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zum Thema Keine Bebauung – Für die Erhaltung der Bergmannfriedhöfe


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Bergmannfriedhoefe.de – 21. Juni 2017


Bergmannfriedhoefe.de besteht seit Juni 2017.

80 Gedanken zu „* KOMMENTARE *

  1. Guten Tag !
    Es ist UNGLAUBLICH ! Da werden auf dem Tempelhofer Feld Ende 2019 Container für Flüchtlinge, sage und schreibe 900 Stück, die vor 2 Jahren (!!) für 20 Millionen Euro (!!!) dort installiert worden sind für teures Geld WIEDER ABGEBAUT …
    … und auf dem Bergmannstraßenfriedhof ist ein Neubauprojekt geplant: „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes.
    „Es handelt sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von ca. 55 Metern, das ca. 38 WE für 165 Personen aufnehmen soll. Es ist am südlichen Ende des Friedhofes entlang der Jüterboger Straße vorgesehen und soll sich mit zwei kurzen Seitenflügeln 17 Meter in die Tiefe des Friedhofes erstrecken. Die zugehörigen Freiflächen reichen bis zu 45 Meter in den Friedhof hinein. Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche.“ Quelle:https://www.berlin.de/sen/kulteu/denkmal/organisation-des-denkmalschutzes/landesdenkmalrat/positionen-und-empfehlungen/
    So etwas gibt es doch gar nicht, das kann doch nicht sein, aber es ist die traurige Wahrheit, unter den „Deckmäntelchen der Nächstenliebe“ (Flüchtlingshilfe) wird unwideruflich ein Teil schützenswerter Friedhofsnatur platt gemacht, um nach gewisser Zeit, wenn „Gras über die Angelegenheit gewachsen ist“ und die Flüchtlinge als „Zwischennutzer“ ausgedient haben, die Wohnungen teuer an Besserverdienende zu vermieten oder in Eigentumswohnungen umzumodeln. „Exklusives Wohnen in ruhiger Lage, Bergmannstraße, ein Katzensprung entfernt“ … oder eher: „Wohnen Sie, wo andere Ruhen“
    Ich glaub‘ es hackt ! Das ist kein „Schildbürgerstreich“, das ist eine BODENLOSE FRECHHEIT !!! Gott hat schlechtes Bodenpersonal, dem das richtige Augenmaß abhanden gekommen ist.

    1. Bitte komme am 29.1.20 in die BVV Kreuzberg – Yorkstrasse 4-11. Am besten mit einem Plakat und Freunden um 18.30 Uhr. Herr Hussein macht einen Antrag gegen die Bebauung.
      Liebe ❤️ Grüße, Gabi

  2. Wo bzw. wie kann ich mich engagieren, wenn ich Sie unterstützen möchte? Ich kann hier nicht in Worte fassen, was es für mich bedeuten würde, wenn in dieser Oase tatsächlich Flüchtlingsunterkünfte entstünden: Ich wäre untröstlich!!!

  3. Friedhöfe sind ein schützenswertes Kulturgut. Sie dienen als grüne Lunge für Städte und als Rückzugsort für die Bewohner, dieser. Wer Friedhöfe bebaut, versündigt sich am Menschen und der Natur.

    1. Die evangelische Kirche am Südstern hat sich der Macht der weltlichen Politiker bedient, um sich über eine Beteiligung der eigentlichen Träger des Friedhofes, nämlich der Bevölkerung, hinweg zu setzen. Damit hat sie hauptsächlich aus Geldgründen Zuversicht genommen und kein Zeichen von Gottesfurcht und Gottesvertrauen gesetzt. Damit unterscheidet sie sich nicht mehr vom normalen Weltgetriebe. Jesus hat bestimmt nicht gesagt:“ Bebaut die Friedhöfe als letzte Zufluchtsstätte und er hat auch sicher nicht gesagt:“ Zerstört lebendige gesunde Bäume dafür“. Ich glaube an Gott, der überall ist – den man nicht anbeten muss. Aber man soll ihm gefallen. Dazu ist für mich die ev. Kirche nicht länger der maßgebende Platz.

  4. Bis zum 22.12.2019 fand sich im Impressum dieses Webautritts der Hinweis, diese Website würde Google Analytics und Google Adense verwenden. Richtig ist, diese Website hat zu keinem Zeitpunkt Google Analytics oder Google Adense benutzt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

  5. • Die Bebauung auf dem denkmalgeschützten Bergmannfriedhof soll unter unendlicher Verbiegung von §246 Baugesetzbuch „Sonderregelungen für Flüchtlingsunterkünfte“ geschehen.
    • Wegen §246 Abs. 9 muss die Zulassung bis zum 31.12.2019 erteilt sein, deshalb die Hektik und das Stillschweigen, obwohl die Kirche einst offene Kommunikation versprochen hatte – das war vorgeschoben, hinter den Kulissen wurde eifrig am Vorhaben „Bebauung“ weiter gefeilt.
    • Nach §246 Abs. 12 ist nur eine mobile Bebauung für längstens 3 Jahre erlaubt, also erst recht keine Bebauung nach Erbrecht – und wenn überhaupt „nur“ auf Friedhöfen ohne Denkmalschutz.
    • Die geplante Unterkunft knüpft an keine bestehende Bebauung an, was als „Außenbereich“ bezeichnet wird. Nach §35 Baurecht liegt der „Bauplatz“ auf dem Friedhof Bergmannstraße im Außenbereich.
    • In einem Außenbereich darf nach §35 Baurecht nicht gebaut werden. Die im Gesetz vorgesehen 8 Ausnahmen stehen in keinerlei Beziehung zum geplanten Vorhaben.
    • Im Außenbereich ist ein Vorhaben nur zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen und es sich z. B. um Gartenbau, Wasserwirtschaft, Kernkraftanlagen handelt.
    • Dazu gibt es noch außergewöhnliche Ausnahmen (die öffentliche Belange nicht beeinträchtigt dürfen), in denen jedoch ebenfalls nichts zu finden ist, was eine Bebauung rechtfertigen könnte.
    • Nach §35 Abs. 3 dürfen die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, des Bodenschutzes, des Denkmalschutzes oder die natürliche Eigenart der Landschaft und ihren Erholungswert nicht beeinträchtigt oder das Orts- und Landschaftsbild verunstaltet werden. Das soll aber tunlichst unter den Tisch gekehrt werden.
    • Es wird versucht, aus dem Außenbereich irgendwie mit aller politischen Macht einen Innenbereich zu konstruieren, um so die Bestimmungen umgehen zu können.
    • Nach §35 Abs. 5 Baurecht muss sichergestellt sein, dass das Gebäude nur in seiner vorgesehenen Art bestehen bleiben darf. Das heißt, dass aus der Flüchtlingsunterkunft kein Studentenheim werden darf und erst recht keine Luxuswohnungen werden dürfen.

  6. https://www.berlin.de/sen/kulteu/denkmal/organisation-des-denkmalschutzes/landesdenkmalrat/positionen-und-empfehlungen/
    TOP 4. Empfehlung des Landesdenkmalrats gegen Bebauung des Friedrichs-Werderschen Kirchhofs an der
    Jüterboger Straße
    Bei dem zur Diskussion stehenden Neubauprojekt „Wohnen für Geflüchtete“ des Evangelischen Friedhofsverbandes handelt es sich um ein fünfgeschossiges Gebäude mit Unterkellerung und einer Länge von ca. 55 Metern, das ca. 38 WE für 165 Personen aufnehmen soll. Es ist am südlichen Ende des Friedhofes entlang der Jüterboger Straße vorgesehen und soll sich mit zwei kurzen Seitenflügeln 17 Meter in die Tiefe des Friedhofes erstrecken. Die zugehörigen Freiflächen reichen bis zu 45
    Meter in den Friedhof hinein. Ein B-Plan liegt nicht vor, der FNP sieht Friedhofsfläche vor, der FEP (Friedhofsentwicklungsplan) die Umnutzung zur Grünfläche.
    Das Baufeld resultiert nicht aus städtebaulichen Überlegungen. Es überlagert eine der als Alleen ausgebildeten Hauptachsen des Friedhofs und ist aus der Ermittlung von Flächen bestimmt, auf denen keine „Pietätsfristen“ im Wege stehen. Der Denkmalwert des Friedrichs-Werderschen Friedhofs und der angrenzenden Friedhöfe ist unstrittig. Ein Baukörper des geplanten Ausmaßes und der vorgesehenen Positionierung wird die Lesbarkeit und Substanz des Gartendenkmals beeinträchtigen.
    Der Landesdenkmalrat macht darauf aufmerksam, dass der geplante Neubau an dieser Stelle städtebaulich nicht hinreichend durchdacht ist und auf die Struktur des Friedhofs keine Rücksicht nimmt. Da es sich nicht um eine temporäre Maßnahme handelt, sondern letztendlich um eine generelle Umwidmung in Wohnbauflächen, sind keine Ausnahmetatbestände erkennbar.
    Der LDR anerkennt grundsätzlich das Engagement des Friedhofsverbandes, bei der Schaffung von Wohnraum für Geflüchtete mitzuwirken. Er räumt auch ein, dass die Bebauung nicht mehr benötigter, auch denkmalgeschützter Friedhofsflächen in Einzelfällen berechtigt sein kann. Er regt in diesem konkreten Fall jedoch an, für den geplanten Neubau einen alternativen Standort zu finden.

  7. Die Friedhöfe an der Bergmannstraße sind sozusagen die Kronjuwelen von Berlin, „national bedeutendes Kulturerbe“, wie die Kirche selber stolz schreibt. Die Friedhöfe an der Bergmannstraße sind denkmalgeschützt, d. h. § 246 BauGB greift hier gar nicht, weil dieser besagt, dass auf „normalen“, also nicht denkmalgeschützten Friedhöfen, temporär für Geflüchtete gebaut werden darf, die modularen Bauten müssen nach kurzer Zeit wieder weg, so wie gerade die Flüchtlingsunterkünfte auf dem Tempelhofer Feld, deren Errichtung 17 Mill. Euro gekostet haben, abgebaut werden. Diese Bauten liegen zufällig „um die Ecke“ und könnten temporär verlängert werden. Aber nein, die ev. Kirche Stadtmitte hat 12 Potentialflächen angeboten, 3 kamen in die Wahl, bis heute sind alle nicht genehmigt worden. Nun muss es ums Verrecken der Friedhof an der Bergmannstaße werden. Der Denkmalschutz besteht weiterhin, auch wenn der Wirtschaftshof, der natürlich auch denkmalgschützt ist, absichtlich als Müllabladeplatz „hergerichtet“ worden ist, es wurden sogar Paletten extra angefahren, um sie hier abzukippen, um eine Legitimation zu liefern, dass das doch nur „ein Komposthaufen“ sei. (Geschäftsführer Gahlbeck).

    Der Bauantrag wurde von Florian Schmidt unterschrieben.

    Ganz einfach so, keine städtebauliche Planung, bestehender Denkmalschutz, Naturschutz entfällt, es entfällt einfach alles, damit die Ev. Kirche selbstfinanziert auf eigenem Friedhof ein unterkellertes 5-stöckiges Stahlbeton-Gebäude mit ca. 57 m Länge, 9 – 17 m Tiefe, 16 m Höhe auf 3,5 ha Verfügungsraum bauen kann. Die Außenwände sollen Holzverschalung bekommen, um Hüttencharakter zu simulieren. Es sollen 35 Wohnungen unterschiedlicher Größe für 141 Personen entstehen. Nach der kurzen Übergangszeit durch Belegung mit Geflüchteten kann so ein Gebäude rasch in ein Studentenwohnheim umgewandelt werden – Generierung von lukrativem Bauland inbegriffen.
    Bei Klaus Wowereit und Andre Schmitz wäre das nicht passiert.

    1. Am 29.1.20 gibt es bezüglich des genehmigten Bauantrages von der CDU einen Tagesordnungspunkt. Diese Partei war die Einzige, die gegen eine Bebauung ist. Sie können gern ab 18.30 Uhr zur BVV in Kreuzberg in die Yorckstrasse 4 kommen.

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