Neueste Nachrichten (ab 10/2019)


zum Thema Keine Bebauung – Für die Erhaltung der Bergmannfriedhöfe



Alle Meldungen (Nr. 18 – 35) auf einen Blick:


35

25.2.20 / Wegen des (am 30.12.19 bewilligten) Bauantrags werden seit kurzem wieder Unterschriften gegen Bebauung auf dem Berliner Flächendenkmal gesammelt (siehe Nachricht 29). Inzwischen sind mehrere Hundert Unterschriften zusammen gekommen. Zu Protesten oder Wortgefechten mit Baubefürwortern kommt es nicht. Warum? Die Antwort lautet: Es gibt sie nicht, allenfalls Leute, die sich für das Thema nicht sonderlich interessieren. Fazit: Die gesamte Öffentlichkeit – außer den Entscheidern – lehnt das Bauvorhaben des Evangelischen Friedhofsverbandes nach wie vor entschieden ab. Wir hoffen, dass diese Botschaft auch die involvierten evangelischen Pfarrer und Politiker errreicht und sie das unsägliche Projekt absagen, bevor der erste Baum gefällt ist. Mögen sie die geplante Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft an dieser Stelle bitte zurücknehmen! Bis heute konnte die Öffentlichkeit noch keinen Blick in den Bauantrag werfen. Wir fragen: Wo bleibt die demokratische Kontrolle?

Bergmannfriedhoefe.de 26.2.20


34

20.2.20 / Viele verstehen nicht, wie es zur Bewilligung des Bauvorhabens an der Jüterboger Straße kommen konnte. Genau das wird hier näher erläutert: bergmannfriedhoefe.de/kein-wohnungsbau-auf-den-bergmannfriedhoefen

Bergmannfriedhoefe.de – 20.2.20


33

29.1.20 / Offizielle Mitteilung des Staatssekretärs für Europa, Herrn Gerry Woop, vom 20.1.20, freigegeben vom Leiter des Büros für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Mitteilung lesen: bergmannfriedhoefe.de/staatssekretär-europa-mitteilung

Hinweis: In der Mitteilung teilt Staatssekretär Woop mit, wie es am 30.12.2019 zur Baugenehmigung durch das Bau- und Wohnungsaufsichtsamt des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg gekommen ist. Als Anfragende wurde uns diese Nachricht am 29. Januar freundlicherweise vom Landesdenkmalamt zur Verfügung gestellt.

Bergmannfriedhoefe.de – 29.1.2020


32

29.01.20 / Pressemitteilung der Evangelischen Kirche zur Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft: „Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte plant die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft auf einer Wirtschaftshoffläche der Friedhöfe Bergmannstraße an der Jüterboger Straße in Berlin-Kreuzberg“
Die Pressemitteilung ansehen: bergmannfriedhoefe.de/evangelische-kirche-ekbo-pressmitteilung

Hinweis: In dieser Pressemitteilung vom 8.11.19 begründet der Evangelische Friedhofsverband, weshalb er die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft beantragt hat und auf wessen Fürsprache er setzt. Wir fanden diese Pressemitteilung erst heute im Internet.

Bergmannfriedhoefe.de – 29. Januar 2020


31

17.1.20 / Am 3. Januar stellten wir uns an dieser Stelle bereits die Frage, wie es ausgegangen ist: „Hat Staatssekretär Gerry Woop bzw. die Obere Denkmalschutzbehörde den Dissens ausgeräumt und den Bauantrag befürwortet oder nicht? Leider hat sich bisher weder die Senatsverwaltung für Kultur und Europa noch die Kreuzberger Bauaufsicht, die Evangelische Kirche oder die Berliner Presse zur Sache geäußert. Wir hoffen weiter, dass all die kritischen Stimmen – seien sie fachlicher Natur oder aber von der Basis (so Kreuzbergs Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann) Gehör gefunden haben und eine Entscheidung auch nicht ohne vorhergehende sorgfältige Prüfung gefallen ist.

Bergmannfriedhoefe.de – 3.1.20, aktualisiert: 17.1.20


30

11.1.20 / Bilder vom Absterben einer Eibe auf dem Friedhof Friedrichswerder an der Bergmannstraße. Weitere Bilder der markierten Bäume, die an der Jüterboger Straße für einen Neubau auf dem Friedhof weichen sollen!

Bergmannfriedhoefe.de – 11.1.20


29

3.1.20 / Da der Evangelische Friedhofsverband von dem Bauprojekt an der Jüterboger Straße nicht lassen will, kam inzwischen der Wunsch auf, eine neue Unterschriftensammlung zu starten: Ab sofort kann wer möchte samstags (u. sonntags) auf dem Marheinekeplatz an den Marktständen von Helga Leitlauf (Bergmann Ecke Schleiermacherstraße) und Jenny (beim Brunnen) gegen die Bebauung unterschreiben. Auch im Leleland (Gneisenaustraße 52A), dem Cafe Conni Island (Heimstraße 24), der Wall-StreetGallery (Zimmerstr.12), der Praxis für Allgemeinmedizin (Bergmannstraße 25) und im CavaClub (in der Markthalle) liegen die Unterschriftenlisten aus. 250 Personen haben bereits namentlich unterschrieben.

Bergmannfriedhoefe.de – 27.12.19, aktualisiert: 3.1.20


28

20.12.19 / Ende 2016 wurden 3802 Unterschriften gegen jede Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen gesammelt. Am 18.12.19 wurden sie dem Staatssekretär für Europa, Herrn Gerry Woop im Foyer der Senatsverwaltung überreicht. Warum nicht früher? Antwort: Erst im Oktober 2019 und damit kurz vor Ablauf des Sonder-Paragraphen 246 Baugesetz reichte der Eigentümer des Grundstücks, der Evangelische Friedhofsverband im Bezirksamt einen Bauantrag ein. Anwohner und Besucher der Friedhöfe an der Bergmannstraße sind fassungslos.

Bergmannfriedhoefe.de – 20.12.19


27

18.12.19 / Presseinformation der Initiative Bergmannfriedhöfe zur Überreichung der gesammelten Unterschriften gegen Bebauung! (Siehe hier: bergmannfriedhoefe.de/initiative-bergmannfriedhoefe-presseinformation)

Bergmannfriedhoefe.de – 18.12.19


  • berlin 18.12.19 - 10:31 / Staaatssekretär Woop mit dem Protest in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Bild: S. Tollkühn).


26

14.12.2019 / Postkarte gegen Bebauung, die gerade eingetroffen ist (als PDF öffnen).

Bergmannfriedhoefe.de – 14.12.19


25

7.12.19 / Jetzt ist eingetreten, womit nicht mehr viele gerechnet haben: Kurz vor dem Jahreswechsel hat der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einen Bauantrag für ein Wohngebäude auf dem Friedrichswerderschen Friedhof an der Bergmannstraße eingereicht. Dabei soll es sich um ein 55 m langes unterkellertes 5-stöckiges Gebäude handeln, das an der Jüterboger Straße im Außenbereich errichtet werden soll, also dort, wo Bauen aus vielerlei Gründen strikt untersagt ist. Wie nur will die Evangelische Kirche diesen Bauantrag durchbringen? Will sie am Ende den Außenbereich zum Innenbereich deklarieren lassen? Kaum Vorstellbar!
In der Berliner Morgenpost war zu lesen, das Projekt befände sich bereits in der behördlichen Abstimmungsphase. Damit dürfte gemeint sein, dass der Bauantrag nun erst einmal von Behörden wie dem Landesdenkmalamt geprüft wird. Dort steht auch, der Bau soll als Flüchtlingswohnheim genutzt werden und gute Integrationsbedingungen aufweisen. Wie wir inzwischen erfahren haben, soll der Bau besondere Funktionsräume, beispielsweise eine Einlasskontrolle, erhalten.
Die Anwohner und Nutzer der Friedhöfe, ob evangelisch, keiner oder einer anderen Glaubensrichtung angehörend, lehnen dieses Vorhaben des Friedhofsverbandes seit langem entschieden ab. Bereits 2016 wurden fast 4000 Unterschriften gegen jede Bebauung dieses Ortes gesammelt. Diese sollen sobald wie möglich der zuständigen politischen Stelle überreicht werden. Wahrscheinlich wird dies die Senatsverwaltung für Kultur und Europa sein, da die Friedhöfe in deren Zuständigkeit fallen.
Hinweis: Der zum Jahresende endende Sonder-§ 246 Baugesetz lässt nur eine zeitlich befristete Errichtung von Mobilen Unterkünften für Flüchtlinge (MUFs) auf nicht denkmalgeschützten Flächen zu. Bei den Friedhöfen an der Bergmannstraße handelt es sich aber um Berliner Landesdenkmale.

Bergmannfriedhoefe.de – 7.12.19


24

Um Gottes Willen:

Entwurf: Harald Truetsch (12/2019)

23

5.12.19 / Die Evangelische Kirche hat als Eigentümerin trotz Bedenken der Anwohner, Kreuzberger und Berliner/innen Anfang Oktober 2019 im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einen Bauantrag für ein 5-stöckiges Gebäude auf dem Gelände des Friedrichs-Werderschen Kirchhofs eingereicht.
Das „Grundstück“ soll ca. 3000 m² groß sein. Es befindet sich an der Jüterboger / Ecke Golßener Straße. Dabei handelt sich um die Stelle, an der der Friedhofsverband seit längerem ein Stück des Friedhofs verschandelt und als Wirtschaftshof nutzt. „Das ist doch nur ein Komposthaufen!“ erfährt, wer beim Friedhofsverband nachfragt. Es ist alles getan worden, um hier einen Müllhaufen zu inszenieren. Dabei ist das „Grundstück“ nach wie vor als Friedhof ausgewiesen, nicht „entweiht“ und auch Gräber befinden sich dort, wenn auch nicht viele.
Sonderparagraph 246 Baugesetz, der bis 31.12.2019 das Bauen im sog. Außenbereich ermöglichen soll, kann hier, da es sich um ein Berliner Flächen- bzw. Landesdenkmal handelt, nicht angewandt werden. Somit könnte auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße nur dann gebaut werden, wenn das Berliner Landesdenkmalamt doch noch zustimmen sollte oder aber die Senatsverwaltung für Kultur und Europa zu Gunsten der Evangelischen Kirche eingreifen würde.
Am 10.10.2019 fand durch den Landesdenkmalrat eine Begehung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Folgetag, dem 11.10. gab dieser zur Bebauungsfrage eine Empfehlung, de facto eine Nicht-Empfehlung, ab. Sie wurde am 30.10.2019 auf der Website der Senatsverwaltung für Kultur und Europa veröffentlicht (ungekürzt hier!). Hier gekürzt:
„Bei dem zur Diskussion stehenden Neubauprojekt „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes handelt es sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von […] Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche.
Das Baufeld resultiert nicht aus städtebaulichen Überlegungen. Es überlagert eine der als Alleen ausgebildeten Hauptachsen […]. Der Denkmalwert des Friedrichs-Werderschen Friedhofs und der angrenzenden Friedhöfe ist unstrittig. Ein Baukörper des geplanten Ausmaßes und der vorgesehenen Positionierung wird die Lesbarkeit und Substanz des Gartendenkmals beeinträchtigen. […] der geplante Neubau an dieser Stelle städtebaulich nicht hinreichend durchdacht ist und auf die Struktur des Friedhofs keine Rücksicht nimmt. Da es sich nicht um eine temporäre Maßnahme handelt, sondern letztendlich um eine generelle Umwidmung in Wohnbauflächen, sind keine Ausnahmetatbestände erkennbar.
Der LDR […] regt in diesem konkreten Fall jedoch an, für den geplanten Neubau einen alternativen Standort zu finden.“

Hinweis von Bergmannfriedhoefe.de: Die Mitglieder des Landesdenkmalrats werden vom Berliner Senat auf Zeit berufen. Derzeit gehören dem Gremium an: Marcia Haldemann, Prof. Dr. Matthias Noell, Prof. Dr. Michael Krautzberger, Prof. Thomas Will, Dipl.-Ing. Jórunn Ragnarsdóttir, Prof. Volker Staab, Prof. Dr. rer.pol. Kristi, Dr.-Ing. Sylvia Butenschönn Wellner, Erik Roßnagel, Dipl.-Ing. Christine Edmaier, Prof. Dipl.-Ing. Frank Prietz, Prof. Dr. Elisabeth Merkatum
Appell: Hiermit appellieren wir an jene, die demnächst über den Bauantrag befinden werden, die Argumente und Sorgen der vielen Fachleute und auch der Gegner jeder Bebauung auf den Bergmannfriedhöfen zu berücksichtigen und das abwegige, von einigen Pfarrern der Evangelischen Kirche vorangetriebene („lukrative“) Projekt für gerade einmal 165 Menschen (andere Quelle spricht von nur 141 Personen) abzulehnen. Es wäre ein zu tiefer Eingriff in das Landesdenkmal. Wir erinnern auch daran, dass sich bereits Ende 2016 über 3500 Berliner/innen bei einer Straßenumfrage rund um diese Friedhöfe namentlich gegen das Projekt ausgesprochen haben. Auch Naturschützer sind alarmiert. Auch deshalb haben wir die markierten Bäume, die für einen Neubau weichen sollen, fotografiert und vermessen. Einer von ihnen – eine Eiche – hat dem Friedhofsverband bereits „die Stirn geboten“ (Strafandrohung bei Fällung: 50.000 €). Weitere Bäume, die keine Nummer erhalten haben, sollen sich auf dem Baugrundstück befinden.

Bergmannfriedhoefe.de – 16.10.19, aktualisiert: 5.12.19


22

21.11.19 / Aktuelle Anmerkungen zur Veranstaltung vom 24.1.17 in der Passionskirche

Bergmannfriedhoefe.de – 1.3.18, aktualisiert: 21.11.19).


21

14.11.19 / Von September bis Dezember 2016 wurden in Kreuzberg in der Nähe der denkmalgeschützten Friedhöfe an der Bergmannstraße 3802 Unterschriften gegen Wohnungsbau – vorgesehen auf einem der vier Friedhöfe – gesammelt. Die Evangelische Kirche hat das Votum überhaupt nicht interessiert. Im Oktober 2019 hat sie beim Bezirksamt einen Bauantrag für ein unterkellertes 5-stöckiges Gebäude in der Größe des gegenüberliegenden Gebäudes (Polizeigelände) eingereicht.

Bergmannfriedhoefe.de – 14.11.19


20

13.11.19 / Die Berliner Morgenpost berichtete vor fünf Tagen, der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte plane an der Jüterboger Straße auf einer Friedhofsfläche des Kreuzberger Friedhofs Friedrichswerder eine neue Flüchtlingsunterkunft. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann soll die Planung unterstützen.

Bergmannfriedhoefe.de – 13.11.19


19

29.10.19 / Buchempfehlung: Michael Succow, Lebrecht Jeschke, Hans Dieter Knapp, Klaus Töpfer (Geleitwort), Fritz Brickwedde (Geleitwort). „Naturschutz in Deutschland: Rückblicke – Einblicke – Ausblicke“ (ausgezeichnet als Umweltbuch des Jahres 2013!) Verlag: Ch. Links Verlag, 336 Seiten, Preis: EUR 30,00

Bergmannfriedhoefe.de – 29.10.19


18

19.10.19 / Eine Kennerin der Bergmannfriedhöfe hat uns zum Vogelbestand diese Zeilen geschickt:
* auf den Friedhöfen wurden 62-64 Vogelarten festgestellt, ca. 90 % sind fotodokumentiert / * weiterhin 13 Schmetterlingsarten, von denen 12 fotodokumentiert sind / * durch einen rücksichtslosen Umgang mit der Natur und gegen die Natur, haben sich die Vogelpopulationen teils dramatisch reduziert, einige Arten sind sogar nahezu „ausgelöscht“ / * leider sind die vorgefundenen Arten nur „sogenannte“ Allerweltsvögel, auch wenn diese inzwischen bekannterweise ebenfalls der Bedrohung unterliegen / * darunter sind aber auch Mittelspechte, Waldohreulen, Waldschnepfen und Pirole. Zu Gast waren ein Kuckuck und ein Schwarzspecht. / * durch teils häufiges und rücksichtsloses Mähen ist auch der Insektenbestand radikal zurückgegangen, was sich ebenfalls bestandsreduzierend auf die Vögel auswirkt.

Hinweis: Die Hinweisgeberin ist der Red. bekannt.

Bergmannfriedhoefe.de – 19.10.19.


  • Banner am Friedhofszaun (Bild: 2.11.19)

Auf den Bergmannfriedhöfen. So schön konnten sie früher Alleen anlegen. (Bild: 19.6.19)

Hinweis: Die Sortierung (Nr. 18 – 32) erfolgte nach dem Datum der Veröffentlichung auf dieser Website.

Bergmannfriedhoefe.de – 21. Januar 2020, aktualisiert: 25.2.20


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