Da es sich nicht um eine temporäre Maßnahme handelt, sondern letztendlich um eine generelle Umwidmung in Wohnbauflächen, sind keine Ausnahmetatbestände erkennbar.

Der LDR anerkennt grundsätzlich das Engagement des Friedhofsverbandes, bei der Schaffung von Wohnraum für Geflüchtete mitzuwirken. Er räumt auch ein, dass die Bebauung nicht mehr benötigter, auch denkmalgeschützter Friedhofsflächen in Einzelfällen berechtigt sein kann. Er regt in diesem konkreten Fall jedoch an, für den geplanten Neubau einen alternativen Standort zu finden.

Hinweis (Bergmannfriedhoefe.de): Der Landesdenkmalrat (LDR) entwickelt Positionen zu denkmalgeschützen Objekten und veröffentlicht diese als „Empfehlungen“, in unserem Fall müsste es eigentlich „Nicht-Empfehlung“ heißen. Die Empfehlung zum Umgang mit dem Bauantrag der Evangelischen Kirche ist seit dem 30.10.2019 auf der Website der „Senatsverwaltung für Kultur und Europa“ einsehbar unter: https://www.berlin.de/sen/kulteu/denkmal/organisation-des-denkmalschutzes/landesdenkmalrat/positionen-und-empfehlungen/. Seit mehr als drei Jahren wenden wir uns mit unseren beschränkten Mitteln gegen jede Bebauung auf den denkmalgeschützten Bergmannfriedhöfen. Wir freuen uns über die Expertise des Landesdenkmalrats und sehen uns durch seine Empfehlung in unserem Vorgehen bestärkt.

Auf der senatseigenen Website ist über den LDR zu lesen: Dem für Denkmalschutz zuständigen Senatsmitglied steht mit dem Landesdenkmalrat ein interdisziplinär besetztes Beratungsgremium zur Seite. Es wird vom Senat berufen und besteht aus 12 Mitgliedern. Nach dem Denkmalschutzgesetz Berlin setzt sich der Landesdenkmalrat interdisziplinär aus Vertretern der Fachgebiete der Denkmalpflege, der Geschichte und der Architektur sowie paritätisch aus sachberührten Bürgerinnen und Bürgern sowie Institutionen Berlins zusammen. Der Landesdenkmalrat wird auf Vorschlag des zuständigen Senators (der Senatorin) vom Senat für die Dauer von vier Jahren berufen. Die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder des Landesdenkmalrats beraten den zuständigen Senator bei Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Mehr unter: https://www.berlin.de/sen/kulteu/denkmal/organisation-des-denkmalschutzes/landesdenkmalrat/

veröffentlicht am 29.10.19
Naturschutz in Deutschland (Buchempfehlung)

Titel: Naturschutz in Deutschland: Rückblicke – Einblicke – Ausblicke / Michael Succow, Lebrecht Jeschke, Hans Dieter Knapp, Klaus Töpfer (Geleitwort), Fritz Brickwedde (Geleitwort). Das Buch wurde ausgezeichnet als Umweltbuch des Jahres 2013! Verlag: Ch. Links Verlag, 336 Seiten, Preis: EUR 30,00

veröffentlicht am 25.10.19
Entwertung des Friedhofs zum Müllplatz

Titel: Entwertung des Friedhofes zum Müllplatz – um Denkmalschutz loszuwerden – danach Bauland – noch 2019 vorgesehen (3 Bilder) / Frau Bosse, In: Berliner Woche, 21.10.2019 (öffnen)

veröffentlicht am 22.10.19
Angaben zum Vogelbestand

Eine Kennerin der Friedhöfe hat uns diese Zeilen geschickt: * auf den Friedhöfen wurden 62-64 Vogelarten festgestellt, ca. 90 Prozent sind fotodokumentiert / * weiterhin 13 Schmetterlingsarten, von denen 12 fotodokumentiert sind / * durch einen rücksichtslosen Umgang mit der Natur und gegen die Natur, haben sich die Vogelpopulationen teils dramatisch reduziert, einige Arten sind sogar nahezu „ausgelöscht“ / * leider sind die vorgefundenen Arten nur „sogenannte“ Allerweltsvögel, auch wenn diese inzwischen bekannterweise ebenfalls der Bedrohung unterliegen / * darunter sind aber auch Mittelspechte, Waldohreulen, Waldschnepfen und Pirole. Zu Gast waren ein Kuckuck und ein Schwarzspecht. / * durch teils häufiges und rücksichtsloses Mähen ist auch der Insektenbestand radikal zurückgegangen, was sich ebenfalls bestandsreduzierend auf die Vögel auswirkt.

Hinweis: Die Hinweisgeberin ist der Red. bekannt.

veröffentlicht am 21.10.19
Die Eiche wird geschont – Andere Bäume könnten gefällt werden
  • Nr.1/FW180 - Linde mit Nüsschen (Bild: 8.8.2019)

Bei Nr. 1 (= FW180, U=160 cm) und Nr. 2 (FW181, U=145 cm) handelt es sich um Linden.

  • Nr.3 - Eiche mit Efeu bewachsen (Bild: 6.8.2019)

Nr. 3 (= FW182, U=380 cm) ist eine unter Naturschutz stehende Eiche. Bei ihrer Fällung droht eine Strafe von 50.000 €. Sie dürfte später in der Außenanlage des geplanten Gebäudes stehen.

  • Nr.6/FW203 - Esche, hi. FW204 - abgestorbene Eibe (Bild: 8.8.2019)

Nr. 4 (= FW201, U=160 cm) und Nr. 5 (= FW202, U=205 cm) sind Linden. Nr. 6 (= FW203, U=285 cm) ist eine Esche. Eibe FW204 ist bereits abgestorben.


  • Nr.7/FW224 - Birke (Bild: 6.8.2019)

Nr. 7 (= FW224, U=110 cm) ist eine Birke.


  • Nr.8/FW223 - Blau-Fichte (Bild: 21.7.2019)

Nr. 8 (FW223, U=130 cm) ist eine Blaufichte.


  • Nr.9/FW207 - Spitz-Ahorn mit Früchten (Bild: 6.8.2019)

Nr. 9 (FW207, U=200 cm) ist ein Spitz-Ahorn und Nr. 10 (FW?, U=145 cm) nochmals eine Linde.


  • Nr.12 - Pappel (Bild: 8.8.2019)

Nr. 11 und Nr. 12 wurden vor einigen Jahren gekappt. Es dürfte sich um Pappeln handeln.


  • Nr.3 - Eiche / Vermüllung neben Gräbern (Bild: 2.8.2019)

Verwahrlosung!

20. Oktober 2019
Janosch geht!

  • Janosch geht! (Bild: 26.9.2019)

Nach 10 Jahren verlässt Gärtner Janosch die Bergmannfriedhöfe. Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute!

veröffentlicht am 20.10.19
Sachverständigenbeirat für Naturschutz und Landschaftsplege zur Umnutzung von Friedhofsflächen

Wie wir erst jetzt erfuhren, veröffentlichte der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftsplflege, Prof. Dr. Ingo Kowarik, angesiedelt im Haus der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, am 14.3.18 einen Beschluss des Sachverständigenbeirats für Naturschutz und Landschaftsplege „zur Umnutzung von Friedhofsflächen in Berlin“. Das Gutachten stützt die Position der Bebauungsgegner. Sowohl die Mitglieder des Beirates als auch der Vorsitzende sind ehrenamtlich tätig. Alle, die sich gegen Bebauung auf den denkmalgeschützten Bergmannfriedhöfen wehren, danken den Sachverständigen für die Expertise und sehen sich dadurch in ihrem Anliegen bestärkt.

Titel: Beschluss des Sachverständigenbeirats für Naturschutz und Landschaftspflege zur „Umnutzung von Friedhofsflächen in Berlin“, Beiratsbeschluss –NL-14-03-18 (als PDF öffnen oder auf der senatseigenen Website einsehen: https://www.berlin.de/senuvk/natur_gruen/naturschutz/beirat/de/beschluesse.shtml)

veröffentlicht am 06.10.19
Das Bergmannhörnchen
  • Bild: 26.9.2019

Auf den Bergmannfriedhöfen heimisches eurasisches Eichhörnchen

veröffentlicht am 27.09.19
Es tut sich was

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, hat die Evangelische Kirche eine taktische Veränderung bei der Realisierung der Bebauung der Bergmannfriedhöfe vorgenommen. Nicht mehr ein Flüchtlingsheim solle am südöstlichen Rand des Friedrichswerderschen Friedhofs errichtet werden, sondern ein „Klima-Pavillion“. […]

Titel: Es tut sich was / Weltenende (Jakob van Hoddis), Editorial 5 (öffnen)

veröffentlicht am 27.09.19
Archäologische Grabung in Herrmannstadt
Archäologische Grabung in Hermannstadt (Bild: K. Lückert – 15.7.2005)

Miteinander konnten sie nicht – ohne einander offenbar aber auch nicht!

Titel: Miteinander konnten sie nicht – ohne einander offenbar aber auch nicht! / K. Lückert – 15.7.2005 (Die Aufnahme entstand während einer archäologischen Grabung in Hermannstadt)

veröffentlicht am 07.09.19
Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, den 8.9.19, dem „Tag des offenen Denkmals“ finden auf den denkmalgeschützten historischen Friedhöfen an der Bergmannstraße mehrere Veranstaltungen statt (siehe hier).

veröffentlicht am 18.08.19
Friedhofssäuberung im November

Am 15. November 2018 lud der Evangelische Friedhofsverband Freiwillige auf die Friedhöfe an der Bergmannstraße. Erstaunlich viele aus dem Umkreis der Evangelischen Kirche wollten sich das nicht entgehen lassen und kamen, um sich einmal anders auszutoben. Ein frisch gebackener Rentner […]

Titel: Friedhofssäuberung im November / K. Lückert (öffnen)

veröffentlicht am 10.08.19
Der Park des Herrn – Die Grünen sind grau geworden. Betongrau.

In Der Park des Herrn setzt sich Michael Unfried kritisch mit den Absichten des Friedhofsverbandes auseinander. Er resumiert: „Immer wieder kommt es zu Unruhe auf den letzten Ruhestätten. Mal sind Wohnhäuser, mal ein Park zwischen den Grabstätten geplant.“ Selbst die Grünen bekommen inzwischen ihr Fett ab: „Die Zahlen machen deutlich: Grün ist in Berlin auf dem Rückzug. Die großen Wiesen stillgelegter Flughäfen, die Berliner Schrebergärten, die Grünstreifen entlang der Bahnstrecken, die letzten von der Natur zurückeroberten Nachkriegsbrachen, und nun sogar die Friedhöfe: Sie alle sind zu potentiellem Bauland verkommen und ins Visier einer Politik geraten, die auf Investoren baut. Die Grünen sind grau geworden. Betongrau.“ Und so stimmt uns sein Resumee traurig: „Die Stadtplaner des 21. Jahrhunderts machen vor dem Friedhof nicht halt. Ein Spaziergang im Grünen.“ Dies und anderes nachzulesen im Juli-Heft der Kreuzberger Chronik.

Titel: Der Park des Herrn. Immer wieder kommt es zu Unruhe auf den letzten Ruhestätten. Mal sind Wohnhäuser, mal ein Park zwischen den Grabstätten geplant. Die Stadtplaner des 21. Jahrhunderts machen vor dem Friedhof nicht halt. Ein Spaziergang im Grünen / Michael Unfried, In: Kreuzberger Chronik, Juli 2019 / Nr. 211, S. 20-25 (als PDF öffnen)

veröffentlicht am 31.07.19
Der Bergmannfuchs
Irgendwo auf den Friedhöfen (Bild: 21.07.2019)

Ein Geflüchteter, dem es gut zu gehen scheint, obwohl sein Bau beschädigt wurde.

veröffentlicht am 03.05.19, aktualisiert: 6.7.19
Langer Tag der StadtNatur
  • Naturkundliche Führung über den Alten Luisenstädtischen Friedhof (Bild: 25.5.2019)

Am Samstag, den 25. Mai, führte Manfred Schubert (Geschäftsführer der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz e.V.) im Rahmen des Langen Tages der StadtNatur über den denkmalgeschützten Alten Luisenstädtischen Friedhof an der Bergmannstraße (Nähe Südstern). Thema: Natur- und Artenschutz. K.-Ekkehard Gahlbeck (Pfarrer und Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbandes) gab währenddessen Auskunft zu anstehenden Baumaßnahmen (z. B. neue Wege), die bis Juli auf einer 2,6 ha großen Teilfläche dieses Friedhofs, dem angedachten sog. Friedhofspark, umgesetzt werden sollen. (öffnen)

veröffentlicht am 02.07.19 und später
Irgendwo auf den Bergmannfriedhöfen
  • Irgendwo - 19.6.19, 13:11

veröffentlicht am 25.05.19
400.000 Euro für den Dreifaltigkeitsfriedhof

Die Berliner Woche berichtete vor einer Woche, einige Kreuzberger Objekte würden vom aktuellen Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes profitieren. Darunter ist auch der Dreifaltigkeitsfriedhof II an der Bergmannstraße, der 400.000 Euro erhält. Bei dem Geld handelt es sich eigentlich um EU-Fördermittel.

Titel: Geld für Denkmal-Sanierungen / tf, In: Berliner Woche, 18.5.19 (öffnen)

veröffentlicht am 23.05.19
Fünf Jahre Volksentscheid – feld for future!
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Pressemitteilung von 100% Tempelhofer Feld e.V., 19.5.2019
Samstag 25. Mai – 5 Jahre Volksentscheid – feld for future!

Am 25. Mai jährt sich der Volksentscheid zum Erhalt des Tempelhofer Feldes. Dieses Jubiläum wird von vielen verschiedenen Initiativen auf dem Feld gefeiert: Kundgebung, Picknick, Kinderprogramm, Ausstellungen, Radtour, Musik, Kino, … Der Verein 100% Tempelhofer Feld, Trägerin des Volksbegehrens, lädt zur Kundgebung „Feld for future“ ein. Mit Livebands und Redebeiträgen wird für das freie Feld demonstriert und das Jubiläum an vielen Orten auf dem Feld gefeiert.  wo? auf dem Tempelhofer Feld, Eingang Oderstraße, 13:00 – 21:00 Uhr. 2014 hatten 739.124 Berliner für den Erhalt gestimmt. Seitdem ist das Feld immer beliebter geworden, an schönen Tagen kommen bis zu 70.000 Menschen hierher. Trotzdem wurden schon kurz nach dem Volksentscheid Bebauungsideen immer wieder ins Spiel gebracht.
Nora Illanes von 100% Tempelhofer Feld ist überzeugt: „Wie schon 2014 versuchen Baulobby und SPD zu suggerieren, Neubau auf dem Feld würde steigende Mieten in Berlin verhindern. So ein Quatsch. Neubau alleine hat noch nie zu sinkenden Mieten geführt. Das ist ein Märchen. Die Mietenprobleme werden nicht auf dem Tempelhofer Feld gelöst, sondern müssen in Parlamenten und Verwaltung angegangen werden. Das Feld ist weltweit einmalig und darf nicht zum Vertuschen der eigentlichen Probleme benutzt werden. Für den Erhalt des Feldes haben die Berliner vor fünf Jahren nach zweijähriger Debatte gestimmt. Am 25. Mai sind alle eingeladen, dass freie Feld zu feiern!“ Für Gespräche im Vorfeld oder am Tag selbst stehen Vertreter der Initiative zur Verfügung. (Für den Verein Demokratische Initiative 100% Tempelhofes Feld e.V.: Diego Cardenas, Nora Illanes, Tom Küstner, Michael Schneidewind, Mareike Witt / Kontakt 0178 923 88 04, 01578 46 77 619)


Aktuelle Informationen und Termine zu 100 % Tempelhofer Feld e.V.:
Homepage: http://www.thf100.de/, Facebook: www.facebook.com/thf100, Twitter: www.twitter.com/thf100

Vor fünf Jahren hatten 739.124 Berliner für den Erhalt des Feldes gestimmt! Die Redaktion von Bergmannfriedhoefe.de gratuliert!

veröffentlicht am 23.05.19
Das Tempelhofer Feld
  • berlin 9.8.18 - 21:48 / Blitze über dem Feld I, Blick nach Süden (Bild: B. L.)

An die Friedhöfe an der Bergmannstraße grenzen in südlicher und südöstlicher Richtung weitere Grünanlagen an: der „Volkspark Hasenheide“, die „Gartenkolonie am Flughafen“, der „Sportplatz Züllichauerstraße“, die „Turngemeinde in Berlin 1848 e. V.“, der „Friedhof Lilienthalstraße“, der Friedhof Columbiadamm, das „Sommerbad Neukölln“ sowie als größte Fläche das „Tempelhofer Feld“. In nordwestlicher Richtung befindet sich der im Bergmannkiez gelegene Marheinekeplatz.

Hinweis: Die Bilder vom Tempelhofer Feld hat uns ein Schüler des Leibniz-Gymnasiums überlassen.

veröffentlicht am 26.04.19
Verhaltenskodex auf den Bergmannfriedhöfen

Welche Regeln und Vorschriften gelten eigentlich auf den evangelischen Friedhöfen an der Bergmannstraße? Was ist nicht erlaubt? Dazu gibt die Friedhofsverwaltung im Eingangsbereich jedes Friedhofs dezidiert Auskunft. (mehr . . .)

veröffentlicht am 17.04.19
Gerüchte

Alter Luisenstädtischer Friedhof: Nach Fällung jetzt Neupflanzung von Linden / Gerüchte um die Errichtung neuer Wege. 22 alte und wohl nicht mehr ganz (weiterlesen . . .)

veröffentlicht am 03.04.19
Erfreuliches

Erfreuliches zu der im März erfolgten Fällung von zwei Bäumen auf Dreifaltigkeit II: Zwischen dem 1. März und dem 30. September sind Fällungen nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Berlin eigentlich strikt verboten. Daher hatten Besucher besorgt reagiert. (mehr . . .)

veröffentlicht am 08.03.19
Rückblick auf den 8. März 2018

Liebe Freunde, ich möchte an den 8. März vergangenen Jahres erinnern. Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte hatte zu einer Begehung des Alten Luisenstädtischen Friedhofs am Südstern eingeladen. […]

Titel: Rückblick auf den 8. März 2018 / K. Lückert (öffnen)

veröffentlicht am 16.09.18
Oh Lord, please don’t let me be misunderstood

Deutschland im Sommer – das war oft ein Problem und ist es jetzt wieder. Immer, wenn mal mehr als drei Tage hintereinander gutes Wetter ist, fühlen sich die Leute hier – egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund – vom Schicksal diskriminiert und […]

Titel: „Oh Lord, please don’t let me be misunderstood“, Editorial 4 (öffnen)

veröffentlicht am 19.08.18
Auftaktveranstaltung „Friedhofspark“ am 8. März 2018
Der Treffpunkt: „Alter Luisenstädtischer Kirchhof“ (Bild: 8.3.18)

Titel: Die Auftaktveranstaltung „Friedhofspark“ am 8. März 2018 auf dem Alten Luisenstädtischen Friedhof an der Bergmannstraße (Beobachtungen und Anmerkungen) / K. Lückert (öffnen)

veröffentlicht am 07.07.18
Kirche und Partei

Viele haben vor bald zwei Jahren den Appell gegen jede Bebauung auf den Evangelischen Bergmannfriedhöfen unterschrieben! Bis heute hat das Bauprojekt kaum Befürworter. Dennoch will der Evangelische Friedhofsverband dort noch immer bauen – Denkmalschutz hin oder her! Unterstützung erfährt das sinistre Projekt bezeichnender Weise durch die Kreuzberger SPD. […]

Titel: Kirche und Partei / K. Lückert (öffnen)

veröffentlicht am 06.07.18
Was wird aus den Friedhöfen?

Im Sommerheft des Berliner Mietervereins (Mietermagazin 7+8 / 2018) stellt sich Birgit Leiß die Frage: „Was wird aus den Friedhöfen? Auszug: „[…] Die Flüchtlinge seien nur ein Vorwand, um einen Fuß in die lukrative Vermarktung als Bauland zu bekommen. Das sieht Heinz Kleemann ähnlich. Er sagt, der Friedhofsverband versuche, eine 2015 eingeführte Sonderregelung für seine Zwecke auszunutzen. […]“

Hinweis: Alle, die die Bebauung auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße ablehnen, können sich hier informieren. Auch Gegenargumente kommen nicht zu kurz.

Titel: Was wird aus den Friedhöfen? Über die Nachnutzung überzähliger Bestattungsflächen streiten Kirchen, Anwohner und Planer / Birgit Leiß, In: Mietermagazin, Sommerheft 1.7.18 (öffnen)

veröffentlicht am 01.03.18, aktualisiert: 1.7.18
Weitere Texte zum Thema

– Die Kirchhöfe an der Bergmannstraße oder kurz: die Bergmannfriedhöfe (öffnen)
– Die Bebauungsgegner und ihr Anliegen (öffnen)
– Eine Chronologie der Ereignisse (3/2016 bis 2/2018) (öffnen)
– Wie zu einer Veranstaltung in der Passionskirche eingeladen wurde (öffnen)
– Eine irritierende Umfrage aus dem Januar 2018 des Meinungsforschungsinstitiuts N.N. (öffnen)

veröffentlicht am 22.06.18
Das Wortprotokoll zum Dringlichkeitsantrag der CDU

Das Wortprotokoll zum Dringlichkeitsantrag vom 30.5.2018 des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Timur Husein (Drucksache: DS/0764/V) in der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg (BVV FH-KB), Betreff: „Kein MUF auf einer Teilfläche des Friedhofs Jüterboger Straße“ [http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=8571] (öffnen)

veröffentlicht am 04.06.18
Der Dringlichkeitsantrag der CDU

Dringlichkeitsantrag des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Timur Husein, in der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg (Drucksache: DS/0764/V):

Das Bezirksamt wird beauftragt, die Prüfung zur Einrichtung einer modularen Unterkunft für Flüchtlinge auf einer Teilfläche des Friedhofs Jüterboger Straße unverzüglich zu beenden.

Hinweis: Der Antrag wurde in öffentlicher Sitzung am 25.04. vorbehandelt und am 30.05.2018 nochmals behandelt und abgelehnt.

veröffentlicht am 01.06.18
SPD

Alles wird immer besser – das Wetter und auch das politische Klima im Kiez . . .

Titel: Presseerklärung „180530.PM  Jüterboger-Straße“ / SPD Friedrichshain-Kreuzberg, 30.05.2018 (als PDF öffnen)

veröffentlicht am 31.05.18
Park oder Friedhof?

Hier setzt sich der Autor mit dem neuesten Einfall des Friedhofsverbandes, der sog. Friedhofspark-Idee, auseinander. Sein wenig überraschendes Resumee: „Das Misstrauen gegen die Friedhofsverwaltung ist gewachsen.“

Titel: Park oder Friedhof? Die alten Friedhofsmauern bröckeln, die Grabsteine kippen. Um sie vor dem Verfall zu retten, hat sich der Friedhofsverband jetzt einen Plan ausgedacht: Der Friedhof soll ein Park werden / Michael Unfried, In: Kreuzberger Chronik, Mai 2018 / Nr. 199, S. 22-27 (als PDF öffnen)

veröffentlicht am 10.05.18
Immerhin. Aber: „Was soll man . . .?“
Foto: KL

„Berlin trägt Kippa!“, war das Motto einer Kundgebung am 25. April 2018 vor dem jüdischen Gemeindehaus in der Charlottenburger Fasanenstraße. Etwa 3000 Teilnehmer, darunter auch die Redaktion, hatten sich versammelt um gegen die zunehmenden […]

Titel: Immerhin. Aber: „Was soll man?“, Editorial 3 (öffnen)

veröffentlicht am 04.05.18
Zur Standortdiskussion für Flüchtlingsunterkünfte

In der Berliner Woche befasst sich Thomas Frey am 3. Mai mit dem Dringlichkeitsantrag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Timur Husein, der in der BVV bekanntlich vergeblich darauf drängte, die Prüfung einer Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen „unverzüglich zu beenden“. Husein führt in seinem Antrag verschiedene Argumente gegen eine Bebauung ins Feld: Totenruhe, Natur- und Denkmalschutz und Einwände von Anwohnern.

Titel: Suche nach Alternativen. Diskussion um Standorte für Flüchtlingsunterkünfte / Thomas Frey, In: Berliner Woche, 3.5.18 (öffnen)

veröffentlicht am 04.05.18
Starke Einwände gegen Flüchtlingsunterkünfte

Vor einigen Wochen berichtete die Berliner Woche von „massiven Einwänden des Landesdenkmalamtes“ und „Protesten von Anwohnern“, die dazu geführt hätten, dass wohl keine Flüchtlingsunterkünfte auf den Bergmannfriedhöfen errichtet werden.

Titel: Massive Einwände gegen Flüchtlingsunterkünfte / tf, In: Berliner Woche, 20.3.18 (öffnen)

veröffentlicht am 18.03.18
Ein Park zwischen den Gräbern

Detailreich beschreibt der Autor den Verlauf der Veranstaltung, in der die sog. Friedhofspark-Idee präsentiert wurde und gibt zusätzlich einen erfreulichen Hinweis zum Stand des Baus von Flüchtlingsunterkünften an der Jüterboger Straße. Ausschnitt:

„[…] Von besser gestalteten Wegen in diesem Bereich war die Rede, einer Art Naturerfahrungsraum, Patenschaften für die dort befindlichen Mausoleen, mehr Informationen zur Geschichte und Bestattungskultur, ebenso wie von einem Hörweg, Kunstinstallationen sowie einem weiteren Zugang von der Züllichauer Straße. Nichts wäre aber bisher entschieden. Deshalb war der Dialog mit der Bevölkerung wichtig, dessen Auftakt am 8. März stattfand. […] Der Friedhof ist außerdem ein großes Biotop für seltene Tiere und Pflanzen. […] Am südlichen Rand der Friedhöfe an der Bergmannstraße, an der Jüterboger Straße, war im vergangenen Jahr eigentlich der Bau von Flüchtlingsunterkünften vorgesehen, was nun aber vom Tisch zu sein scheint. Das Parkvorhaben ist in diesem Zusammenhang nur eine weitere, wenn auch im Vergleich eher niederschwellige Variante. Es wird auch deshalb forciert, weil dafür öffentliche Mittel akquiriert werden konnten […]“

Titel: Ein Park zwischen Gräbern: Pläne auf dem Luisenstädtischen Friedhof stoßen auf Argwohn / Thomas Frey, In: Berliner Woche, 16.3.18 (öffnen)

veröffentlicht am 20.12.17
Storck essen Seele auf

Sind Sie vielleicht schon einmal in einem sozialpädagogischen Beruf tätig gewesen oder kennen Sie jemand, die/der dies getan hat und vielleicht heute noch tut? Falls ja, und dafür spricht gerade in Kreuzberg einiges, dann kennen Sie vielleicht […]

Titel: Storck essen Seele auf, Editorial 2 (öffnen)

veröffentlicht am 20.12.17 (mit Nachtrag vom 3.10.18)
Erklärung des Gemeindekirchenrats von Heilig Kreuz – Passion
  • Passionskirche mit Plakat (Bild: 13.12.2017)
Bild: 13.12.2017

20. Dezember 2017: Das an der Passionskirche angebrachte Plakat „Menschenfeindlichkeit schadet der Seele.“ wird durch die dazugehörige Erklärung „Menschenfeindlichkeit schadet unserer und Ihrer Seele.“ des Gemeindekirchenrats von Heilig Kreuz – Passion ergänzt. 3. Oktober 2018: Plakat und zugehörige Erklärung wurden inzwischen entfernt.

veröffentlicht am 12.12.17
SPD-Flyer

Ist es nur Gehässigkeit, die uns zur Dokumentation des Folgenden veranlasst? Nicht nur. Aber ein wenig schon . . .

Titel: Bauvorhaben Jüterboger Straße / SPD Kreuzberg 61, 14.01.2017 (Flyer als PDF öffnen)

veröffentlicht am 21.06.17
Postchristliche Immobilienvermarktung

Nicht, dass wir schon immer einen Faible für Friedhöfe gehabt hätten. Den meisten von uns waren diese Flächen eigentlich ziemlich egal. Natürlich haben wir immer wieder die Friedhofsgelände für Spaziergänge und sogar Picknicke genutzt. Über den kultur- und religionsgeschichtlichen Hintergrund dieser Plätze haben wir uns freilich wenig Gedanken gemacht. Doch die Nähe zu einem Gegenstand wird häufig bestimmt von biographischen Ereignissen […]

Titel: Postchristliche Immobilienvermarktung / Mustafa Klein-Machnow (öffnen)

veröffentlicht am 21.06.17
Jesus loves you more than you will know

Liebe Lesende, wir wissen, dass die meisten von Ihnen die 40 und nicht wenige auch die 50 überschritten haben. Wir wissen das, weil wir Sie gesehen haben. Ja, genau […]

Titel: Jesus loves you more than you will know, Editorial 1 (öffnen)

veröffentlicht am 21.06.17
Das Land am Friedhofsrand

Sichtlich aufgewühlt nimmt der Autor in Das Land am Friedhofsrand die missglückte Anwohner-Informationsveranstaltung des Evangelischen Friedhofsverbands vom 24.1.17, als der Verband seine Baupläne vorstellte, aufs Korn und gelangt zu einem erstaunlichen Resumee:

„[…] Die vom Friedhofsverband und der Politik angesetzte Informationsveranstaltung am 24. Januar hätte Klarheit bringen können. Doch die Bürgerinitiative sorgte schon im Vorfeld für Turbulenzen: Pfarrer Storck nutzte die Redefreiheit vor dem Altar nicht allein dazu, das Evangelium, sondern auch die angebliche Nähe der Bürgerinitiative zur AFD zu verkünden. Die SPD verteilte Flugblätter und bezeichnete die Baugegner als Rechtspopulisten. Sogar vermeintlich linke Antirassisten erklärten sich mit der Kirchengemeinde solidarisch und behaupteten, es ginge der Neukreuzberger Müslifraktion lediglich darum, ihren Kiez von Flüchtlingen ’sauber‘ zu halten. Es wurden schwere, gefährliche verletzende Geschütze aufgefahren. […] Jeder Einwand, jeder Alternativvorschlag seitens der Skeptiker gegen das Bauprojekt wurde von einer erstaunlich stark vertretenen SPD-Fraktion und treu versammelten Gemeindemitgliedern in den hölzernen Rängen schon im Ansatz erstickt. […] Es war eine traurige Veranstaltung. Die Kritiker wurden immer stiller. Vergeblich versuchte eine Frau in der letzten Reihe zu Wort zu kommen. Als sie endlich das Mikrophon erhielt, wurde es ihr wieder abgenommen. […].“

Titel: Stadtoasen. Das Land am Friedhofsrand / Hans W. Korfmann, In: Kreuzberger Chronik, Februar 2017 (als PDF öffnen)

veröffentlicht am 21.06.17
Die Tänzerin vom Baugrund
Plakat „Die Tänzerin vom Baugrund“ (Bild: 02.04.2017)
Das zur Bebauung vorgesehene Gelände (Bild: 02/2017)

Das Plakat hing vom 2. bis 7. April auf dem vom 21. Januar bis 7. April 2017 markierten und zur Bebauung vorgesehenen Gelände des Friedrichswerderschen Friedhofs. Plakat und rot-weiße Absperrbänder verschwanden am 7. April.

Titel: Die Tänzerin vom Baugrund / K. Lückert, Plakat, Februar 2017 (als PDF öffnen).

veröffentlicht am 21.06.17
Die „Anwohner-Informationsveranstaltung“ in der Passionskirche am 24.1.17

Der Evangelische Friedhofsverband richtete am 24.1.17 in der Passionskirche am Marheinekeplatz ab 17 Uhr eine „Anwohner-Informationsveranstaltung“ aus, in der Pläne zur Bebauung eines Teils der Bergmannfriedhöfe vorgestellt wurden.

Schon bevor die Veranstaltung begann, zeigten einige Leute Präsenz vor der Passionskirche (Bilder davon siehe vorherige Nachricht). In der Kirche selbst wurden die Bebauungspläne zunächst vom Podium aus vorgestellt. Anschließend sollte eigentlich auch das Publikum gebührend zu Wort kommen. Doch sobald jemand gegen das Projekt zu argumentieren versuchte, wurde sie/er von fanatisierten Baubefürworterinnen und – befürwortern aus Kirchen- und SPD-nahen Kreisen niedergeschrien. Ein halbwegs fairer Austausch von Argumenten kam daher nicht zustande (vgl. auch Das Land am Friedhofsrand, Februar 2017 (als PDF öffnen) oder Postchristliche Immobilienvermarktung, Juni 2017 (öffnen).

Nachtrag (12.4.2021): Auf dem Podium (v.l.n.r.) – Sascha Langenbach (Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten / LAF), Florian Schmidt (Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Facility Management), Monika Herrmann (Bezirksbürgermeisterin Friedrichshain-Kreuzberg), Evelyne Gülzow (Geschäftsführerin Diakonischens Werk Berlin Stadtmitte e.V.), Pfr. Peter Storck (Moderation / Evangelische Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion), Pfr. Klaus-Ekkehard Gahlbeck (Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte)

veröffentlicht am 21.06.17
Die Protestaktion auf dem Marheinekeplatz am 24.1.17

Unmittelbar vor Beginn der vom Evangelischen Friedhofsverband in der Passionskirche ab 17 Uhr ausgerichteten „Anwohner-Informationsveranstaltung“ kam es am Dienstag, den 24.1.17, auf dem Marheinekeplatz vor dem Haupteingang der Kirche zu einer Protestaktion gegen Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen. Zum Erstaunen fast aller Besucher der anschließenden Veranstaltung hatten die Protestierenden ungefragt Polizeischutz erhalten, da Antifa-Kreise im Vorfeld ernstzunehmende Drohungen gegen die Protestaktion in Umlauf gebracht hatten.

Das zur Bebauung vorgesehene Gelände (Bild: 02/2017)

veröffentlicht am 21.06.17
Das Baugelände 2017

Das zur Bebauung vorgesehene und mit Flatterband markierte Areal auf dem Kirchhof Friedrichs-Werder im Februar 2017:

  • Bild: 12/2016
  • Bild: 02/2017
Schweres Gerät zwischen den Gräbern auf dem sog. Wirtschaftshof des denkmalgeschützten Kirchhofs Friedrichswerder (Bild: 12/2016)

veröffentlicht am 21.06.17
Kirchhof Friedrichswerder II (Eingangsbereich)
  • Bild: 06/2017

Hinweis zur Bebauungsabsicht: Siehe vorherigen Blogeintrag

veröffentlicht am 21.06.17
Kirchhof Dreifaltigkeit II (Eingangsbereich)
  • Bild: 06/2017

Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte möchte einen an der Jüterboger Straße gelegenen Teil des Friedrichswerderschen Friedhofs an der Bergmannstraße bebauen. Dies wird von der Bevölkerung entschieden abgelehnt. Fast niemand befürwortet eine solche Entwicklung. Ein Bauantrag wurde allerdings noch nicht eingereicht. Ob später auch ein Teil des Dreifaltigkeitskirchhofs bebaut werden soll, wurde auf Nachfrage verneint. Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Nutzer der Friedhöfe an der Bergmannstraße, natürlich auch die Kirchenmitglieder – und nicht nur sie – bleiben skeptisch, zumal sie von der Bauabsicht auf dem Friedrichswerderschen Friedhof erst durch die Presse erfuhren. Hintergrund: Ende 2016 haben sich einige Tausend Menschen rund um diese Friedhöfe mit ihrer Unterschrift gegen jede Bebauung auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße ausgesprochen.

Hinweis zu den Verbotssymbolen: Neuerdings hält die Friedhofsverwaltung auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße Verbotssymbole wie sie im Straßenverkehr Verwendung finden für erforderlich. Auch Aushänge wie jenen, der vor Taschen- und Fahrraddieben warnt, kommen zum Einsatz (Bild: 12.09.2016 / siehe hier)

veröffentlicht am 21.06.17
Kurze Einführung in das Thema

Durch die seit dem Jahr 2009 erfolgte Zusammenlegung vieler Friedhöfe unter die Aufsicht des Evangelischen Friedhofsverbands Berlin Stadtmitte schien sich zunächst nur wenig zu ändern. Lange war ja alles gut gegangen und so registrierten die Leute nicht, wie sich schleichend Veränderungen abzuzeichnen begannen. Auch uns ging es nicht anders. Doch einige sahen bereits damals genauer hin. Darunter war auch die im Kiez ansässige Kreuzberger Chronik, die anfing den Finger in die Wunde zu legen:

– 2009: Wohnen auf dem Friedhof. Die Mieten in der Bergmannstrasse werden immer teurer. Doch am Ende der Strasse liegen die Friedhöfe (öffnen)
– 2012: Aufstand auf dem Friedhof. Der Pfarrer und die Bestattungsunternehmer wollen bauen. Doch unter den Schäfchen regt sich Widerstand (öffnen)
– 2013: Bratwurst auf dem Friedhof (öffnen)
– 2015: Zwischenstation Friedhof (öffnen)

Im Frühjahr d. J. 2016 hatte dann jemand auf dem Friedhofsgelände eine Protestnote an der Tür des verwaisten Blumenladens hinterlassen, in der äußerst kritisch auf die zunehmende Vermarktung der Friedhöfe geschaut wurde. Dann kursierten auf einmal Gerüchte, es sei beabsichtigt auf den Bergmannfriedhöfen zu bauen; und in der Chronik erschien der Artikel Kein Frieden auf dem Friedhof.

Besonders missfiel den Leuten jedoch, dass sie dazu weder vom Friedhofsverband selbst noch von ihren Gemeinden irgendeine Information – und sei sie auch noch so klein – erhalten hatten. Nun erkundigten auch wir uns bei der evangelischen Friedhofsverwaltung und erhielten die lapidare Auskunft, der Verband sei zu arm, um die Anwohner zu informieren. Daraufhin bildete sich ein Diskussionskreis, der die Entwicklung zum Anlass nahm, die in der Bezirksverordnetenversammlung vertretenen Parteien und auch die Kirche selbst zu diesem Projekt zu befragen. Die Antworten fielen zwar nicht zufriedenstellend aber auch nicht beunruhigend aus. Dennoch oder gerade deshalb wurde noch im Herbst d. J. eine Unterschriftenkampagne gegen jede Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen durchgeführt. Resultat: Fast 4000 Unterschriften gegen das Projekt! Das waren erheblich mehr als erwartet.

Eine so große Gegnerschaft hätte eigentlich das Ende für das Projekt bedeuten müssen. Doch es kam anders: Als der Erfolg publik wurde, traten die ersten Neider und Widersacher auf den Plan. Was nun folgte, waren unschöne auf die Gegner des Projekts gemünzte Anschuldigungen.

veröffentlicht am 21.06.17
Dokumente zum Thema

Unterschriftenliste gegen Wohnungsbau auf den Bergmannfriedhöfen 08.09. bis 23.12.2016  (als PDF öffnen)
Flyer vom 08.09.2016, dem Beginn der Unterschriftenaktion  (als PDF öffnen)
Flyer vom 28.12.2016, nach Ende der Unterschriftenaktion  (als PDF öffnen)
Schreiben vom 17.07.2016 an die Kirche und deren Antworten  (als PDF öffnen)
Schreiben vom 17.07.2016 an die Parteien und deren Antworten  (als PDF öffnen)

Hinweis: Mit den unter „Dokumente“ aufgelisteten Schriften wendeten sich Bebauungsgegnerinnen und -gegner im Jahr 2016 an die Öffentlichkeit. Die Unterschriften wurden in Kreuzberg auf der Straße, in der Marheineke-Markthalle sowie in weit über 30 Läden rund um die Friedhöfe an der Bergmannstraße gesammelt. Die Schreiben gingen per Post an Kirche und Parteien. Die Flyer wurden per Hand verteilt.

veröffentlicht am 21.06.17
Kein Frieden auf dem Friedhof

Vorausschauend resümiert der Autor: „Vielleicht hilft es dem Frieden auf der Welt, wenn die Kirche Nächstenliebe beweist und Flüchtlinge aufnimmt. Dem Frieden auf dem Friedhof dient diese Maßnahme nicht.“ Nicht umsonst gab es dafür den Aeternitas Medienpreis „Friedhof heute 2016“

Auszug aus der Preisverleihung: Der 2. Preis wird wie schon in den beiden letzten Jahren doppelt vergeben: Zum einen zeichnet die Jury den Beitrag „Kein Frieden auf dem Friedhof“ von Hans W. Korfmann aus. Dieser wurde am 1. März 2016 im Stadtteilmagazin „Kreuzberger Chronik“ veröffentlicht und schildert am Beispiel eines Berliner Friedhofs exemplarisch den derzeitigen Wandel in der städtischen Friedhofskultur. Dabei gelingt es dem Autor – auch sprachlich – hervorragend, das Kleine mit dem Großen, das Detail mit dem übergeordneten Ganzen zu verknüpfen. Der andere 2. Preis geht an Gero Günther für seine Reportage „Tag der Befreiung“, der am 21. Oktober 2016 im SZ-Magazin abgedruckt wurde. Günther hat Menschen begleitet, die mehr als 70 Jahre nach Kriegsende Gräber deutscher Soldaten in Osteuropa besuchen – häufig die ihrer eigenen Vorfahren. Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt er die Gefühle und Beweggründe der Reisenden und verdeutlicht dabei eindrücklich die „klassische“ Funktion des Friedhofs als wichtige Stätte der Erinnerung.

Titel: Kein Frieden auf dem Friedhof. Vom Sterben allein kann kein Friedhof mehr leben. Man sucht nach neuen Einnahmequellen. Und man ist fündig geworden / Hans W. Korfmann, In: Kreuzberger Chronik, März 2016 (als PDF öffnen)

veröffentlicht am 21.06.17
Protest am Blumenladen
  • Protest am verwaisten Blumenladen (Bild: 19.6.2016)

Protest am Blumenladen (Bild: 19.6.2016)

Hinweis: Auf Dreifaltigkeit II an der Bergmannstraße brachte nach Schließung von Frau Rothes Blumengeschäft Anfang 2016 jemand Unbekanntes ein Protestschreiben an der Tür ihres verwaisten Ladens an. Es richtet sich gegen eine weitere Kommerzialisierung und touristische Vermarktung der Bergmannfriedhöfe und fordert auch die Wiederansiedlung eines Blumenladens (siehe obenstehenden Text). Zu der Zeit kursierte das Gerücht, es sei beabsichtigt, an Stelle eines Blumenladens ein weiteres Cafe anzusiedeln, wozu es dann nicht gekommen ist.

Titel: Protest am Blumenladen / o.V. und o.T., erstveröff. Frühjahr 16 (öffnen)

veröffentlicht am 21.06.17
Start Webauftritt Bergmannfriedhoefe.de

Am 21.6.17 geht der Webauftritt mit folgenden Seiten an den Start:

Postchristliche Immobilienvermarktung /// Editorial 1 /// Das Land am Friedhofsrand /// Die Tänzerin vom Baugrund /// Die Anwohner-Informationsveranstaltung (24.1.2017) /// Die Protestaktion (24.1.2017) /// Das Baugelände 2017 /// Kirchhof Friedrichswerder II (Eingangsbereich) /// Kirchhof Dreifaltigkeit II (Eingangsbereich) /// Kurze Einführung in das Thema /// Dokumente /// Kein Frieden auf dem Friedhof /// Protestschreiben Blumenladen /// Kommmentare/Leserbriefe /// Kontakt /// Impressum

KEINE BEBAUUNG AUF DEN BERGMANNFRIEDHÖFEN

Hinweis: Die Sortierung der Berichte/Nachrichten/Ereignisse richtet sich nach dem Datum der Veröffentlichung. Die ersten Beiträge (vor dem 1.6.2018) wurden nachträglich in den „Nachrichtenblog“ eingestellt, da es ihn zunächst nicht gab. Am 17.11.2021 wurde er in zwei Teile geteilt (Teil I.: Die Jahre 2017-2019, Teil II.: 2020-heute).

Bergmannfriedhoefe.de – 01. Juni 2018, letzte Aktualisierung: 21.11.21

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