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13.05.2018: Ältester Zauberladen Berlins – Aus der Zauber (von Silvia Perdoni)

Neukölln – Gerade ist eine Lieferung Zungen gekommen. Dutzende, vielleicht Hunderte Zungen, in einem Paket auf dem Fußboden. Kirsi Hinze hat eine ausgepackt, lila und glibberig liegt sie in ihrer Hand. Sie könnte sich die Zunge nun in den Mund legen, eine Nadel hindurchstecken oder sie langziehen wie ein Kaugummi. Kinder erschrecken, Freunde, die Kunden im Laden. Aber das tut sie nicht. Denn eigentlich zaubert Kirsi Hinze nicht so gern. Das ist insofern erstaunlich, als dass sie mit ihrer Freundin Karen German den ältesten Zauberladen Berlins betreibt, möglicherweise auch Deutschlands oder gar der Welt. Den Zauberkönig gab es schon, als das Automobil noch nicht erfunden war und die Freiheitsstatue nicht gebaut, als Franz Kafka gerade seine ersten Kinderschritte lief und in Deutschland noch ein Kaiser regierte. „Seit 1884“, steht neben dem Schriftzug an der Glasfront des Geschäfts an der Neuköllner Hermannstraße. Der Zauberkönig, er ist ein Zeitzeuge. Ein Vermächtnis. Ein Laden mit einer Geschichte so wechselhaft wie das vergangene Jahrhundert. Bis jetzt. Denn das Grundstück wechselt den Besitzer, die baufällige Nachkriegsbaracke wird abgerissen. Und der Zauberkönig schließt, zumindest vorrübergehend. […] Der evangelische Friedhofsverband, dem das an ein Gräberfeld grenzende Grundstück gehört, will es an eine gemeinnützige Stiftung verkaufen. Er verrät bisher nur, dass die Kaufinteressenten neue Gebäude errichten und einen Kulturbetrieb etablieren wollen. […] Dass es weitergeht, ist ihnen klar. Bisher steht das Auszugsdatum fest: am 30. Juni, besenrein. […] die beiden haben eine mündliche Zusage, den Betrieb ab Ende 2019 auf der gegenüberliegende Straßenseite fortzuführen. Dort, auf dem St. Thomas Friedhof, baut der evangelische Friedhofsverband ein Gebäude für seine Verwaltung. Auch zwei Gewerbeflächen sind in dem Gebilde aus Holz und Glas geplant, eine davon hat der Verband dem Zauberkönig als Entschädigung versprochen. Vielleicht lernen Karen German und Kirsi Hinze – die zwei Zauberladenbetreiberinnen, die nicht gern zaubern – bis dahin ja noch ein paar Tricks. […]“ – Quelle: https://www.berliner-kurier.de/30169546 ©2018

Hinweis d. Red.: Hervorhebungen wurden durch Fettdruck kenntlich gemacht. Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez—stadt/aeltester-zauberladen-berlins-aus-der-zauber-30169546


16.04.2018: Staatsbürger-Blues (Dirk Kurbjuweit)

„Bislang galt für mich der Grundsatz, dass ich nie im Volkspark Hasenheide spazieren gehe. Das ist ein Park in Kreuzberg/Neukölln, in dem an jedem zweiten Baum ein Dealer wartet. Hier wird offen mit Drogen gehandelt, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Mich stört das  […] Seitdem ich aber hin und wieder einen Kinderwagen ausfahre und die Hasenheide der für mich nächste Park ist, setze ich mich diesen Zuständen aus, schiebe den Kinderwagen durch ein Spalier von Afrikanern, die sich keine Mühe geben, die Natur ihres Geschäfts zu kaschieren. Selbst ihre Verstecke sind mehr oder weniger öffentlich. Ich fühle mich dort nicht unsicher, das ist es nicht, die Dealer werden mir nicht einmal lästig. Sie ignorieren mich. […] Ich glaube, das Gefühl, das mich durch diesen Park begleitet, ist seltsamerweise Scham. Ich schäme mich dafür, dass dieser Staat […].“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-syrienkrieg-tarifverhandlungen-oeffentlicher-dienst-horst-seehofer-sigmar-gabriel-a-1203045.html


13.03.2018: Erster Schritt zur Begegnungszone an der Bergmannstraße (von Thomas Frey)

„In Vorbereitung auf die Testphase für die Begegnungszone Bergmannstraße beginnt am Donnerstag, 15. März, ein Probelauf. Im Bereich der Hausnummern 11 und 99 werden zwei Parkletts aufgestellt. […] Ab April werden Fragebögen an die Haushalte verteilt sowie im Stadtteilausschuss Kreuzberg, Bergmannstraße 14, ausgelegt. Anwohner aber auch Besucher des Bergmannkiezes werden gebeten, dort ihre Meinung mitzuteilen. Möglich ist das auch über die Website www.begegnungszonen.berlin.de. Alle Rückmeldungen sollen in die weiteren Planungen einfließen.“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: http://www.berliner-woche.de/kreuzberg/verkehr/erster-schritt-zur-begegnungszone-an-der-bergmannstrasse-d144445.html


26.02.2018: Arbeitslose in Deutschland am ehesten arm

„[…] Arbeitslose in Deutschland sind im EU-weiten Vergleich am stärksten von Armut bedroht. Nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat lag das Armutsrisiko hierzulande im Jahr 2016 bei 70,8 Prozent und damit so hoch wie in keinem anderen Land der Europäischen Union. In der gesamten EU betrug das Armutsrisiko für Arbeitslose zwischen 16 und 64 Jahren im Schnitt 48,7 Prozent – im Jahr 2006 waren es noch 41,5 Prozent. Das Land mit dem zweithöchsten Armutsrisiko war 2016 Litauen, allerdings mit deutlichem Abstand zu Deutschland und einem Anteil von 60,5 Prozent. Es folgten Lettland mit 55,8 Prozent, Bulgarien mit 54,9 Prozent, Estland mit 54,8 Prozent, Tschechien mit 52,3 Prozent, Rumänien mit 51,4 Prozent und Schweden mit 50,3 Prozent. Am geringsten war das Armutsrisiko in Finnland und Zypern mit jeweils 37,3 Prozent, Frankreich mit 38,4 und Dänemark mit 38,6 Prozent. […] (cop/AFP)“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-eu-weit-hoechstes-armutsrisiko-bei-arbeitslosigkeit-a-1195535.html


26.02.2018: Essener Tafel. Arme und Ausländer (von Jakob Augstein)

„[…] Man weiß nicht, was skandalöser ist: dass der Hunger von Deutschen wichtiger ist als der von Ausländern? Dass die Ärmsten der Armen in einen Konkurrenzkampf untereinander gedrängt werden? Dass ein so reiches Land überhaupt eine Armenspeisung braucht? […] Der Verantwortliche der Essener Tafel hat eine falsche Entscheidung getroffen. Doch eine Schande ist der Vorgang vor allem für Angela Merkel und die SPD. Merkel ist mit ihrer Flüchtlingspolitik gescheitert und die SPD mit ihrer Sozialpolitik.  […] Die Links-Politikerin Sahra Wagenknecht hatte recht, als sie im Radio die Empörung dahin lenkte, wo sie hingehört: weg von den überforderten Freiwilligen der Essener Tafel, hin zu den überforderten Politikern in Berlin.  […]“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/tafel-in-essen-arme-und-auslaender-kolumne-a-1195417.html


17.02.2018: Nun auch in Prenzlauer Berg – Ein früherer Friedhof soll bebaut werden – Bürger protestieren (von Christian Hönicke)

„[…] Der Friedhofspark in der Pappelallee wirkt wie ein unberührtes Idyll inmitten der tobenden Großstadt. Doch das grüne Kleinod ist vermutlich das am heftigsten umkämpfte Gebiet der Großkampfzone Prenzlauer Berg. Fast jeder Nachbar will ein Stück davon. […]“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: https://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-wohnungsbau-in-berlin-gentrifizierung-der-graeber-in-prenzlauer-berg/20973024.html


14.02.2018: Bezirke kritisieren geplante Flüchtlingsunterkünfte (von Sabine Beikler)

„Der Senat plant 25 Flüchtlingsheime, in die später auch Studenten oder Familien ziehen sollen. Prompt gibt es Protest aus den Bezirken. Der Name klingt futuristisch. „MUF 2.0“ heißt die zweite Generation von modularen Flüchtlingsunterkünften, die das Land Berlin plant. An 25 Standorten sollen bei einer Belegung von je 400 Menschen etwa 10.000 neue Plätze zunächst für Flüchtlinge, sukzessive auch für Familien, Studenten und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen entstehen. Die neuen MUFs sind auf 40 bis 50 Jahre ausgelegt, ähneln Mehrfamilienhäusern und mit Wohnungen und Appartements ausgestattet. […]“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: http://www.tagesspiegel.de/berlin/modulare-bauten-in-berlin-bezirke-kritisieren-geplante-fluechtlingsunterkuenfte/20963594.html


29.01.2018: Ein verwunschener Ort (von Julia Haak)

Das Projekt „Naturschutz und Denkmalpflege auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee“ der jüdischen Gemeinde und der Technischen Universität Berlin wird als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

„[…] Die TU hat bereits verschiedene Forschungsprojekte auf dem Gelände durchgeführt. Eins davon finanzierte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Von 2012 bis 2015 wurde die biologische Vielfalt erhoben, Moose, Flechten, Blütenpflanzen, Vögel, Fledermäuse, Laufkäfer untersucht. Die Studie förderte einen wertvollen Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten zutage, darunter auch gefährdete Arten. Das Forschungsprojekt richtete sich auf die Integration von Naturschutzzielen bei allen Arbeiten, die der Bewahrung und Entwicklung des Friedhofs dienen. Genau dieses Engagement für die biologische Vielfalt soll nun ausgezeichnet werden. Die Vereinten Nationen haben das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um den durch menschliches Handeln bedingten Rückgang aufzuhalten. Unterstützt werden Projekte mit Modellcharakter, solche mit Vorbildfunktion. […]“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/un-zeichnet-friedhof-aus-ein-verwunschener-ort–an-dem-natur-und-denkmal-eins-werden-29571166

Hinweis d. Red.: Der Jüdische Friedhof in Weißensee ist doppelt so groß und etwas jünger als die Evangelischen Friedhöfe an der Bergmannstraße.


23.01.2018: Tochter und Vater unterstützen die Kältehilfe (von Philipp Hartmann)

„[…] Im Hangar 4 des ehemaligen Flughafens Tempelhof stehen bis Ende März 100 Plätze für Obdachlose zur Verfügung. Es gibt Schlafliegen, warme Speisen und Getränke, Dusch- und Toilettenkabinen sowie eine Kleiderausgabe. Für die hauptamtlichen Helfer vom Unionhilfswerk ist ein Abend wie dieser Alltag. Für die freiwilligen Helfer wie Nicole Lorenz ist es jedoch ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden. […]“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: http://www.berliner-woche.de/tempelhof/leute/tochter-und-vater-nicole-und-dietmar-lorenz-unterstuetzen-die-kaeltehilfe-d140766.html


04.01.2018:   Flüchtlingszahlen rückläufig

„Zwei Jahre nach dem großen Flüchtlingsandrang in Deutschland sind in Erstaufnahmeeinrichtungen und Sammelunterkünften rund 100.000 Plätze nicht belegt – obwohl viele Länder die 2015/2016 eilig aufgebauten Kapazitäten zuletzt bereits deutlich reduziert haben. […] (dpa)“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: https://www.berliner-zeitung.de/politik/zahlen-ruecklaeufig-rund-100-000-plaetze-in-fluechtlingsunterkuenften-werden-nicht-genutzt-29428908


12/2017: Wwwrrrroooooomm !!!! (von Fred Grimm)

„[…] Exakt 18 Minuten brauchte neulich einer von ihnen direkt unter unserem Fenster, um am frühen Morgen im Kampf gegen den Wind zwei Dutzend Blätter mit 300 Stundenkilometern Blasgeschwindigkeit immer wieder auf ein Häuflein zu pusten. Bis zu 112 Dezibel laut dröhnt so ein Gerät. Als würde im Nebenzimmer ein Düsenjet starten. Und weil noch immer die meisten deutschen Laubbläser mit Benzin betrieben werden, riecht es auch so. […] Ein Männerspielzeug für ewige Achtjährige eben, ein stolz präsentierter Genitalersatz. Und weil das Laubbläsermännchen nun mal so gern sein Gerät zeigt, würde es am liebsten wohl schon im Mai an Bäumen rütteln, um seinen Kampf gegen das wuchernde Blattwerk zu beginnen. […] Rasenflächen haben frei zu sein. […] Das Tückische am Laubbläsermännchen ist, dass man ihn vergisst, sobald man ihn nicht mehr hört. Und wer denkt jetzt, in der schönen Weihnachtszeit, noch daran, diesen Unsinn endlich für immer zu verbieten? Im nächsten September, wenn das Laubbläsermännchen wieder loslegt und die Welt erneut zum Wahnsinn treibt, ist es dafür wieder einmal zu spät. Schade eigentlich.“

Hinweis d. Red.: Um den Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link: http://schrotundkorn.de/lebenumwelt/lesen/kolumne-wwwrrrroooooomm.html


Hinweis d. Red.: „Presse zu anderen Themen“ startete am 1.3.18. Die hier gekürzt wiedergegebenen Artikel haben nur einen mittelbaren Bezug zu den Friedhöfen an der Bergmannstraße. Fotos und Absatzzeichen wurden entfernt, Auslassungen markiert, Hervorhebungen durch Fettdruck kenntlich gemacht. Um die Artikel im Original zu lesen, folgen Sie bitte den oben angegebenen Links.


Die Red. – 1. März 2018 (letzte Aktualisierung: 20.05.18)


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